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Implizite Krankheitstheorien der Depression im Kulturvergleich

Implizite Krankheitstheorien der Depression im Kulturvergleich von Sosnovskaya,  Nadezda
Wenn Menschen von Gefühlen fortwährender Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Lustlosigkeit und Erschöpfung berichten, kann dies aus klinischer Sicht auf eine Depression - eine psychische Störung - hindeuten. Doch würden sich dieser Einschätzung auch die "Betroffenen" anschließen? Immerhin wird Melancholie in der Kunst- und Kulturgeschichte auch mit Erhabenheit und Ästhetik assoziiert. Kann sie also für den Einen schön und produktiv, und für den Anderen behandlungsbedürftig und lähmend sein? Und könnte dies nicht auch ein Grund dafür sein, dass Menschen aus verschiedenen Kulturen unterschiedlich oft an Depression erkranken bzw. unterschiedlich oft dazu einen Arzt konsultieren? Mit anderen Worten: leiden Menschen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund anders, nehmen sie Symptome unterschiedlich wahr? Auf der Suche nach kulturell geprägten Persönlichkeitstypen mit depressiven Beschwerden umzugehen, spannt die Autorin einen Bogen von der Antike bis hin zur aktuellen psychologischen Forschung unter Anwendung von Rasch-Modellen. Hierzu greift sie auf Quellen aus Literatur, Kunst, Philosophie sowie internationaler Forschung zurück und analysiert diese eingehend. Das forschungsmethodische Kapitel setzt sich dann mit der Konstruktion eines Testinventars zur Messung "impliziter Krankheitstheorien der Depression" in russischer und deutscher Sprache auseinander. Einer Facette dieses Konstruktes - der "Symptombedrohlichkeit" - wird dabei besondere Aufmerksamkeit zuteil. Ergänzt wird das Testinventar durch die Depressionsscreeninginstrumente - Allgemeine Depressionsskala (ADS-L) und Schmurovs Skala -, welche jeweils ins Russische bzw. ins Deutsche übertragen wurden. Befragt wurden n=105 russische Migranten und n=102 deutschen Probanden. Einen Teil der Gesamtstichprobe bilden depressive Patienten. Die gewonnen Daten wurden u.a. mittels einer Latent Class Analyse (LCA) ausgewertet. Gefunden wurden drei latente Klassen bzw. drei Typenprofile impliziter Krankheitstheoretiker: die "Optimisten", die "Unbekümmerten" und die "Experten". Die ersteren beiden waren in der deutschen respektive russischen gesunden Stichprobe prävalent, die letztere vorwiegend unter Patienten beider Nationalitäten. Kulturelle Unterschiede in der Symptomwahrnehmung depressiver Beschwerden manifestierten sich nur bei gesunden Personen. Bei stationär aufgenommenen Patienten traten kulturelle Charakteristika entsprechend weniger zutage, was vermutlich auf einen Selbstselektionseffekt zurückzuführen ist. Die Ergebnisse werden ausführlich unter Beachtung der aktuellen klinischen Forschung diskutiert.
Aktualisiert: 2019-12-20
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Fähigkeitsbeeinträchtigungen bei psychischen Erkrankungen

Fähigkeitsbeeinträchtigungen bei psychischen Erkrankungen von Baron,  Dr. Stefanie, Corsten,  Dr. Margarete, Linden,  Prof. Dr. Michael, Muschalla,  Dr. Beate
Krankheit geht nicht nur mit Beschwerden und Symptomen einher, sondern auch mit Fähigkeitseinschränkungen. Diese dienen nicht nur als Diagnosekriterien, sie bestimmen vor allem aber über das Ausmaß der Krankheitsfolgen und damit die Schwere und sozialmedizinische Wertigkeit von Krankheiten. Auf Fähigkeitsbeeinträchtigungen basieren Urteile über Arbeitsfähigkeit, Erwerbsminderung, Leistungen zur Teilhabe oder Pflegebedürftigkeit. Die detaillierte Beschreibung von Fähigkeiten hat unmittelbare Bedeutung für die Patientenversorgung. Fähigkeiten sind besonders wichtig in der Diagnostik psychischer Störungen, zur Beurteilung von Krankheitsfolgen, für die sozialmedizinische Begutachtung und für die Therapie. Es gibt speziell fähigkeitsorientierte Behandlungsansätze wie Selbstsicherheitstraining oder ein Training beruflicher Fähigkeiten im Rahmen von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. In diesem Buch wird dargestellt, was unter Fähigkeiten zu verstehen ist, wie sie zu erfassen und zu quantifizieren sind, welche Bedeutung ihnen bei psychischen Erkrankungen zukommt und welche therapeutischen und sozialmedizinischen Folgen daraus erwachsen. Dies geschieht in Bezug zum Mini-ICF-APP, einem Fremdratinginstrument, das ermöglicht, psychopathologiesensitive Fähigkeitsbeeinträchtigungen zu erfassen und zu quantifizieren.
Aktualisiert: 2021-11-29
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Zeitschrift für Gesundheitspsychologie

