Zur Geschichte der bürgerlichen Moralphilosophie

Zur Geschichte der bürgerlichen Moralphilosophie von Gaßmann,  Bodo
Eine Ethik ist heute nur dann einsichtig, wenn sie die Dialektik von unabgegoltener Genesis und Geltung einbezieht. Indem Hobbes das entscheidende moralische Problem der bürgerlichen Gesellschaft stellt: Krieg oder Recht und Moral, setzt er in seiner Lösung dieses Problems mittels eines Gesellschaftsvertrages den Menschen als Zweck an sich selbst (Volkssouveränität), zugleich negiert er diese Selbstzweckhaftigkeit wieder, indem er die Bürger einem despotischen Monarchen unterstellt, der mittels Terror das Recht durchsetzt. Locke kritisiert diese Unterordnung als Kriegszustand und fordert die Wahl einer Legislative und Gewaltenteilung; sein Wahlrecht gilt aber nur für die Besitzbürger, während die Arbeiterklasse in ihrem ökonomischen Status als bloßes Mittel bleibt. Dagegen haben in Rousseaus direkter Demokratie alle Bürger Stimmrecht, aber sein Allgemeinwillen bleibt widersprüchlich, weil reaktionär-romantisch auf Kleinproduzenten basierend. Die Reflexion der Gefühlsmoral von Hume und Smith sowie die Nutzenmoral des Utilitarismus zeigen, dass in der neu entstehenden Sozietät Moral bestenfalls „Schmiermittel“ (Smith) der von der invisible hand fremdbestimmten Gesellschaftsmaschine sein kann. Wie Kant in der Erkenntnistheorie eine kopernikanische Wende vollzieht, so sind seine Schlüsse aus der Ethik seiner Epoche mehr ein Bruch als eine stimmige Weiterentwicklung. Die Selbstzweckhaftigkeit wird bei ihm zum apriorischen Prinzip auch der bürgerlichen Gesellschaft, aber deren systemische Unmoral konnte er noch nicht erkennen. Damit das Moralgesetz nicht zu einem Grund der Revolutionierung der Verhältnisse wird, hat die bürgerliche Philosophie ihre Ethik irrationalisiert und destruiert – von Nietzsche bis Rorty. Dagegen wendet sich die kritische Gesellschaftstheorie, die immer auch Moralphilosophie ist.
Aktualisiert: 2019-10-17
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Путь Михаила Васильевича Ломоносова в науку

Путь Михаила Васильевича Ломоносова в науку von Науманн,  Фридрих
Михаил Васильевич Ломоносов (1711 - 1765) является одним из величайших русских учёных 18-го века. После получения образования в университете г. Марбурга под опекой Христиана Вольфа, а затем в шахтерском городе Фрайберге у горного советника Иоганна Фридриха Генкеля, он совершил у себя на родине величайшие открытия в области химии, геологии, ...
Aktualisiert: 2019-10-05
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Lomonossows Weg in die Wissenschaft

Lomonossows Weg in die Wissenschaft von Naumann,  Friedrich
Michail W. Lomonossow (1711 – 1765) zählt zu den großen russischen Gelehrten des 18. Jahrhunderts. Nach seiner Ausbildung an der Universität Marburg unter der Obhut von Christian Wolff und in der Bergstadt Freiberg bei Bergrat Johann Friedrich Henckel vollbrachte er in seiner Heimat hervorragende Leistungen als Chemiker, Geologe, Mineraloge und ...
Aktualisiert: 2019-10-05
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Christian Wolffs eigene Lebensbeschreibung

Christian Wolffs eigene Lebensbeschreibung von Wolff,  Christian, Wuttke,  Johann Karl Heinrich
Seine „Lebensbeschreibung“ verfasste Wolff 1740 kurz nach seiner Rückkehr nach Halle. Sie war nicht zur unmittelbaren Veröffentlichung gedacht, sondern sollte Friedrich Christian Baumeister (1709–1785), Rektor des Gymnasiums in Görlitz, zur Überarbeitung der biografischen Schrift „Vita, Fata et Scripta Christiani Wolfii Philosophi“ (1739) dienen. Wolff zeigt sich in seinen Aufzeichnungen bemüht, Fehler Baumeisters zu korrigieren und dem Eindruck entgegenzutreten, dass er sich mit seiner Philosophie allzu eng an Leibniz anschließe. Eine Umarbeitung der Vita Wolffs hat Baumeister nicht in Angriff genommen.
Aktualisiert: 2019-12-11
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Emilie Du Châtelet und die deutsche Aufklärung

