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Die Avantgarde der Freiheit

Die Avantgarde der Freiheit von Driendl,  Johannes
Die Würde des Menschen - Die Avantgarde der Freiheit Ohne die Annahme, dass alle Menschen vernunftbegabt sind, ist der Liberalismus undenkbar. Nur durch die Annahme der Vernunft als „einzigem Stern und Kompass“ aller (John Locke) wird die Idee einer freien Gesellschaft geboren, die in der Lage ist, in Form einer parlamentarischen Demokratie dem damaligen König Wilhelm III. von Oranien auf Augenhöhe entgegenzutreten. Locke vertraut nicht nur auf die allgemeine Vernunft, sondern stellt jedes Gesetz auf den Prüfstand der Vernunft. Nur ein Gesetz, das die Freiheit der Menschen begründet und fördert, ist anzuerkennen. Dies bedeutet im Umkehrschluss: Wo kein Gesetz ist, besteht auch keine Freiheit. Nur durch den Angriff von Locke und Rousseau gegen die erste Verteidigungslinie der absoluten Herrscher, gegen das Gottesgnadentum, wird die Freiheit und Gleichheit aller möglich. Es gibt jedoch noch eine zweite, mehr Verzögerungs- als Verteidigungslinie der Fürsten, wonach die Untertanen noch nicht nicht reif zur Freiheit sind. Dieser Auffassung schließen sich nach den Gräueltaten der Französischen Revolution viele große Geister an, auch Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller. Mit dieser Argumentation kann jedoch ein Volk nie in Freiheit gesetzt werden. Immanuel Kant durchschaut die Verzögerungstaktik, die auch von den deutschen Fürsten getragen wird, und fordert: „Man kann nur dann zur Freiheit reifen, wenn man vorher in Freiheit gesetzt wurde“. Dies bedeutet: Freiheit sofort! Auch bei Kant zeigt sich das Vertrauen auf die Vernunft und die Autonomie der Menschen, der nur solchen Gesetzen gehorchen muss, die er sich wohlverstanden selbst gegeben hat. Hingegen schränkt Rousseau die Vernunft der Individuen ein, da er dem Einzelwillen den Gesamtwillen des Staates entgegenstellt. Diejenigen, die den Gesamtwillen (volonté générale) nicht erkennen, haben im Ergebnis ein falsches Bewusstsein, diejenigen, die den volonté générale als Hebel ihrer Macht benutzen, bescheinigen sich ein wahres und richtiges Bewusstsein. Rousseau wollte mit diesem Konzept die Freiheit der Bürger erreichen, strebte den Liberalismus an und schaffte den Boden für einen faktischen Totalitarismus. Die Stärken und Schwächen Rousseaus sind die Stärken und Schwächen der Französischen Revolution.
Aktualisiert: 2021-09-12
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Die Inhumanität der Humanwissenschaften

Die Inhumanität der Humanwissenschaften von Driendl,  Johannes
Die Hoffnung, dass die Überlegungen von Immanuel Kant zur Würde des Menschen in der Philosophie auf lange Zeit wie eine „heilige Kuh“ unangetastet bleiben, hat sich schon nach kurzer Zeit zerschlagen. Arthur Schopenhauer greift die scheinbare Würde des Menschen als reale Eitelkeit an, mit der sich akademische Kreise und Professoren gerne schmücken, von der aber außerhalb der Lehrstühle niemand etwas weiß. Tiefer geht Friedrich Nietzsche, der aufzuweisen versucht, dass die gesamte abendländische Denkgeschichte eine Verfallsgeschichte menschlicher Würde ist. Damit war jedoch die Kantische Festung „Menschliche Würde“ noch nicht sturmreif geschossen. Anthropologie, Psychologie, Soziologie, Ethnologie und „Archäologie“ sehen den Menschen „Jenseits von Freiheit und Würde“ (Skinner), die Würde des Menschen hat selbst als Reliquie des Denkens ausgedient. Das Innenleben des Menschen bewegt sich danach zwischen Chaos, Einbildung und Selbstüberschätzung. Es müssen sich jedoch auch die Humanwissenschaften in gleicher Weise Fragen nach ihren wissenschaftlichen Voraussetzungen gefallen lassen. Holzschnittartig und mit dem Hammer argumentiert: Die Institutionen ersetzen bei Gehlen die Zucht des Dritten Reichs, Skinner beharrt unwissenschaftlich auf seiner engen Forschungsperspektive der Rattenähnlichkeit des Menschen, bei Parsons gerät vom Menschen nur noch ins Blickfeld, was von der Erwartungshaltung des Systems gefordert wird, die Ethnologie von Lévi-Strauss sieht bei ihren Fliegenbeinzählen keine Fliege mehr. Wer die Wirklichkeit nur noch in Strukturen sehen will (Foucault), sieht am Ende vor lauter Strukturen die Wirklichkeit nicht mehr.
Aktualisiert: 2021-07-22
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Burrhus F. Skinner Von der Social Media zur Apokalypse

