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Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021

Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021 von Kaufmann,  Thomas, Kunter,  Katharina
Am 18. April 1521 widerstand der Mönch und Professor aus Wittenberg der einschüchternden Macht von Kaiser und Papsttum. Er weigerte sich, seine Schriften zu widerrufen und berief sich auf sein Gewissen. Dieses Ereignis wurde nachfolgend zu einem Mythos des Protestantismus und Martin Luther wurde zu einem deutschen Helden verklärt. Die Idee der Gewissensfreiheit entfaltete eine unübersehbare Wirkung, die bis in unsere Gegenwart reicht und nicht nur Eingang in Grund- und Menschenrechte fand, sondern auch zum Katalysator für weitere Forderungen nach Freiheit, Toleranz und Bürgerrechten wurde. Luther wurde vielfältig zum Vorbild für eigenverantwortliches Handeln und die Verpflichtung auf das eigene Gewissen im Widerstand gegen Intoleranz, Rassismus und Gewalt. Anlässlich des 500-jährigen Jubiläums der Widerrufsverweigerung in Worms nimmt die Landesausstellung historische Persönlichkeiten in ihrem Kampf gegen Unterdrückung und Gewalt in den Blick wie Martin Luther King, Nelson Mandela, Sophie Scholl, Olympe de Gouges, Georg Büchner, Bartolomé de las Casas, Moses Mendelssohn oder Sebastian Castellio und veranschaulicht die Aktualität für unsere Gegenwart. Zahlreiche bedeutende Exponate, wie beispielsweise Kunsthandwerk, Gemälde, Druckgrafik, Kleidung, Schriftdokumente, Münzen und verschiedenste Gebrauchsgegenstände, bereichern die Ausstellung über Menschen und deren Eintreten für Rechte, die zu den bedeutendsten kulturellen Errungenschaften der Menschheit zählen. Der Katalog wird durch Aufsätze international renommierter Fachwissenschaftler ergänzt, die als Beiträge anlässlich der Tagung vom 16. bis 18. September 2019 in Worms „Hier stehe ich. Gewissen und Freiheit – Worms 1521“ entstanden.
Aktualisiert: 2021-09-24
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Energierecht an der Schnittstelle von öffentlichem und privatem Recht

Energierecht an der Schnittstelle von öffentlichem und privatem Recht von Milutin,  Sergey
Das Energierecht ist heutzutage einer der jüngsten und dynamischsten Bereiche des Rechts und der Gesetzgebung. Im Energiesektor zeigen sich zudem sowohl private als auch öffentliche Interessen in besonderer Weise. Eine besondere Rolle spielt dabei die Problematik der sicheren, zuverlässigen und erschwinglichen Energieversorgung - sowohl für die Bevölkerung als auch für die Wirtschaft. In dieser Abhandlung wird nicht nur grundlegende theoretische Untersuchung der öffentlichen und privaten Interessen in der Energiewirtschaft durchgeführt, sondern werden viele konzeptuelle Fragen aufgeworfen, wie zum Beispiel zur Rolle des Sozialstaates bei der Energieversorgung oder zum Recht auf Energie als Grundrecht. Diese Studie ist eine rechtsvergleichende Forschung zum deutschen und russischen Recht, was besonderes Interesse darstellt, da viele Themen im ersten Mal und nicht nur basierend auf deutsche, sondern auch auf der russischen Rechtslehre erforscht werden.