Zeitschrift für Gesundheitspsychologie von Klauer,  Thomas, Knoll,  Nina, Schwarzer,  Ralf
Die "Zeitschrift für Gesundheitspsychologie" wurde gegründet, um dem raschen Anwachsen gesundheitspsychologischer Forschung sowie deren Relevanz für verschiedene Anwendungsfelder gerecht zu werden. Gesundheitspsychologie versteht sich als wissenschaftlicher Beitrag der Psychologie zur Förderung und Erhaltung von Gesundheit, zur Verhütung und Behandlung von Krankheiten, zur Bestimmung von Risikoverhaltensweisen, zur Diagnose und Ursachenbestimmung von gesundheitlichen Störungen sowie zur Verbessung des Systems gesundheitlicher Vorsorge. Die Zeitschrift für Gesundheitspsychologie will Theorie und Anwendung psychologischer Ansätze bei der Analyse von Gesundheit und Krankheit fördern. Dazu werden Ergebnisse empirischer bzw. experimenteller Analysen ebenso publiziert wie fundierte, anwendungsorientierte Beiträge, methodische Entwicklungen sowie umfassende, kritische Literaturanalysen.
Aktualisiert: 2021-11-29
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Halbtagsjobber?

Halbtagsjobber? von Schaarschmidt,  Uwe
Im Ergebnis der Potsdamer Lehrerstudie wird eine Analyse der psychischen Gesundheit im Lehrerberuf vorgelegt, die ein bedenkliches Bild und dringlichen Handlungsbedarf erkennen lässt. Möglichkeiten und Wege zur Veränderung werden aufgezeigt. In der öffentlichen Meinung, auch in Äußerungen mancher Politiker, existiert noch immer das Bild vom Lehrer als beneidenswerter Halbtagsjobber. Die Berufsrealität ist jedoch anders. Ohne Frage ist die Lehrerschaft erheblichen Belastungen ausgesetzt, was sich nicht zuletzt in alarmierenden Zahlen von Dienstunfähigkeit und vorzeitiger Pensionierung auf Grund psychischer und psychosomatischer Probleme ausdrückt. Mit den Ergebnissen der Potsdamer Lehrerstudie, die in diesem Buch dargestellt sind, wird eine fundierte Zustandsanalyse vorgelegt. Gestützt auf die Untersuchung von nahezu 8000 Lehrerinnen und Lehrern und von ebenso vielen Vergleichspersonen aus anderen Berufen lässt die Studie in der Tat ein bedenkliches Bild und dringlichen Handlungsbedarf erkennen. Ausgehend von einem ressourcenorientierten Ansatz fragen die Potsdamer Forscher nach dem persönlichen Stil der arbeitsbezogenen Belastungsbewältigung, wobei sie gesundheitsfördernde und -schädigende Beanspruchungsmuster unterscheiden. Der berufsübergreifende Mustervergleich macht deutlich, dass für die Lehrerschaft höhere gesundheitliche Risiken als für andere Berufsgruppen vorliegen - und dies auch bei Berücksichtigung regionaler sowie geschlechts- und altersspezifischer Unterschiede. Im Weiteren werden Zusammenhänge der individuellen Beanspruchungsmuster mit schulischen Bedingungen und persönlichen Voraussetzungen für den Lehrerberuf betrachtet. Damit wird auch die Brücke zur Intervention geschlagen. Das Buch bleibt also nicht beim Konstatieren eines problematischen Zustandes stehen. Es zeigt zugleich Ansatzpunkte und Wege zu dessen Veränderung auf.
Aktualisiert: 2020-09-29
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