Die Erfindung des Martyriums

Die Erfindung des Martyriums von Waldner,  Katharina
Das Christentum kennt den Begriff Martyrium im modernen Wortsinn erst seit dem zweiten Jahrhundert. Katharina Waldner rekonstruiert die historischen Voraussetzungen für diese christliche Erfindung. Sichtbar wird dabei die kontingente Geschichte einer diskursiven Konstellation, in der die erzählerische Repräsentation juristischer Verfahren dazu genutzt wird, das Verhältnis zwischen politischer Macht, Wahrheit und Religion zu verhandeln. Im Mittelpunkt des ersten Teils stehen die platonische Darstellung von Prozess und Hinrichtung des Sokrates im Kontext der Religion Athens sowie die Erzählungen über religiöse Konflikte im hellenistischen Judäa (Danielbuch, 1. und 2. Makkabäerbuch). Vor diesem Hintergrund werden die entsprechenden jüdischen und christlichen Texte des ersten und zweiten Jahrhunderts analysiert. Resultat ist nicht nur eine differenziertere Sichtweise auf Praxis und Diskurs des frühen christlichen Martyriums, sondern auch die Geschichte individueller und kollektiver religiöser Identität im Spannungsfeld paganer, jüdischer und christlicher Praktiken und Diskurse.
Aktualisiert: 2019-11-08
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Ketzer

Ketzer von Lüdemann,  Gerd
Das frühe Christentum zeichne sich durch große Harmonie aus und Ketzer seien erst viel später aufgetreten: so die weitverbreitete Meinung in Kirche und Wissenschaft. Eine unhaltbare Sicht und nichts weniger als Wunschdenken damaliger Ketzerbestreiter wie vieler heutiger Theologen. Unter Verwendung aller verfügbarer Quellen zeigt Gerd Lüdemann, dass häufig nicht die Rechtgläubigkeit der Ketzerei, sondern die Ketzerei der Orthodoxie vorausging. Machtfragen standen meist im Mittelpunkt des Interesses, und keine Seite schreckte vor Gewalt oder Fälschungen zurück.
Aktualisiert: 2019-10-30
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Platonisches Christentum

Platonisches Christentum von Popkes,  Enno-Edzard
Christliche Theologie wurde seit ihren Anfängen durch Auseinandersetzungen mit dem Platonismus geprägt, die verschiedene Formen eines "platonischen Christentums" inspirierten. Die Beiträge der Reihe "Platonisches Christentum"nehmen diese Entwicklungen auf und stellen einen neuen Ansatz zur Diskussion: Jene Erfahrungsmuster, die heute mit dem (unpräzisen) Begriff "Nahtoderfahrung" bezeichnet werden, haben bereits die Entstehung des Platonismus und des frühen Christentums geprägt. Wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit dem Phänomen "Tod" im Generellen und mit sogenannten "Nahtoderfahrungen" im Speziellen eröffnen Zugänge zu neuen Formen platonisch-christlicher Religiosität (insbesondere in Bezug auf das Verständnis von Seelenwanderung als Seelenwachstum). Im ersten Teilband der Reihe werden die historischen Hintergründe, die Methodik und die Terminologie dargelegt, auf denen alle folgenden Teilbände basieren.
Aktualisiert: 2019-10-16
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Sklaverei in Norm und Praxis