Aktualisiert: 2021-09-20
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KODEX Verfassungsrecht 2021/22 – inkl. App

KODEX Verfassungsrecht 2021/22 – inkl. App von Doralt,  Werner, Lanner,  Christoph
Bundes-Verfassungsgesetz, BekenntnisgemeinschaftenG, ORF-Gesetz, KommAustria-Gesetz, Presseförderungsgesetz, Minderheiten-Schulgesetz für Kärnten, Staatsbürgerschaftsgesetz, Parteiengesetz, Publizistikförderungsgesetz, Geschäftsordnungsgesetz, Unvereinbarkeits- undTransparenz-Gesetz, Bundesministeriengesetz, Finanzausgleichsgesetz, Bundesverwaltungsgerichtsgesetz, Verwaltungsgerichtsverfahrensgesetz, Verwaltungsrechtlichen COVID-19-Begleitgesetz, Verwaltungsgerichtshofgesetz, Volksanwaltschaftsgesetz
Aktualisiert: 2021-09-23
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Grundrechte

Grundrechte von Schmidt,  Rolf
Mit der vorliegenden Neuauflage wurde das Buch wieder auf den aktuellen Stand gebracht. Einzupflegen waren v.a. Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zu den Persönlichkeitsrechten, zum Konkurrenzverhältnis der Grundrechte der Europäischen Grundrechtecharta zu denen des Grundgesetzes, aber auch andere wichtige Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs, des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, des Bundesverfassungsgerichts, des Bundesgerichtshofs und von unterinstanzlichen Gerichten wie bspw.: EuGH 17.12.2020 – C-336/19 = NVwZ 2021, 219 (Rituelle Schlachtungen; Schächten) EuGH 15.7.2021 – C-804/18, C-341/19 = NZA 2021, 1085 (Kopftuchverbot im Arbeitsver-hältnis) BVerfG 5.5.2020 – 2 BvR 859/15 = BVerfG NJW 2020, 1647 (Kompetenzwidrigkeit der Beschlüsse der EZB zum Staatsanleihekaufprogramm; Anleihenkauf der EZB) BVerfG 7.7.2020 – 1 BvR 479/20 = NJW 2021, 297 (Volksverhetzung – „Frecher Judenfunktionär“) BVerfG 2.11.2020 – 1 BvR 2727/19 = NZA 2020, 1704 („Ugah, Ugah“) BVerfG 10.11.2020 – 1 BvR 3214/15 = NVwZ 2021, 226 (Antiterrordateigesetz II; Datamining) BVerfG 1.12.2020 – 2 BvR 1845/18, 2 BvR 2100/18 = BVerfG NJW 2021, 1518 (Europäischer Haftbefehl; Prüfungsmaßstab bei unionsrechtlich vollständig determinierten Rechtsfragen) BVerfG 1.12.2020 − 2 BvR 916/11, 2 BvR 636/12 = NStZ 2021, 348 (elektronische Aufenthaltsüberwachung) BVerfG 8.12.2020 – 1 BvR 117/16 (menschenunwürdige Unterbringung von Gefangenen) BVerfG 8.12.2020 – 1 BvR 149/16 = BayVBl 2021, 247 (Einzelhaftraum und Menschenwürde) BVerfG 8.12.2020 – 1 BvR 842/19 („FCK BFE“) BVerfG 9.12.2020 – 1 BvR 704/18 = NJW 2021, 1585 (keine Verpflichtung zur Veröffentli-chung einer Gegendarstellung) BVerfG 10.2.2021 – 2 BvL 8/19 = NJW 2021, 1222 (Vermögensabschöpfung) BVerfG 17.3.2021 – 2 BvR 194/20 (Brief in JVA) BVerfG 24.3.2021 – 1 BvR 2656/18 = NJW 2021, 1723 (Klimaschutzgesetz) BVerfG 27.4.2021 – 2 BvR 206/14 = NVwZ 2021, 1211 (Zulassung für ein Tierarzneimittel) BVerfG 8.6.2021 – 2 BvR 1866/17, 2 BvR 1314/18 (Zwangsbehandlung bei Unterbringung im psychiatrischen Krankenhaus) BVerwG 12.12.2019 – 8 C 8.19 = NZA 2020, 677 (kein Grundrechtsschutz für überwiegend von öffentlicher Hand getragenen Arbeitgeberverband) BVerwG 15.7.2020 – 6 C 25.19 = ZUM-RD 2020, 677 (zur Grundrechtsträgereigenschaft einer Landesmedienanstalt) BVerwG 15.7.2020 – 6 C 6.19 = K&R 