Der Aktionskreis Halle

Der Aktionskreis Halle von Holzbrecher,  Sebastian
Der Aktionskreis Halle (AKH) ist nicht nur als "entfant terrible" des ostdeutschen Katholizismus bekannt. Er ist zugleich die bedeutendste katholische Impulsgruppe in der DDR, die durch ihr Engagement in Konflikt mit Kirche und Staat geriet. Gegründet 1970, gehört der AKH zur innerkirchlichen Aufbruchbewegung im Anschluss an das Zweite Vatikanische Konzil. Forderungen nach der Wahl des Bischofs durch die Ortskirche gehören ebenso zur Agenda des Kreises wie Bemühungen um mehr innerkirchliche Pluralität und ein stärkeres ökumenisches Engagement. Am Beispiel des Aktionskreises Halle kann nachvollzogen werden, wie die katholische Kirche mit interner Kritik an ihrem Kurs der "politischen Abstinenz" umging. Darüber hinaus wird deutlich, wie der SED-Staat versuchte, innerkirchliche Aufbrüche niederzuschlagen. Weil man den AKH als politischen Störfaktor identifiziert hatte, sollte er durch das Ministerium für Staatssicherheit liquidiert werden. Dass es dabei zu einer Zusammenarbeit von Staat und Kirche gegen den AKH gekommen ist, gehört zu den dunkelsten Kapiteln der ostdeutschen Kirchengeschichte.
Aktualisiert: 2019-12-18
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LEIBCHEN, LUTSCHER, LEBERTRAN

LEIBCHEN, LUTSCHER, LEBERTRAN von Henning,  Volker
“Viele Menschen haben sich in der Gegenwart aus den Augen verloren, weil sie es in der Vergangenheit für sinnvoller fanden, ihren Blick in die Zukunft zu richten...” ...so schreibt VOLKER HENNING, Jahrgang 1949, im Nachwort zu seinen vorliegenden Kindheitserinnerungen. Die 1950`er und 60`er Jahre, in denen der Autor in der kleinen thüringischen Gemeinde Schweina lebte, werden dem Leser in zahlreichen lausbubenhaften Anekdoten nähergebracht. In seinen Erzählungen nimmt er mit Humor und Kennerblick alles aufs Korn, was ihm damals als kleiner Junge Freude oder Kummer bereitete. Dabei macht er selbst vor seiner Familie keinen Halt. Ohne den Blick für das Wesentliche zu verlieren, plaudert der Autor aus seiner Kindheit und setzt sich dabei mit politischen Ereignissen und ökonomischen Gegebenheiten auseinander, wobei er neben Kindermund auch Altersweisheit sowie Bezüge zur Neuzeit in sein Werk einfließen lässt. Die vorliegenden Erinnerungen zeigen die Spannweite auf, die zwischen sozialistischer Erziehung und realem Kindsein lag.
Aktualisiert: 2019-12-18
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Arno – Ein Kaufmann aus Leipzig

Arno – Ein Kaufmann aus Leipzig von Lichtenberger,  Sigrid
Arno ist der einzige Junge zwischen fu¨nf Schwestern und zum Erben des väterlichen Geschäftes bestimmt. Nicht unbeschädigt übersteht er zwei Weltkriege und zwei Diktaturen, die er nicht anerkennen kann. Oft empfindet er sein Leben als Gratwanderung. Schon durch seine Vorfahren ist er in der Messestadt Leipzig verwurzelt, in der er lebt, er bleibt in deren Geschichte hineingezogen. In seinen späten Jahren entstand ein lebhafter Briefwechsel zwischen Arno und der Erzählerin, auf dem diese Aufzeichnungen vor allem beruhen.
Aktualisiert: 2019-12-18
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Sorben im Blick der Staatssicherheit

Sorben im Blick der Staatssicherheit von Meškank,  Timo
Die sorbische Geschichtsschreibung über die DDR-Zeit weist bis heute weiße Flecken auf. Besonders augenscheinlich wird dies beim Thema Überwachung der Sorben durch den Staatssicherheitsdienst der DDR. Dabei hatte das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) von Anfang an den Auftrag, den „nationalistischen Umtrieben“ unter den Sorben Beachtung zu schenken, ein Netz an Geheimen Mitarbeitern unter den Sorben aufzubauen und jegliche von der offiziell propagierten Nationalitätenpolitik abweichenden Erscheinungen im Keim zu ersticken. Anhand des überlieferten Archivbestands der BStU dokumentiert Timo Meškank, wie das MfS das sorbische nationale Leben beobachtet und beeinflusst hat. Er erläutert Beispiele der Herangehensweise in der Ober- und Niederlausitz und legt konkrete operative Vorgangsarten offen, von denen Sorben betroffen waren. Nicht zuletzt wird der Versuch unternommen, die Mitarbeit Einzelner im konspirativen Netz des Ministeriums darzustellen, die als hauptamtliche oder inoffizielle Mitarbeiter für die Staatssicherheit tätig waren.
Aktualisiert: 2019-12-18
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Das lässt einen nicht mehr los

