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Der unsichtbare Tropenhelm

Der unsichtbare Tropenhelm von Habermann,  Friederike
Wer die abendländische Gesellschaft für frei, aufgeklärt und gerecht hält, wird über die Wunden, auf die Friederike Habermann den Finger legt, erstaunt sein: Die Ökonomin, Historikerin und Politikwissenschaftlerin zeigt auf, warum die westliche Gesellschaft auf struktureller Gewalt basiert und die vielgerühmte Freiheit des Westens in Wirklichkeit eine Freiheit der Angepassten ist. Ihre fulminante Tiefenkritik der unsichtbaren Tropenhelme, unter denen wir bis heute ein kolonialistisches Denken zelebrieren, macht deutlich, wie der weitverbreitete Wahn, die westliche Kultur sei die höchste Stufe kultureller Entwicklung, weltweit subtil und offen Gewalt ausübt. Sie zeigt die Ursprünge von Konkurrenz und Rassismus auf und eröffnet so eine Perspektive zur Überwindung von Ausbeutung und Unterdrückung und zur Emanzipation des Anderen.
Aktualisiert: 2017-07-01
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Die Erforschung der Kolonien

Die Erforschung der Kolonien von Gräbel,  Carsten
Was machten Geographen auf Expeditionen in den deutschen Kolonien? Wie bewältigten sie dort den Alltag und die Forschungsroutinen? Wer unterstützte sie logistisch und finanziell und wie entwickelten sie aus Beobachtungen und Messungen objektive Tatsachenbehauptungen? Erstmals entwirft der Geograph und Historiker Carsten Gräbel ein kritisches wie vielschichtiges Panorama der geographischen Kolonialforschung. Er zeigt: Die Kolonien waren für Geographen ein topographischer Raum, den es zu durchqueren, zu kartieren und nach den Regeln der geographischen Wissenschaft zu erforschen galt - zugleich handelte es sich um einen mit politischen Emotionen und ökonomischen Erwartungen aufgeladenen Zukunftsraum.
Aktualisiert: 2022-08-11
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Der Schlüssel zu den Molukken

Der Schlüssel zu den Molukken von Nagel,  Jürgen G.
Als die niederländische Ostindienkompanie (VOC) zu Beginn des 17. Jahrhunderts ihren Siegeszug im Malaiischen Archipel antrat, traf sie dort auf eine Handelswelt, die in ihrer Komplexität der europäischen in nichts nachstand, sie in mancher Hinsicht sogar übertraf. Die holländischen Kaufleute waren ebenso wenig wie ihre englischen, portugiesischen oder dänischen Konkurrenten in der Lage, diese Welt zu beherrschen oder gar nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Die Integration des Malaiischen Archipels in eine nach europäischen Maßstäben gestaltete Weltwirtschaft begann im Zeitalter der VOC, doch handelte es sich nicht um eine schlichte Europäisierung, sondern um eine komplexe Engliederung im Zuge vielfacher Interaktionen. Die einheimischen Handelsstrukturen wurden verändert und weiterentwickelt, jedoch keineswegs zerstört. Außerhalb des Gewürzhandels nahm die VOC nur indirekten Einfluß, mit manchen Handelsnetzen kam sie nie in Berührung. Der Archipel wurde auf diese Weise durchaus integriert, allerdings ohne eine strukturelle Unterordnung der indigenen Systeme. Die Hafenstadt Makassar auf Sulawesi bietet hierfür eines der anschaulichsten Beispiele. Sie galt lange Zeit als Schlüssel zu den Molukken und hatte sich in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts endgültig als Drehscheibe des Gewürzhandels etabliert. Der VOC, die ein Monopol auf diesen Handel beanspruchte, war ein solcher Konkurrent ein Dorn im Auge, der letztendlich nur mit militärischen Mitteln beseitigt werden konnte. Die Eroberung (1669) Makassars beraubte die Metropole zwar eines Teiles ihrer Zentralität, doch bedeutete sie weder das Ende des Handels noch der wirtschaftlichen Dynamik in Stadt und Region. Makassar blieb ein Emporium mit beschränkter Reichweite. Die Untersuchung des makassarischen Handelssystems im 17. und 18. Jahrhundert fördert ein facettenreiches Bild zu Tage, das sich aus teils parallelen, teils konkurrierenden Netzwerken europäischer Kompanien, chinesischer oder malaiischer Großkaufleute und regionaler Händler zusammensetzt. Sie stellt nicht nur einen grundlegenden Beitrag zur Stadtgeschichte Makassars und zur Wirtschaftsgeschichte der Region dar, sondern auch einen wesentlichen Schritt hin zu einer differenzierten Sichtweise der Europäischen Expansion und ihrer ökonomischen Auswirkungen.
Aktualisiert: 2020-12-04
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Wer Macht Demo_kratie?