2020, 853 (zur Klagebefugnis der Landesmedienanstalten) BVerwG 12.11.2020 – 2 C 5.19 = NVwZ 2021, 411 (Tragen eines Kopftuchs durch Rechtsreferendarin) BVerwG 17.2.2021 – 7 C 3.20 = NVwZ 2021, 984 (kein Drittschutz der Natura-2000-Vorschriften zugunsten des Eigentümers geschützter Flächen) BGH 7.7.2020 – VI ZR 250/19 = FamRZ 2020, 1847 (Wort- und Bildberichterstattung im Internet über das Scheidungsverfahren einer bekannten deutschen Schauspielerin) BGH 27.7.2020 – VI ZR 405/18 = NJW 2020, 3436 (Löschungsanspruch ggü Google) BGH 21.1.2021 – I ZR 120/19 = NJW 2021, 1303 (unzulässige Nutzung eines Prominentenbildes als „Klickköder“ – Clickbaiting) BGH 21.1.2021 – I ZR 207/19 = NJW 2021, 1311 (Bebilderung eines Artikels mit symbolhaftem Prominentenfoto – „Urlaubslotto“) BGH 5.5.2021 – VII ZR 78/20 = MDR 2021, 920 (Altersdiskriminierung beim Versagen des Zutritts zu einem Musikfestival) BGH 29.7.2021 – III ZR 192/20, III ZR 179/20 (Entfernungs- und Sperrungsvorbehalte in Geschäftsbedingungen eines Betreibers von sozialen Medien) BayObLG 4.11.2020 – 206 StRR 1461/19 = MedR 2021, 460 (missbräuchliche Anwendung von Fortpflanzungstechniken) OVG Hamburg 18.8.2020 – 4 Bf 160/19 = NVwZ-RR 2021, 322 (zum Begriff der „Wohnung“ bei in einer Gemeinschaftsunterkunft zugewiesenen Räumen) OVG Lüneburg 6.10.2020 – 11 LC 149/16 = NordÖR 2021, 200 (rechtswidrige polizeiliche Videoüberwachung) OVG Berlin-Brandenburg 28.12.2020 – 11 S 134.20, 11 S 135.20, 11 S 136.20 (Böllerverbot zum Jahreswechsel 2020/2021) OVG Münster 20.5.2021 – 8 B 1967/20 (Tragen eines Niqab beim Autofahren) OLG Frankfurt 4.2.2021 – 16 U 47/20 = K&R 2021, 426 (identifizierende Berichterstattung über Mitglied der „Pick-Up-Artist-Szene” zulässig) OLG Frankfurt 11.5.2021 – 16 W 8/21 = K&R 2021, 596 („riesiger Shitstorm“ als Tatsachenbehauptung) OLG Hamm 1.6.2021 – III-3 RVs 19/21 (Leugnung des Holocaust) VG Hamburg 6.8.2020 – 3 E 3336/20 = COVuR 2020, 483 (keine Maskenpflicht im Schulun-terricht) VG Berlin 7.8.2020 – 14 L 234/20 = COVuR 2020, 485 (kein Mindestabstand in Schulen) LG München I 17.11.2020 – 33 O 16274/19 = K&R 2021, 141 (Wettbewerbswidrigkeit des Onlineportals der Stadt München)
Aktualisiert: 2021-09-23
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Einfluss der Landesverfassungen und ausländischer Verfassungen auf die Grundrechte des Grundgesetzes

Einfluss der Landesverfassungen und ausländischer Verfassungen auf die Grundrechte des Grundgesetzes von Schulze,  Florian
Dass die westliche Verfassungstradition und die Weimarer Reichsverfassung einen Einfluss auf die Entstehung der Grundrechte des Grundgesetzes hatten, ist ein Allgemeinplatz, der stets im Ungefähren blieb. Das vorliegende Werk geht über diesen Allgemeinplatz hinaus. Die maßgeblichen Persönlichkeiten werden herausgearbeitet und die unterschiedlichen Verfassungstexte und Urkunden mithilfe einer methodischen Betrachtung gegenübergestellt und miteinander verglichen. Aus dem Zusammenspiel von personeller Kontinuität und materiell rechtlichen Übereinstimmungen können eine Vielzahl von Vorbildwirkungen nachgewiesen werden, wobei insbesondere die – oftmals verkannten – vorgrundgesetzlichen Landesverfassungen eine wesentliche Rolle spielen.