Sklaverei in Norm und Praxis von Vaucher,  Daniel
Als sich die ersten Christengemeinden in den Städten des Mittelmeerraums ausbreiteten, war die Sklaverei eine Selbstverständlichkeit. Sklaven waren in den Gemeinden vertreten und sollten aus christlicher Sicht als Brüder behandelt werden. Doch konnten die etablierten Hierarchien und Wertvorstellungen nicht einfach ausgeblendet werden. Viele Dokumente in vorkonstantinischer Zeit beleuchten Probleme und Konflikte im Umgang mit Sklaven in den Christengemeinden. Der vorliegende Band untersucht diese Probleme mit einer kritischen Analyse frühchristlicher präskriptiver Texte. Insbesondere werden die sogenannten Kirchenordnungen – pseudonym verfasste Texte, die für sich in Anspruch nehmen, die gesamte Kirche in moralischen, disziplinarischen und liturgischen Fragen zu regulieren – umfassend untersucht, methodisch entschlüsselt und der historischen Forschung zugänglich gemacht. Aufgrund dieser Texte ist eine Pauschalbeurteilung der Sklaverei in frühchristlicher Zeit nicht länger möglich. Wie es verschiedene Strömungen im Frühchristentum gab, so gab es auch unterschiedliche Strategien im Umgang mit der Sklaverei. Daniel Vaucher studierte Geschichte und Klassische Philologie an der Universität Freiburg im Üechtland. Die vorliegende Arbeit entstand im Rahmen eines vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützten Forschungsprojektes zu Freiheits- und Gerechtigkeitsvorstellungen zwischen Antike und Moderne am Center for Global Studies der Universität Bern. Dort hat Daniel Vaucher 2016 mit dieser Arbeit promoviert.****************When the first Christian communities were spreading into the cities of the Mediterranean region, slavery was something taken for granted. Slaves were represented in these first congregations and from a Christian perspective were supposed to be treated as equals. But the established hierarchies and value systems could not simply be erased overnight. Many documents from the pre-Constantine era illustrate problems and conflicts in dealings with slaves in Christian congregations. This book examines these problems through a critical analysis of early Christian prescriptive texts. Particular attention is given to the documents known as Church Orders – pseudonymous texts which sought to regulate moral, disciplinary and liturgical issues within the church. These are comprehensively examined, methodically deciphered and made accessible to historical researchers. On the basis of these texts, it is no longer possible to make sweeping judgments about slavery in the early Christian period. Just as there were many different tendencies in early Christianity, there were various strategies for dealing with slavery. Daniel Vaucher studied History and Classical Philology at the University of Freiburg in Üechtland. This study was part of a research project at the University of Bern’s Center for Global Studies, supported by the Swiss National Fund, on concepts of freedom of justice between the ancient and modern worlds. Daniel Vaucher was awarded his doctorate for this study in 2016.
Aktualisiert: 2019-09-05
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Das frühe Christentum im kilikisch-isaurischen Bergland

Das frühe Christentum im kilikisch-isaurischen Bergland von Pilhofer,  Philipp
An die Seite des Corpus der Griechischen Christlichen Schriftsteller (GCS) stellte Adolf von Harnack die Monographienreihe der Texte und Untersuchungen zur Geschichte der altchristlichen Literatur (TU), die er bereits 1882 begründet hatte und die nunmehr als "Archiv für die ... Ausgabe der älteren christlichen Schriftsteller" diente.
Aktualisiert: 2019-10-23
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Die ersten 100 Jahre des Christentums 30-130 n. Chr.

Die ersten 100 Jahre des Christentums 30-130 n. Chr. von Schnelle,  Udo
Von einer innerjüdischen Erneuerungsbewegung zur eigenständigen Religion Innerhalb von nur 100 Jahren entwickelte sich das frühe Christentum von einer innerjüdischen Erneuerungsbewegung zu einer universal agierenden neuen und eigenständigen Religion. Udo Schnelle zeichnet die Entwicklung des Christentums historisch nach und fragt nach den politisch-kulturellen Rahmenbedingungen, den Hauptakteuren und den theologischen Konzepten, die dieser außergewöhnlichen Entstehungsgeschichte zugrunde liegen. Dabei zeigt sich, dass das frühe Christentum keine weltabgewandte, eher primitive apokalyptische Kleinst- und Randgruppe war, sondern eine bewusst expandierende und argumentierende Bewegung mit einem hohen Bildungs- und Reflexionsniveau. Die frühen Christen traten als eine kreative literarische und denkerische Bewegung auf. Keine religiöse Gestalt wurde zuvor und danach so schnell und so umfassend literalisiert und denkerisch durchdrungen wie Jesus Christus. Udo Schnelle hat einen umfassenden Grundriss der Urchristentumsgeschichte gezeichnet. Wer mehr über die Umwelt der ersten Christen erfahren möchte, sollte hier zugreifen. Ideal zur Prüfungsvorbereitung und als Literatur für Proseminararbeiten.
Aktualisiert: 2019-10-31
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Die ersten 100 Jahre des Christentums 30-130 n. Chr.

