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Gewalt und Anmut

Gewalt und Anmut von van Marwyck,  Mareen
In der Literatur und Ästhetik um 1800 ist »Anmut« nicht nur Bewegungsschönheit und Ausdruck weiblicher Sittlichkeit. Sie ist, so zeigt diese Studie, zugleich eine Form der Ästhetisierung und Heroisierung weiblicher Gewalt. Als alternativer Topos zum männlich codierten Erhabenen etabliert sich in Texten wie Schillers »Jungfrau von Orleans« und Kleists »Penthesilea« eine Ästhetik graziöser Kampftänze, die bis zum zeitgenössischen Actionfilm die Inszenierung weiblichen Heldentums prägt. Die anmutige Gewaltästhetik stellt nicht nur eine prekäre Verschränkung bürgerlicher Weiblichkeit mit militärischem Handeln dar, sondern unterläuft zugleich die »doppelte Ästhetik« eines harmonischen Schönen und eines gewaltsamen Erhabenen. Die Aufhebung dieser Dualität steht jedoch nur scheinbar im Widerspruch zu den Theorien des 18. Jahrhunderts - sie ist vielmehr in den Anmutskonzeptionen selbst angelegt und wird zudem durch die Ästhetik der europäischen Fechtkunst vorbereitet. Mit einem diskursanalytischen Verfahren erforscht Mareen van Marwyck die gewaltästhetisierenden und -heroisierenden Mechanismen der Anmut und eröffnet damit eine neue Perspektive auf die Inszenierung weiblichen Heldentums und das Verhältnis von Gewalt und Ästhetik im ausgehenden 18. Jahrhundert.
Aktualisiert: 2022-12-02
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Transit-Orte in der Literatur

Transit-Orte in der Literatur von Wilhelmer,  Lars
Hotelzimmer, Bahnhöfe, Flughafenterminals: Orte wie diese sind längst Teil unseres Alltags. Es sind Transit-Orte - Orte, an denen wir uns aufhalten, ohne zu bleiben. Marc Augé nennt sie »Nicht-Orte«, Peter Sloterdijk »Niemandsorte«. Nichts und niemand also, worüber es zu schreiben lohnte? Das Gegenteil beweisen zahlreiche Autorinnen und Autoren der literarischen Moderne, die Transit-Orte zum Gegenstand und zum Moment der Strukturierung ihrer Texte machen. Lars Wilhelmer zeigt: Im Zeitalter von Globalisierung und Mobilität bieten diese Orte, verschmolzen zu hyperkulturellen Transit-Räumen, das, was konventionelle Orte längst nicht mehr bieten können - einen Halt, eine Zuflucht.
Aktualisiert: 2022-12-02
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Liebe als universales Prinzip bei Frauenlob

Liebe als universales Prinzip bei Frauenlob von Steinmetz,  Ralf-Henning
Die Münchener Texte und Untersuchungen zur deutschen Literatur des Mittelalters (MTU), seit Band 102 beim Max Niemeyer Verlag, machen bisher nicht oder ungenügend erschlossene Texte, Stoffe und Gattungen zugänglich. Neben höfischem und Heldenepos und der Lieddichtung des Hohen und Späten Mittelalters sind vor allem auch Prosaschriften des weltlichen und geistlichen Bereichs, vom theologischen Traktat über die Mystik bis zum Spiel und zur Sachliteratur aus der mittelalterlichen Alltagswelt vertreten.Die Auswahl der publizierten Werke besorgt ein internationales Gremium von Mediävisten verschiedener Disziplinen.
Aktualisiert: 2022-11-25
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Zeitschrift für interkulturelle Germanistik

Zeitschrift für interkulturelle Germanistik von Heimböckel,  Dieter, Hess-Lüttich,  Ernest W. B., Mein,  Georg, Sieburg,  Heinz
Das Themenheft 2014 der »Zeitschrift für interkulturelle Germanistik«, herausgegeben von Irina Wutsdorff (Tübingen) und Stepan Zbytovsky (Prag), ist dem Thema »Übersetzen. Praktiken kulturellen Transfers am Beispiel Prags« gewidmet. Das Prag der Jahrhundertwende und des beginnenden 20. Jahrhunderts war ein Ort mehrerer Sprachen, Ethnien und kultureller Orientierungen. Die Beiträge zeigen: Dem Übersetzen nicht nur als Akt der Vermittlung oder Adaption, sondern auch der Transformation, möglicherweise der Usurpation, schließlich der Verfremdung oder gar Ablehnung kommt in einer derartigen Konstellation eine entscheidende Rolle zu. Denn jede kulturelle Positionierung innerhalb dieses polyvalenten Geflechts erfolgt geradezu zwangsläufig in Aneignung oder Abgrenzung von anderen Optionen. Übersetzen wird deshalb neueren kulturwissenschaftlichen Ansätzen entsprechend in einem breiten Sinn als Praxis kulturellen Transfers verstanden.
Aktualisiert: 2022-12-02
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Weiterlesen