Aktualisiert: 2021-09-23
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Die unheilbar Gesunden

Die unheilbar Gesunden von Heni,  Clemens, Sperl,  Oliver
Dieses Buch möchte Hoffnung machen auf ein Ende der präzedenzlosen Demokratiekrise, die wir seit März 2020 erleben. Während andere Länder Masken-, Test- und Impfwahn abschwören, wird in Deutschland der Ausnahmezustand verlängert. Der erfahrene Buchautor zeigt, dass man auch mit Witz und intellektuellem Esprit dem Geist der Zeit auf den Zahn fühlen kann. Wenn Sie wissen wollen, wie quasi schon 1988 die ganze Krise analysiert wurde, lesen Sie dieses Buch.
Aktualisiert: 2021-09-16
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GegenStandpunkt 3-21

GegenStandpunkt 3-21
Irgendein japanischer John Doe hatte mal eine Kritik am Geld. Nicht die, dass man als Ottonormalmensch immerzu zu wenig davon hat und lang und mühsam für es arbeiten muss, um es sich zu verdienen. Dass es mit seinen Kursschwankungen für den privaten Zahlungsverkehr nicht verlässlich funktioniert, ja ‚uns allen‘, die wir mit dem Geld zahlen und tauschen wollen, gar nicht richtig gehört, weil lauter Instanzen von der Zentralbank bis zum Spekulanten eingemischt sind und es missbrauchen – so lautete seine Kritik, und die Lösung war ganz einfach: Er erfindet im Internet an den verteufelten Instanzen vorbei ein freies Geld für freie Bürger und tauft es auf den Namen Bitcoin. Wenige Jahre später erklären einem die Börsenprofis aus Funk und Fernsehen, was für ein spannendes Anlageobjekt der Bitcoin mit seinen Kurssprüngen doch ist, von dem man als Ottonormalmensch allerdings besser die Finger lassen sollte. Wer hingegen genug Geld übrig hat, auf das er zum Bezahlen gerade nicht angewiesen ist, kann mit der Spekulation auf dieses seltsame Etwas, das der Finanzkritiker da in die Welt gesetzt hat, mit etwas Glück stinkreich werden. Offenbar ist das Geld doch für etwas anderes da, als die Kritiker des Staatsgeldes meinen. Die Karriere des Bitcoin von der digitalen Ausgeburt einer falschen Kritik am Geld des Staates hin zum Spekulationsobjekt erklärt unser Artikel. * Das deutsche Grundgesetz genießt einen durchgehend guten Ruf. Das ist eine super Sache, da sind sich alle politischen Lager von queer bis quer einig, wenn sie sich für ihre Anliegen auf es berufen. Dem tut es keinen Abbruch, dass die Allermeisten sich auf Nachfrage hart damit tun würden, mehr über den Inhalt seiner 146 Artikel kundzutun als ausgewählte Kalauer an Grundrechten aus den ersten paar Seiten. Die restlichen 130 Artikel spielen für den guten Ruf des Grundgesetzes offenbar keine Rolle. Kein Wunder, denn spätestens dieser große Rest beweist das glatte Gegenteil dessen, wovon das Lob dieses Schriftstückes lebt: Die Satzung des Staates präsentiert die bis ins Kleinste geregelten Organisationsfragen einer politischen Monopolgewalt, die sich außerdem die Ideologie schuldig ist, die das Grundgesetz in seinen ersten Artikeln elaboriert und die ihm seinen unverdienten Ruf einträgt: Das Volk höchstselbst habe sich hier eine Verfassung gegeben und den Staat als Diener am Volkswillen über sich installiert. * Dass Russland ein Problem für uns, den Westen, ist, hört man jeden Tag. Putins Russland, eine Mischung aus zaristisch-sowjetischem Alt- und kaltem geostrategischen Neo-Imperialismus, wird immer aggressiver und kriegerischer. Dagegen gilt es sich zu verteidigen. Die politischen und militärischen Aktivisten dieses Feindbildes widerlegen es mit ihrer praktizierten Feindschaft jeden Tag. Ihren Worten und Taten ist durchaus zu entnehmen, dass Amerikas Programm nicht darin besteht, sich gegen ein immer übergriffigeres Russland zur Wehr zu setzen, sondern darin, es als rivalisierende, ja überhaupt als respektable Macht endlich loszuwerden. Dazu betreiben alte wie neue US-Präsidenten Gipfeltreffen und Rüstungsdiplomatie und unterhalten mit der kaputtgewirtschafteten Ukraine einen Vorposten ihrer ausgreifenden strategischen Einkreisung Russlands.
