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Minnas starke Schwestern

Minnas starke Schwestern von Korte,  Hermann
Die Studie untersucht anhand populärer Lustspiele auf den Theatern des 18. Jahrhunderts die rhetorischen Strategien und argumentativen Positionen starker Bürgermädchen innerhalb eines vielstimmigen und kontroversen Liebes- und Heiratsdiskurses. Im Kern geht es dabei immer wieder um die auf die Bühne gebrachte Frage nach den Wahlmöglichkeiten und Entscheidungsfreiheiten der Töchter und zukünftigen Ehefrauen. Als eines der wenigen bis heute bekannten Stücke ist Lessings Komödie ‚Minna von Barnhelm‘ als Paradigma der zeitgenössischen Lustspiel-Gattung Teil des deutschen Theaterkanons geblieben. Im starken Fokus auf Lessing ging der Blick jedoch weitestgehend verloren für die vielen anderen starken Bürgermädchen, die schon seit den 1740er Jahren auf deutschen Bühnen mit Geschick und Schlagfertigkeit ihre Interessen durchsetzen und selbstbewusst für ihre freie Partnerwahl und gegen die Widerstände von Vätern, Müttern und Vormündern eintreten.
Aktualisiert: 2020-01-17
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Die heile Hölle

Die heile Hölle von Späth,  Gerold
In seinem Roman beschreibt Gerold Späth eine Familienhölle. Vier in sich geschlossene Kapitel schildern jeweils einen Tag aus dem Leben eines Mitglieds derselben Familie, der anders verläuft als alle übrigen Tage. Der Vater begeht einen sexuell motivierten Affektmord, die Mutter besinnt sich ihrer lange unterdrückten lesbischen Neigung, die Schwiegertochter gibt sich einem Callboy hin, der Sohn begeht Selbstmord. Mit der ihm eigenen sprachlichen Präzision deckt Späth den Abgrund unter der Oberfläche eines scheinbar geordneten bürgerlichen Lebens auf, die verborgenen Ängste, die uneingestandenen Wünsche und Begierden. Indem er die Einheit von Ort, Zeit und Person zu wahren versteht, vermag er am Modell dieser Familie die bis ins Tragische gesteigerte Entfremdung in den zwischenmenschlichen Beziehungen sichtbar zu machen.
Aktualisiert: 2020-01-01
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Zwischen Salon und musikalischer Geselligkeit

Zwischen Salon und musikalischer Geselligkeit von Gerber,  Mirjam
Das Phänomen des musikalischen Salons im 19. Jahrhundert wurde bislang oft idealisiert dargestellt. Die Analyse zeitgenössischer Quellen eröffnet einen neuen Blick auf die faszinierende private Musikpraxis der Musikmetropole Leipzig und ihrer Akteure. Am Beispiel der musikalisch professionell ausgebildeten Frauen Henriette Voigt und Livia Frege lernt der Leser die bedeutenden Netzwerke und anspruchsvollen Aufführungsmöglichkeiten kennen, die Bürgerhäuser für Komponisten und Interpreten boten. Mendelssohns Opernfragment „Loreley“, Schumanns „Faust-Szenen“ und Brahms’ Lieder kamen hier ebenso zur Aufführung wie Bachs h-moll-Messe oder Beethovens Kammermusik. Die musikalischen Geselligkeitsformen des 19. Jahrhunderts bilden einen spannenden Kristallisationspunkt des Bürgertums und seiner Musikästhetik. Die Entstehung eines Werkkanons, die Idee einer bildungsorientierten Bürgerlichkeit und die Entwicklung eines öffentlichen Konzertlebens stehen in enger Wechselbeziehung damit. Eine Materialsammlung zu privaten Musikaufführungen in Leipzig mit Repertoireaufstellungen sowie eine lexikalische Untersuchung weiterer Veranstalter vervollständigen die Studie.****************The phenomenon of the 19th-century musical salon has often been depicted in idealised form. The analysis of contemporary sources offer a new insight into the fascinating world of private music-making in the musical metropolis of Leipzig and those who played a part in it. Two professionally-trained female musicians, Henriette Voigt and Livia Frege, are used as examples to introduce the reader to the important networks and significant opportunities for performance which middle-class homes offered to composers and performers. Mendelssohn’s operatic fragment ‘Loreley’, Schumann’s ‘Scenes from Faust’ and Brahms’ Lieder were performed here alongside works such as Bach’s B Minor Mass or Beethoven’s chamber music. The forms of social music-making in the 19th century represent a fascinating crystallisation of middle-class life and its musical aesthetics. The creation of a canon of works, the concept of a middle class focused on education, and the development of public concerts are closely related to it. The study is complemented with a collection of material relating to private musical performance in Leipzig with repertoire lists and a lexical study of other organisers.
Aktualisiert: 2020-01-01
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Ostseeküste – Ostseebad