Weiterlesen von Bergermann,  Ulrike, Strowick,  Elisabeth
Der Band analysiert das Verhältnis von Literatur und Wissen ausgehend von einer Auffassung von Literatur, die diese nicht als zu erkennenden Gegenstand oder zu definierendes Objekt, sondern als ihrerseits Theorie und Wissen produzierende Rede betrachtet, welche sich immer schon im Austausch mit anderen Feldern des Wissens befindet. Angesichts des spezifischen epistemologischen Status ihres »Gegenstandes« ist Literaturwissenschaft zu unablässiger Selbstreflexion aufgefordert. »Literatur und Wissen« wird hier als Formel für eine theoretische und methodische Unruhe verstanden - als eine Praxis des konsequenten In-Frage-Stellens des Gegenstandsbereiches, der Verfahren, Darstellungsweisen und Situierung von Literaturwissenschaft. Anhand literarischer Texte und anderer medialer Inszenierungen unternehmen die Beiträge des Bandes je singuläre Grenzgänge zwischen Literatur und Wissen. Sie behandeln Themen wie Intellektualität, Entortung von Sprache, theatralische Rede, Inszenierungsformate, Institutionalisierungen von Wissen, Dialoge und Dialogizität, Wunder und Macht sowie Text-Bild-Verhältnisse - und in allen geht es um das Wissen von und der Literatur. »Weiterlesen« insistiert dabei auf Konstellationen, Verschiebungen, Unterbrechungen, Fortsetzungen der Lektüre, die weniger auf das Finden einer neuen Stelle aus sind als auf die nochmalige Lektüre derselben, die eben damit nicht mehr dieselbe wäre. Es ist dies ein rhythmisiertes, von Literatur affiziertes Lektüreverfahren, wie es Marianne Schuller in ihren Arbeiten entwickelt hat. Der Band ist ihr als Festschrift gewidmet.
Aktualisiert: 2022-12-02
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Johann Ch. Gottsched: Ausgewählte Werke. Deutsche Sprachkunst / Deutsche Sprachkunst. Zweiter Teil

Johann Ch. Gottsched: Ausgewählte Werke. Deutsche Sprachkunst / Deutsche Sprachkunst. Zweiter Teil von Gottsched,  Johann Christoph, Mitchell,  P. M., Penzl,  Herbert
Frontmatter -- Der deutschen Sprachkunst III. Theil. Die Wortfügung -- Der deutschen Sprachkunst IV. Theil. Die Tonmessung -- I. Anhang. Erörterung der orthographischen Frage: Ob man Deutsch oder Teutsch schreiben solle? -- II. Anhang. Der entschiedene Rechtshandel der doppelten Buchstaben -- III. Anhang. Schreiben an die sel. Frau Prof. Gottschedinn -- I. Register. Verzeichniß der erklärten Kunstwörter -- III. Register der vornehmsten Sachen -- Inhalt -- Backmatter
Aktualisiert: 2022-10-17
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Georg Wickram: Sämtliche Werke / Die sieben Hauptlaster

Georg Wickram: Sämtliche Werke / Die sieben Hauptlaster von Roloff,  Hans-Gert, Wickram,  Georg
Die Reihe „Ausgaben Deutscher Literatur des VV. bis XVIII. Jahrhunderts" startete 1967 mit dem Ziel, zur besseren Textkenntnis der vernachlässigten mittleren deutschen und neulateinischen Literatur beizutragen. In der Reihe erscheinen kritische Gesamtausgaben - in einzelnen Fällen auch Auswahlausgaben – der Werke bedeutender Autoren. Die Ausgaben werden in Textbände und Realienbände aufgeteilt. Sie enthalten neben dem Textcorpus, einem kritischen Apparat und einem ausführlichen wissenschaftlichen Apparat auch – soweit vorhanden – Briefwechsel, Tagebücher, Gespräche, Zeugnisse der Zeitgenossen zu Person und Werk des Autors, Bildnisse usw. Daneben gibt es Dokumentationsreihen, in denen einzelne historisch interessante Texte zu einem repräsentativen Überblick über ihre Gattung zusammengestellt sind (Beispiele hierfür sind die Reihen ‚Drama‘ und ‚Roman‘).
Aktualisiert: 2022-10-17
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Geselligkeiten

Geselligkeiten von Peter,  Emanuel
Die Reihe Studien zur deutschen Literatur präsentiert herausragende Untersuchungen zur deutschsprachigen Literatur von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. Offen besonders auch für komparatistische, kulturwissenschaftliche und wissensgeschichtliche Fragestellungen, bietet sie ein traditionsreiches Forum für innovative literaturwissenschaftliche Forschung.
Aktualisiert: 2022-10-17
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Philipp von Zesen: Sämtliche Werke. Historische Schriften / Historische Schriften. Zweiter Teil

Philipp von Zesen: Sämtliche Werke. Historische Schriften / Historische Schriften. Zweiter Teil von Ingen,  Ferdinand van, Zesen,  Philipp von
Die Reihe „Ausgaben Deutscher Literatur des XV. bis XVIII. Jahrhunderts" startete 1967 mit dem Ziel, zur besseren Textkenntnis der vernachlässigten mittleren deutschen und neulateinischen Literatur beizutragen. In der Reihe erscheinen kritische Gesamtausgaben - in einzelnen Fällen auch Auswahlausgaben – der Werke bedeutender Autoren. Die Ausgaben werden in Textbände und Realienbände aufgeteilt. Sie enthalten neben dem Textcorpus, einem kritischen Apparat und einem ausführlichen wissenschaftlichen Apparat auch – soweit vorhanden – Briefwechsel, Tagebücher, Gespräche, Zeugnisse der Zeitgenossen zu Person und Werk des Autors, Bildnisse usw. Daneben gibt es Dokumentationsreihen, in denen einzelne historisch interessante Texte zu einem repräsentativen Überblick über ihre Gattung zusammengestellt sind (Beispiele hierfür sind die Reihen ‚Drama‘ und ‚Roman‘).
Aktualisiert: 2022-11-23
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