Aktualisiert: 2021-09-15
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GegenStandpunkt 3-21

GegenStandpunkt 3-21
Irgendein japanischer John Doe hatte mal eine Kritik am Geld. Nicht die, dass man als Ottonormalmensch immerzu zu wenig davon hat und lang und mühsam für es arbeiten muss, um es sich zu verdienen. Dass es mit seinen Kursschwankungen für den privaten Zahlungsverkehr nicht verlässlich funktioniert, ja ‚uns allen‘, die wir mit dem Geld zahlen und tauschen wollen, gar nicht richtig gehört, weil lauter Instanzen von der Zentralbank bis zum Spekulanten eingemischt sind und es missbrauchen – so lautete seine Kritik, und die Lösung war ganz einfach: Er erfindet im Internet an den verteufelten Instanzen vorbei ein freies Geld für freie Bürger und tauft es auf den Namen Bitcoin. Wenige Jahre später erklären einem die Börsenprofis aus Funk und Fernsehen, was für ein spannendes Anlageobjekt der Bitcoin mit seinen Kurssprüngen doch ist, von dem man als Ottonormalmensch allerdings besser die Finger lassen sollte. Wer hingegen genug Geld übrig hat, auf das er zum Bezahlen gerade nicht angewiesen ist, kann mit der Spekulation auf dieses seltsame Etwas, das der Finanzkritiker da in die Welt gesetzt hat, mit etwas Glück stinkreich werden. Offenbar ist das Geld doch für etwas anderes da, als die Kritiker des Staatsgeldes meinen. Die Karriere des Bitcoin von der digitalen Ausgeburt einer falschen Kritik am Geld des Staates hin zum Spekulationsobjekt erklärt unser Artikel. * Das deutsche Grundgesetz genießt einen durchgehend guten Ruf. Das ist eine super Sache, da sind sich alle politischen Lager von queer bis quer einig, wenn sie sich für ihre Anliegen auf es berufen. Dem tut es keinen Abbruch, dass die Allermeisten sich auf Nachfrage hart damit tun würden, mehr über den Inhalt seiner 146 Artikel kundzutun als ausgewählte Kalauer an Grundrechten aus den ersten paar Seiten. Die restlichen 130 Artikel spielen für den guten Ruf des Grundgesetzes offenbar keine Rolle. Kein Wunder, denn spätestens dieser große Rest beweist das glatte Gegenteil dessen, wovon das Lob dieses Schriftstückes lebt: Die Satzung des Staates präsentiert die bis ins Kleinste geregelten Organisationsfragen einer politischen Monopolgewalt, die sich außerdem die Ideologie schuldig ist, die das Grundgesetz in seinen ersten Artikeln elaboriert und die ihm seinen unverdienten Ruf einträgt: Das Volk höchstselbst habe sich hier eine Verfassung gegeben und den Staat als Diener am Volkswillen über sich installiert. * Dass Russland ein Problem für uns, den Westen, ist, hört man jeden Tag. Putins Russland, eine Mischung aus zaristisch-sowjetischem Alt- und kaltem geostrategischen Neo-Imperialismus, wird immer aggressiver und kriegerischer. Dagegen gilt es sich zu verteidigen. Die politischen und militärischen Aktivisten dieses Feindbildes widerlegen es mit ihrer praktizierten Feindschaft jeden Tag. Ihren Worten und Taten ist durchaus zu entnehmen, dass Amerikas Programm nicht darin besteht, sich gegen ein immer übergriffigeres Russland zur Wehr zu setzen, sondern darin, es als rivalisierende, ja überhaupt als respektable Macht endlich loszuwerden. Dazu betreiben alte wie neue US-Präsidenten Gipfeltreffen und Rüstungsdiplomatie und unterhalten mit der kaputtgewirtschafteten Ukraine einen Vorposten ihrer ausgreifenden strategischen Einkreisung Russlands.