Die ersten 100 Jahre des Christentums 30-130 n. Chr. von Schnelle,  Udo
Von einer innerjüdischen Erneuerungsbewegung zur eigenständigen Religion Innerhalb von nur 100 Jahren entwickelte sich das frühe Christentum von einer innerjüdischen Erneuerungsbewegung zu einer universal agierenden neuen und eigenständigen Religion. Udo Schnelle zeichnet die Entwicklung des Christentums historisch nach und fragt nach den politisch-kulturellen Rahmenbedingungen, den Hauptakteuren und den theologischen Konzepten, die dieser außergewöhnlichen Entstehungsgeschichte zugrunde liegen. Dabei zeigt sich, dass das frühe Christentum keine weltabgewandte, eher primitive apokalyptische Kleinst- und Randgruppe war, sondern eine bewusst expandierende und argumentierende Bewegung mit einem hohen Bildungs- und Reflexionsniveau. Die frühen Christen traten als eine kreative literarische und denkerische Bewegung auf. Keine religiöse Gestalt wurde zuvor und danach so schnell und so umfassend literalisiert und denkerisch durchdrungen wie Jesus Christus. Udo Schnelle hat einen umfassenden Grundriss der Urchristentumsgeschichte gezeichnet. Wer mehr über die Umwelt der ersten Christen erfahren möchte, sollte hier zugreifen. Ideal zur Prüfungsvorbereitung und als Literatur für Proseminararbeiten.
Aktualisiert: 2019-09-26
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Hadassa – Im Schatten Roms

Hadassa – Im Schatten Roms von Rivers,  Francine
Römische Legionäre zerstören 70 n. Chr. Jerusalem. Die junge Judenchristin Hadassa überlebt als einzige und wird als Sklavin nach Rom verschleppt. Sie landet in der reichen Familie der Valerianer. Als Dienerin der verwöhnten Julia lernt sie die römische Gesellschaft mit ihrem Luxus, ihren Intrigen und ihrer Hoffnungslosigkeit kennen. Doch sie findet auch Liebe und Anerkennung bei ihren neuen Herren - besonders bei Marcus, dem Sohn des Hauses. Und sie stößt auf andere Christen, die sich heimlich im Untergrund treffen. Hadassa schließt sich ihnen an - und bringt sich damit in höchste Gefahr ... Die sprachlich überarbeitete und erweiterte Neuauflage des Bestsellers von Francine Rivers. Und gleichzeitig der erste Band der Trilogie rund um die Christen der ersten Stunde. Band 2: Rapha - Die Tore von Ephesus (Nr. 816891) Band 3: Atretes - Flucht nach Germanien (Nr. 816892)
Aktualisiert: 2019-05-08
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Jesu Weg zu den Heiden

Jesu Weg zu den Heiden von Haase,  Daniel
Mit dem Aufkommen der historisch-kritischen Methode in den biblischen Wissenschaften wurden auch die geographischen Angaben im Markusevangelium einer Prüfung unterzogen, die letztlich zu der Annahme führte, der Autor sei nicht vertraut mit den Orten, die in seinem Evangelium genannt werden. Wird Markus nicht als Geograph, sondern als Erzähler und Theologe gewürdigt, stellt sich die Frage nach dem Verhältnis von Geographiekenntnissen und den geschilderten Ereignissen unter dem Aspekt der Plausibilität oder gar der Historizität nicht auf diese Weise. Vielmehr tritt die mit der Erzählabfolge angestrebte Intention des Verfassers in den Fokus. Nunmehr wird die von Markus entworfene Karte literaturwissenschaftlich entschlüsselt und die durch diese Aufteilung unterstützte Intention in den Entstehungskontext des ältesten Evangeliums aufgedeckt. [Jesus on His Way to the Gentiles. The Geographical Concept of the Gospel of Mark] The historic-critical method in biblical studies caused the geographical data within the Gospel of Mark to be criticized since the author does not seem to be familiar with the places that are named in his gospel. This book appreciates Markus as a story teller and theologist, however his geographical knowledge and the mentioned happenings are not explained by plausibility or the historicity, rather than the order of happenings and pure intention of the writer is being focused on instead. This map is a creation being the oldest gospel by Mark and will be analyzed further based on literary points of view and explained in its historical context.
Aktualisiert: 2019-08-31
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