Emilie Du Châtelet und die deutsche Aufklärung von Hagengruber,  Ruth, Hecht,  Hartmut
In diesem Band werden neueste Forschungen zur Physikerin, Mathematikerin und Philosophin Emilie Du Châtelet (1706-1749) vorgestellt. Emilie Du Châtelet genoss in der deutschen Aufklärung eine hohe Reputation. Sie verband Leibniz Metaphysik mit der Physik von Newton und gelangte zu erstaunlichen Ergebnissen, die die Physik auf den Weg zu Einsteins Energieformel führte. Ihre Werke wurden sofort ins Deutsche übersetzt, Kant nimmt in seiner ersten Dissertation von 1747 auf sie Bezug. Die Sammlung stellt Texte vor, die den Einfluss der deutschen Aufklärung auf Du Châtelets und Du Châtelets Einfluss auf die deutsche Philosophie diskutieren. Die großen Namen der Epoche stehen hier zur Debatte, Leibniz, Wolff, Boskovic, Euler, Friedrich II, Voltaire, La Mettrie und viele weitere Größen der Aufklärung werden in ihrem Zusammenhang mit Du Châtelet vorgestellt. 
Aktualisiert: 2019-12-18
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Kritische Metaphysik der Substanz

Kritische Metaphysik der Substanz von Hahmann,  Andree
In der Reihe werden herausragende monographische Untersuchungen und Sammelbände zu allen Aspekten der Philosophie Kants veröffentlicht, ebenso zum systematischen Verhältnis seiner Philosophie zu anderen philosophischen Ansätzen in Geschichte und Gegenwart. Veröffentlicht werden Studien, die einen innovativen Charakter haben und ausdrückliche Desiderate der Forschung erfüllen. Die Publikationen repräsentieren den aktuellsten Stand der Forschung.
Aktualisiert: 2019-12-18
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»Er brachte Licht und Ordnung in die Welt«

»Er brachte Licht und Ordnung in die Welt« von Christian-Wolff-Gesellschaft für die Philosophie der Aufklärung, Kertscher,  Hans-Joachim
Hinsichtlich der wissenschaftlichen Erschließung des Werkes von Christian Wolff (1679–1754) sind in den letzten dreißig Jahren zahlreiche Monographien und Aufsätze erschienen. Eine geschlossene Lebensbeschreibung des Universalgelehrten, Juristen, Mathematikers und Philosophen der Aufklärung, die modernen Maßstäben verpflichtet ist, oder gar eine wissenschaftliche Biographie liegen hingegen nicht vor. Angesichts der dürftigen Quellenlage kann es letztlich nur um den Versuch einer Annäherung an die Person und das Werk Wolffs gehen. Das gilt auch für die hier vorgelegte Vita Wolffs. In sieben Kapiteln werden seine Lebens- und Tätigkeitsräume in Breslau, Jena, Leipzig, Halle, Marburg und wiederum Halle vorgestellt. Hinzu kommen Ausführungen zu den wichtigsten Werken Wolffs, die in den genannten Lebensstationen entstanden sind, und Wolffs Umgang mit Persönlichkeiten, die seinen Lebens- und Denkstil in besonderem Maße beeinflussten. Briefwechsel, vornehmlich der von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und dem Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung herausgegebene Briefwechsel zwischen Christian Wolff und Ernst Christoph von Manteuffel, dienen dabei als wichtiges Quellenmaterial. Abgerundet wird das Werk durch eine Zeittafel zum Leben und Werk des Philosophen, ein Literaturverzeichnis und ein Personenregister. Eine reiche Bebilderung illustriert zudem die Darstellung.
Aktualisiert: 2019-01-23
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Immanuel Kant