Aktualisiert: 2021-09-15
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GegenStandpunkt 3-21

GegenStandpunkt 3-21
Irgendein japanischer John Doe hatte mal eine Kritik am Geld. Nicht die, dass man als Ottonormalmensch immerzu zu wenig davon hat und lang und mühsam für es arbeiten muss, um es sich zu verdienen. Dass es mit seinen Kursschwankungen für den privaten Zahlungsverkehr nicht verlässlich funktioniert, ja ‚uns allen‘, die wir mit dem Geld zahlen und tauschen wollen, gar nicht richtig gehört, weil lauter Instanzen von der Zentralbank bis zum Spekulanten eingemischt sind und es missbrauchen – so lautete seine Kritik, und die Lösung war ganz einfach: Er erfindet im Internet an den verteufelten Instanzen vorbei ein freies Geld für freie Bürger und tauft es auf den Namen Bitcoin. Wenige Jahre später erklären einem die Börsenprofis aus Funk und Fernsehen, was für ein spannendes Anlageobjekt der Bitcoin mit seinen Kurssprüngen doch ist, von dem man als Ottonormalmensch allerdings besser die Finger lassen sollte. Wer hingegen genug Geld übrig hat, auf das er zum Bezahlen gerade nicht angewiesen ist, kann mit der Spekulation auf dieses seltsame Etwas, das der Finanzkritiker da in die Welt gesetzt hat, mit etwas Glück stinkreich werden. Offenbar ist das Geld doch für etwas anderes da, als die Kritiker des Staatsgeldes meinen. Die Karriere des Bitcoin von der digitalen Ausgeburt einer falschen Kritik am Geld des Staates hin zum Spekulationsobjekt erklärt unser Artikel. * Das deutsche Grundgesetz genießt einen durchgehend guten Ruf. Das ist eine super Sache, da sind sich alle politischen Lager von queer bis quer einig, wenn sie sich für ihre Anliegen auf es berufen. Dem tut es keinen Abbruch, dass die Allermeisten sich auf Nachfrage hart damit tun würden, mehr über den Inhalt seiner 146 Artikel kundzutun als ausgewählte Kalauer an Grundrechten aus den ersten paar Seiten. Die restlichen 130 Artikel spielen für den guten Ruf des Grundgesetzes offenbar keine Rolle. Kein Wunder, denn spätestens dieser große Rest beweist das glatte Gegenteil dessen, wovon das Lob dieses Schriftstückes lebt: Die Satzung des Staates präsentiert die bis ins Kleinste geregelten Organisationsfragen einer politischen Monopolgewalt, die sich außerdem die Ideologie schuldig ist, die das Grundgesetz in seinen ersten Artikeln elaboriert und die ihm seinen unverdienten Ruf einträgt: Das Volk höchstselbst habe sich hier eine Verfassung gegeben und den Staat als Diener am Volkswillen über sich installiert. * Dass Russland ein Problem für uns, den Westen, ist, hört man jeden Tag. Putins Russland, eine Mischung aus zaristisch-sowjetischem Alt- und kaltem geostrategischen Neo-Imperialismus, wird immer aggressiver und kriegerischer. Dagegen gilt es sich zu verteidigen. Die politischen und militärischen Aktivisten dieses Feindbildes widerlegen es mit ihrer praktizierten Feindschaft jeden Tag. Ihren Worten und Taten ist durchaus zu entnehmen, dass Amerikas Programm nicht darin besteht, sich gegen ein immer übergriffigeres Russland zur Wehr zu setzen, sondern darin, es als rivalisierende, ja überhaupt als respektable Macht endlich loszuwerden. Dazu betreiben alte wie neue US-Präsidenten Gipfeltreffen und Rüstungsdiplomatie und unterhalten mit der kaputtgewirtschafteten Ukraine einen Vorposten ihrer ausgreifenden strategischen Einkreisung Russlands.
Aktualisiert: 2021-09-15
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