Wer Macht Demo_kratie? von Çetin,  Zülfukar, Gürsel,  Duygu
Wer MACHT Demo_kratie? lautet die zentrale Frage des Sammelbandes. Die Autor_innen setzen sich in ihren Beiträgen u.a. mit Migrations- und Flüchtlingspolitiken, Demokratie, Kapitalismus, Rassismus, Homonationalismus, Kolonialismus, Feminismus, sozialen Kämpfen und migrationsbezogener Sozialer Arbeit auseinander. Sozialwissenschaftler_innen, Aktivist_innen und andere politischen Akteur_innen kommen hier zu Wort und bringen Alternativen für politisch-wissenschaftliche Auseinandersetzungen zum Ausdruck. Das Buch ist ein Versuch, kritische Gesellschaftstheorie und Praxis vereinbar zu machen und möchte weitere Projekte dieser Art anregen.
Aktualisiert: 2020-11-03
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Wahrer Bericht über die Entdeckung von Florida durch Fernando de Souto 1539 – 1543. DEUTSCHE ERSTAUSGABE.

Wahrer Bericht über die Entdeckung von Florida durch Fernando de Souto 1539 – 1543. DEUTSCHE ERSTAUSGABE. von Bengelmann,  Knut, Bonvicini,  Valentino, Brunelli,  Giordano Cayetano, Elvas,  Fidalgo de, Rathgeber,  Walter, Reger,  Klaus, Scholz,  Barbara
In dem von J. Franklin Jameson, Ph.D.," Director of the Department of Historical Research in the Carnegie Institution of Washington", im Jahre 1907 bei Charles Scribner, Ney York, erschienenen Sammelband "Spanish Explorers in the Southern United States 1528 - 1543" schreibt Theodore H. Lewis,"Honorary member of the Mississippi Historical Society", in seiner Einleitung zu seinem Beitrag "The narrative of the expedition of Hernando de Soto, by the Gentleman of Elvas": "The Narrative of the Gentleman of Elvas was first published at Evora, Portugal, in 1557. It was reprinted at Lisbon in 1844 by the Royal Academy, and again in 1875. The first French edition appeared in 1685, and an English translation from this edition was published in 1686.The first English version, by Hakluyt, entitled 'Virginia richly valued by the Description of the Mainland of Florida, appeared in 1609, and a reprint entitled 'The worthye and famous Historie of the Travailles, Discovery, and Conquest of Terra Florida, 1611. A reprint from the latter, edited by William B. Rye, was published by the Hakluyt Society in 1851" (p. 132 f, Originalausgabe im Besitz des Herausgebers und des Bengelmann Verlages). LEWIS schreibt zur Verfasserschaft: "The first published narrative was written by a gentleman from the town of Elvas, in Portugal, who joined the expedition and participated in its trials and privations, and in the weary but memorable march through what was than known as Florida. If he was one of those portuguese who are namned in the book as having started from Elvas, the inference may be drawn from the wording of the narrative that he was named Alvaro Fernandez" (p. 129 f).
Aktualisiert: 2022-03-26
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Normen und Grenzen der Kritik und des Engagements in den politischen Schriften von Heinrich Mann und André Gide zwischen 1923 und 1945