Immanuel Kant von Klemme,  Heiner F, Lorenz,  Ansgar
Im Jahre 1781 ruft der Philosoph Immanuel Kant (1724–1804) das »Zeitalter der Kritik« aus. Alles muss sich der »freien und öffentlichen Prüfung« durch die Vernunft unterwerfen: die Religion, die Gesetzgebung, in erster Linie aber die reine Vernunft selbst. In ihrem ungezügelten Verlangen nach Erkenntnis verstrickt sie sich in endlose Streitigkeiten mit sich selbst. Kein Wunder also, dass die alte Metaphysik ein Kampfplatz ist, auf dem ein »rüstiger Ritter« den »Siegeskranz« davonträgt, solange er keinen neuen Angriff des Gegners aushalten muss. Abhilfe schafft die Kritik, ein Gerichtshof, den die reine Vernunft einsetzt, um über ihre berechtigten und unberechtigten Ansprüche zu entscheiden. Die Kritik stiftet Frieden im Reich des Denkens. Wir erkennen die Bedingungen, unter denen Metaphysik, Mathematik und Naturwissenschaft als Wissenschaften möglich sind. Der Comic bietet anschaulich und leicht verständlich Einblicke in Kants Leben sowie den historischen und intellektuellen Kontexten seines Wirkens. Wir schauen dem »Fürsten der deutschen Denker« (K. von Knoblauch) beim Philosophieren über Gut und Böse, Freiheit und Natur, Politik und Recht, das Schöne und Erhabene, die Entstehung des Universums und vieles andere mehr über die Schulter. Und natürlich kommen auch seine Anhänger und Kritiker zu Wort.
Aktualisiert: 2019-07-17
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Friedrich Wilhelm I., Friedrich der Große und der Aufklärungstheologe Johann Gustav Reinbeck

Friedrich Wilhelm I., Friedrich der Große und der Aufklärungstheologe Johann Gustav Reinbeck von Kunowski,  Harald
Im Mittelpunkt dieses Buches steht Johann Gustav Reinbeck, der wie kaum ein anderer lutherischer Theologe die preußische Religionsgeschichte von der Orthodoxie des späten 17. Jahrhunderts über den Pietismus bis zur Aufklärung geprägt hat. Ihm ist es vor allem zu verdanken, durch die Anwendung der Vernunft und der „Wahrheit“ auf der Grundlage der philosophischen Lehren von Leibniz und Christian Wolff der Aufklärung in der Theologie zum Durchbruch verholfen zu haben. Reinbecks Wirken als Berliner Propst und Konsistorialrat stand unter dem weitreichenden Einfluß der beiden Preußenkönige Friedrich Wilhelm I. und Friedrich dem Großen, bei denen er gleichermaßen in hohem Ansehen stand. Einige seiner theologischen Schriften sowie seine Predigten wurden auf königliche Anordnung zum Vorbild erklärt und zur Pflichtlektüre in den Pfarreien Preußens erhoben. Die vorliegende Arbeit hat den Charakter einer Biographie von Johann Gustav Reinbeck. Sie setzt sich zugleich mit dem Gesamtwerk des Theologen einschließlich seiner Streitschriften und Predigten auseinander und zeigt die verschiedenen Tätigkeitsfelder Reinbecks im Dienste der beiden Preußenkönige auf. Sie greift dabei auf den umfangreichen Bestand an königlichen Orders sowie den Briefwechsel zwischen Reinbeck und anderen bedeutenden Persönlichkeiten seiner Zeit zurück. Damit wurde eine Darstellung möglich, die den neuesten Forschungsstand der theologischen Entwicklungsgeschichte Preußens zur Zeit von Friedrich Wilhelm I. und Friedrich dem Großen widerspiegelt.
Aktualisiert: 2019-01-17
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Emilie Du Châtelet und die deutsche Aufklärung

Emilie Du Châtelet und die deutsche Aufklärung von Hagengruber,  Ruth, Hecht,  Hartmut
In diesem Band werden neueste Forschungen zur Physikerin, Mathematikerin und Philosophin Emilie Du Châtelet (1706-1749) vorgestellt. Emilie Du Châtelet genoss in der deutschen Aufklärung eine hohe Reputation. Sie verband Leibniz Metaphysik mit der Physik von Newton und gelangte zu erstaunlichen Ergebnissen, die die Physik auf den Weg zu Einsteins Energieformel führte. Ihre Werke wurden sofort ins Deutsche übersetzt, Kant nimmt in seiner ersten Dissertation von 1747 auf sie Bezug. Die Sammlung stellt Texte vor, die den Einfluss der deutschen Aufklärung auf Du Châtelets und Du Châtelets Einfluss auf die deutsche Philosophie diskutieren. Die großen Namen der Epoche stehen hier zur Debatte, Leibniz, Wolff, Boskovic, Euler, Friedrich II, Voltaire, La Mettrie und viele weitere Größen der Aufklärung werden in ihrem Zusammenhang mit Du Châtelet vorgestellt. 
Aktualisiert: 2019-10-26
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