Burrhus F. Skinner Von der Social Media zur Apokalypse von Driendl,  Johannes
Der Weg der ‚Social Media“ zur Apokalypse Der Einfluss der „Social Media“ auf die Gesellschaft, auf das Verhalten der Menschen, lässt sich schwer abschätzen, aber kaum überschätzen. Wenn Randalierer, die am 6. Januar 2021 ins Kapitol in Washington ein-dringen, Ihre Information über die gesamte politische und soziale Wirklichkeit aus den Twitterbotschaften von Donald Trump und ihm gewogener Fernsehsender wie „Fox News“ beziehen, sind sie buchstäblich konditioniert. Wie der berühmte Psychologe Burrhus F. Skinner seine Tauben belohnte, wenn sie zu einer Kugel blickte, bis er sie soweit hatte, dass sie mit der Kugel Pingpong spielten, so belohnte Trump seine Anhänger. „Ihr seid etwas Besonderes, ich liebe Euch“. Die Gefahren der „Social Media“ gehen jedoch weit über Trump hinaus. Deren Algorithmen berechnen das Verhalten ihrer User immer präziser, sodass diese nur noch - vermischt mit Werbung - mit Nachrichten gefüttert werden, die in ihre Erwartungshaltung passen. Es kommen nur noch bestätigende Informationen, die jede Lernbereitschaft abschwächen. Die Followers werden abhängig vom Anführer, dieser wieder von den Followers. Es wird eine virtuelle Welt voller Glück aufgebaut, in der sich die User ständig neue Anerkennungs- und Bestätigungserlebnisse holen können. Es wird daher immer schwer, aus dieser künstlichen Blase herauszufinden und noch schwerer, den Hintersinn der Algorithmen zu erfassen, der auf maximalen Kommerz ausgerichtet ist. Die Thesen von Burrhus F. Skinner in seinem Werk „Jenseits von Freiheit und Würde“ bedeuten zum einen, dass sich Menschen wie Ratten konditionieren und manipulieren lassen, zum andern, dass die Idee der Würde des Men-schen nur noch die Reliquie einer vergangenen Kultur ist.
Aktualisiert: 2021-07-08
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John Locke Revolutionen – Königswege zu Visionen

John Locke Revolutionen – Königswege zu Visionen von Driendl,  Johannes
Handbuch oder Anleitung für Revolutionäre Es gibt kein Handbuch für Revolutionen oder Revolutionäre, es gibt jedoch eine feste Denkabfolge, welche Schritte bei einer Revolution beachtet werden müssen. Echte Revolutionen haben einen humanen Rechtstitel, das Ziel einer menschenwürdigen Gesellschaft. Sie sind erst möglich durch eine radikale Gegenwartskritik und den korrespondierenden Auf-bau des Selbstwertes der Akteure. Die Gegenwartskritik wurde in der Vergangenheit durch die Naturzustandslehren (Hobbes, Lo-cke, Rousseau) verstärkt. Die Revolutionen folgen einem festen Mechanismus: Verstärkung des Leidensdrucks der Bevölkerung, Schuldzuweisung, Notwendigkeit eines Feindbildes, Steuerung der Empörung, Wut und Zorn und die Mobilisierung der Massen. Der Weg in die Zukunft führt über die Frage, welcher Mitteleinsatz (von Blumen bis zur Gewalt) gerechtfertigt ist. Können Visionen auch durch die zwischenzeitliche Aufhebung der Menschenwürde – Gewalt, Terror – erreicht werden? Sind Revolutionen Königswe-ge zu Visionen oder vielleicht nur Irrwege? Die Aussage „Wir waren alles, sind nichts mehr und können wie-der alles werden“ zündet den Turbo für Revolutionen. Die Den-ker Hobbes, Locke, Rousseau, Kant, Hegel und Marx bieten ein reichhaltiges Anschauungsmaterial. Damit ist auch der Blick auf die Englische, die Amerikanische, die Französische, die „1848’er“, die Russische (?) und die Friedliche Revolution in der DDR ge-weitet.
Aktualisiert: 2021-07-01
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