Normen und Grenzen der Kritik und des Engagements in den politischen Schriften von Heinrich Mann und André Gide zwischen 1923 und 1945 von Mbakop,  Hilaire
Die Arbeit setzt sich mit den politischen Schriften von zwei Schriftstellern kritisch auseinander, die Stellung zum Kolonialismus, Faschismus und Kommunismus nahmen. Es besteht kein Zweifel, daß André Gide kritische Reiseberichte über den französischen Kolonialismus in Zentralafrika geschrieben hat und daß er und Heinrich Mann zu den profiliertesten antifaschistischen Schriftstellern zählen. Mit Hilfe der hier untersuchten Schriften hat der Autor diese Beurteilung bestätigt. Daß aber beide Schriftsteller in denselben Schriften zugleich ein eurozentrisch motiviertes kolonialistisches und rassistisches Denken an den Tag legten, hat die bisherige Forschung bagatellisiert oder unberücksichtigt gelassen. Der Autor bedient sich einer dialektischen Vorgehensweise, die die Tradition der Begriffe kritisch untersucht, die Mann und Gide den Unrechtsverhältnissen ihrer Zeit normativ und unkritisch entgegensetzten. Die Besonderheit dieser Arbeit besteht darin, daß sie sich nicht darauf beschränkt, die Kritik und das Engagement der politischen Schriftsteller Mann und Gide zu zeigen: sie führt zugleich die Grenzen ihrer Kritik und ihres Engagements vor Augen.
Aktualisiert: 2019-12-19
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Die Karibik zwischen enracinement und errance

Die Karibik zwischen enracinement und errance von Schulz,  Bastienne
Kreolisierung, Rhizomatik und Fraktalisierung – dies sind Konzepte und Metaphern für eine kulturelle antillanische Identität zwischen enracinement, dem Bedürfnis nach Verwurzelung, und seiner Gegenbewegung errance als Gefühl der Entwurzelung; ein Spannungsverhältnis, aus dem sich eine identitäre Suche ergibt. Formulieren Édouard Glissant und Patrick Chamoiseau die kulturelle Identität mit diesen Metaphern zunächst als antillanité oder créolité, öffnen sie um die Jahrtausendwende ihre Ansätze einer mondialité. Dieser Paradigmenwechsel spiegelt sich in ihren Romanen, zunächst erzählt in kubanischer Tradition der neobarocken Widerstandspoetik. Mit einer aktualisierten écriture néobaroque nomade liefern die Autoren Entwürfe einer multipolaren Identität im Zeitalter von Globalisierung und Vernetzung. Wie binden sie neue Realitäten ein, ohne den Blick für die Diskontinuität von Gedächtnis, Identität und Geschichte der Karibik zu verlieren? Mit dem ‚nomadischen‘ Neobarock wird die antillanische Literatur in ihrer Bewegung zwischen enracinement und errance und Aktualität beschrieben.
Aktualisiert: 2020-01-20
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Der Traum vom deutschen Orient

Der Traum vom deutschen Orient von Fuhrmann,  Malte
Der Traum, sich den Orient als Teil eines deutschen Weltreichs einzuverleiben, führte im 19. Jahrhundert viele Deutsche ins Osmanische Reich. In Makedonien und Westanatolien errichteten sie Handelskolonien, Landwirtschaftssiedlungen, Schulen und Kirchen. Malte Fuhrmann geht den damit verbundenen Phantasien nach und schildert das Leben der Deutschen in den beiden Kolonien. Er zeigt: Die Eroberung des Orients blieb ein Traum, doch hinterließ er in beiden Kulturen bis heute sichtbare Spuren und ist damit Teil der Geschichte des Kolonialismus.
Aktualisiert: 2022-05-10
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Die Jugend ist unsere Zukunft

Die Jugend ist unsere Zukunft von Vieter,  Heinrich
Ein Zeitzeuge gibt tiefe Einblicke in die deutsche Kolonialzeit Zentralafrikas und legt mit seiner 'Chronik der katholische Mission Kamerun (1890-1913)' ein authentisches Dokument Kameruner Kirchengeschichte vor. Teilband 2 enthält eine umfangreiche zeitkritische Kommentierung und eine ausführliche Zeittafel sowie das Stichwort- und Personenverzeichnis.
Aktualisiert: 2020-06-08
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