Das lässt einen nicht mehr los von Aris,  Nancy
»Ich wollte keine Glatze haben. Schon aus dieser Angst heraus haben wir jeden Tag gelaust. Kleiderläuse, Haarläuse, alles.« An die Lagerhaft erinnert sich Else Thomas noch heute. Mit Papierrollen drehen die Frauen sich Locken. Auch im Lager wollen sie schön sein. Geschichten wie diese gibt es viele. Mitarbeiter des Sächsischen Landesbeauftragten haben sie in Interviews gesammelt. Sie sprachen mit Menschen, die Opfer politischer Gewalt wurden, die in sowjetischen Lagern saßen, aus ihrer Heimat an der innerdeutschen Grenze vertrieben wurden, wegen Protestaktionen oder Fluchtversuchen hinter Gitter kamen. Nancy Aris hat eine Vielzahl solcher Lebensgeschichten durchgesehen, fesselnde Passagen ausgewählt und erneut mit den Frauen und Männern hinter diesen Geschichten gesprochen. Entstanden sind 32 packende Porträts, die, so erschütternd sie sind, auch von hoffnungsfroh stimmenden Zeichen der Mitmenschlichkeit berichten. Zahlreiche Fotos und Dokumente illustrieren die Berichte. Margot Jann +++ Alexander Latotzky +++ Sabine Popp +++ Horst Krüger +++ Else Thomas +++ Harald Möller +++ Annemarie Krause +++ Richard Böttge +++ und andere weniger anzeigen
Aktualisiert: 2019-12-18
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Stilles Land und großes Kino

Stilles Land und großes Kino von Voss,  Marco
Mecklenburg-Vorpommern bietet seit Langem und zunehmend die ideale Kulisse für nationale und internationale Film- und Fernsehproduktionen. Das Buch stellt über 200 Werke mit ihren Drehorten an der Küste und im Binnenland vor, berichtet von Stars, von fast 100 Jahren spannender Filmgeschichte. Friedrich Wilhelm Murnau zum Beispiel drehte 'Nosferatu – Eine Symphonie des Grau- ens' in Wismar. Hans Albers landete mit einem Flugzeug auf der Greifswalder Oie. Sean Bean, einer der sieben Gefährten aus 'Herr der Ringe', kämpfte in Torgelow. Roman Polanski wählte die Insel Usedom als Drehort für den 'Ghostwriter', Michael Haneke das kleine Johannstorf für seinen mit der Goldenen Palme ausgezeichneten Film 'Das weiße Band'. Bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler wie Corinna Harfouch, Henry Hübchen, Götz George, Jutta Hoffmann und Manfred Krug haben hier gedreht. Eine Glie- derung nach regionalen Gesichtspunkten ermöglicht es, auf den Spuren berühmter Produktionen und Darsteller zu wandeln. Ein unterhaltsames Filmbuch und ein informa- tiver Reiseführer – voller Geschichten, Anekdoten, Fakten und mit zahlreichen Fotos.
Aktualisiert: 2019-12-18
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Stasiratte

Stasiratte von Döhring,  Jana
Als die junge Jana Mitte der Achtzigerjahre in Ostberlin in einem Devisenhotel eine Anstellung findet, geht für sie ein Traum in Erfüllung. Neben internationalen Geschäftsleuten bevölkern das Hotel aber auch dubiose Gestalten und Glücksritter. Wie sie lernt auch Jana bald, die unter dem SED-Regime existierende Mangelwirtschaft geschickt zu nutzen. … Sie muss jedoch erkennen, dass Privilegien in der DDR nicht umsonst zu haben sind, und arrangiert sich mit dem Staat. Fünfzehn Jahre nach der Wende wird Jana von ihrer Vergangenheit in Gestalt eines guten Freundes und ehemaligen Kollegen eingeholt. Als Zeitzeugin erzählt Jana Döhring eine spannende Geschichte von Leichtsinn, Schuld, Verdrängung und dem Auferstehen und Aufarbeiten der Vergangenheit. Sie schreibt eine DDR-Geschichte, wie sie so oder ähnlich vielen ergangen sein mag. Dabei rundet sie die Erzählung immer wieder mit interessanten Geschichten über die Verhältnisse im real existierenden Sozialismus ab. Und auch bisher Unbekanntes gibt es zu berichten: z. B. wie das Spreehotel in Ostberlin zum Aufmarsch- und Rückzugsgebiet arabischer Terroristen werden konnte.   Ein starkes Stück DDR-Literatur, das es so bisher noch nicht gegeben hat!
Aktualisiert: 2019-12-18
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Ich hatte einen Schießbefehl

Ich hatte einen Schießbefehl von Küch,  Paul
Gab es den Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze oder gab es ihn nicht? Diese Frage beschäftigt Menschen in Ost und West seit Jahren. Für den ehemaligen Grenzer Paul Küch liegt die Antwort klar auf der Hand. Schließlich war er während seiner Dienstzeit im Eichsfeld unterwegs, 'um Grenzdurchbrüche nicht zuzulassen, Grenzverletzer festzunehmen oder zu vernichten'. Dieser Befehl schockiert, wenn man ihn das erste Mal bei der Vergatterung hört. Der Gefreite der Grenztruppen der DDR nimmt kein Blatt vor den Mund, beschreibt den Alltag in einer Grenzkompanie, schildert den Umgang mit dem angeblich nicht existierenden Schießbefehl und offenbart dabei schonungslos seine eigenen menschlichen Schwächen. Das offene, ehrliche und aufrichtige Buch stellt jedoch keine wissenschaftliche Abhandlung über den Schießbefehl dar. Vielmehr ist es der Versuch einer Beichte und eine rührende Liebeserklärung zugleich. Der Leser erfährt, wie Paul Küch nach einer behüteten, unbeschwertenKindheit im Elternhaus bereits in Kindergarten und Schule den vorgezeichneten Weg zur sozialistischen Persönlichkeit einschlägt. Bevor er studieren darf, muss er seinen Grundwehrdienst ableisten. Zwei Wochen vor der Einberufung lernt Paul Küch die Frau seines Lebens kennen. Während der monatelangen Trennung voneinander wird diese Beziehung auf eine harte Bewährungsprobe gestellt und droht zu zerbrechen. Ob die Liebe die Zeit bei den Grenztruppen der DDR übersteht, verrät der Autor am Ende seines Buches.
Aktualisiert: 2019-12-18
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