Ostseeküste – Ostseebad von Bresgott,  Hans-Christian
Wie gelangt man von Arkadien nach Swinemünde? Galten noch bis zur Jugendzeit Goethes die Stätten der klassischen Antike als maßgebliche Reiseziele der Eliten, so wurden schon Ende des 18. Jahrhunderts die Küsten des Nordens zum neuartigen Faszinosum. Als wild galt ihre Natur, und diese Wildnis bevölkerte eine romantische Phantasie mit alten Heldengeschichten. Aus dieser ideellen Verbindung von Natur und Geschichte entstand ein neuer Sehnsuchtsraum. Zugleich diente das Meer selbst mit seinen Seebädern dem Körper. Das kalte Wasser, im Barock noch verpönt, gewann im Spiel der Ozeanwellen eine Heilkraft, die das häufig wirkungslose Wissen der Ärzte beflügelte und den städtischen Eliten Genesung versprach. Nach englischem Vorbild von engagierten Ärzten vorangetrieben, entstanden auch an der deutschen Ostseeküste Seebäder. Fortan galt es, den Küstenraum, bislang ein Ort des Fischfangs, als Therapieraum zu entwickeln. Wie aber sollte sich das Badeleben gestalten, wie die Anreise, wie die Finanzierung des Kurortes? Erzählt wird hier die Geschichte einer mentalen wie körperlichen Aneignung des Nordens und des Meeres. Das Ostseebad wird dabei begriffen als Schnittpunkt von Natur- und Kulturgeschichte, als Wirtschaftsmodell und als Triebkraft neuer sozialer Dynamik: abzulesen an der Anlage neuer Orte am Meer, der Konzeption eines idealen Strandes, an Baderegeln und Verhaltensnormen, die teilweise bis heute gelten._
Aktualisiert: 2020-01-01
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Ostseeküste – Ostseebad

Ostseeküste – Ostseebad von Bresgott,  Hans-Christian
Wie gelangt man von Arkadien nach Swinemünde? Galten noch bis zur Jugendzeit Goethes die Stätten der klassischen Antike als maßgebliche Reiseziele der Eliten, so wurden schon Ende des 18. Jahrhunderts die Küsten des Nordens zum neuartigen Faszinosum. Als wild galt ihre Natur, und diese Wildnis bevölkerte eine romantische Phantasie mit alten Heldengeschichten. Aus dieser ideellen Verbindung von Natur und Geschichte entstand ein neuer Sehnsuchtsraum. Zugleich diente das Meer selbst mit seinen Seebädern dem Körper. Das kalte Wasser, im Barock noch verpönt, gewann im Spiel der Ozeanwellen eine Heilkraft, die das häufig wirkungslose Wissen der Ärzte beflügelte und den städtischen Eliten Genesung versprach. Nach englischem Vorbild von engagierten Ärzten vorangetrieben, entstanden auch an der deutschen Ostseeküste Seebäder. Fortan galt es, den Küstenraum, bislang ein Ort des Fischfangs, als Therapieraum zu entwickeln. Wie aber sollte sich das Badeleben gestalten, wie die Anreise, wie die Finanzierung des Kurortes? Erzählt wird hier die Geschichte einer mentalen wie körperlichen Aneignung des Nordens und des Meeres. Das Ostseebad wird dabei begriffen als Schnittpunkt von Natur- und Kulturgeschichte, als Wirtschaftsmodell und als Triebkraft neuer sozialer Dynamik: abzulesen an der Anlage neuer Orte am Meer, der Konzeption eines idealen Strandes, an Baderegeln und Verhaltensnormen, die teilweise bis heute gelten._
Aktualisiert: 2020-01-01
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Verirrte Bürger: Thomas Mann und Theodor Storm

Verirrte Bürger: Thomas Mann und Theodor Storm von Detering,  Heinrich, Ermisch,  Maren, Wißkirchen,  Hans
Lebenslang hat der Lübecker Thomas Mann die Novellen und Gedichte des Husumers Theodor Storm zu den prägenden Vorbildern seines eigenen Schreibens gezählt. Vor allem im Frühwerk sind Storms Spuren allenthalben zu entdecken. Kongenial hat Thomas Mann an Storms Werk und Person Züge erkannt, die seine Zeitgenossen nicht wahrhaben wollten. Immer wieder ist es eine brüchig gewordene Bürgerlichkeit der Lebensentwürfe, des Selbst- und Weltverständnisses und der Kunstauffassungen, in der Thomas Mann sich Theodor Storm tief verwandt fühlt. Die Widersprüche zwischen bürgerlichen Traditionen und den als zersetzend empfundenen Einflüssen der Moderne, zwischen Ökonomie und Künstlertum, zwischen Glaubensfestigkeit und Pessimismus, um die Thomas Manns Lebenswerk kreist, hat dieser bei Storm wiedergefunden. Wer nach Thomas Manns Beziehungen zu Storm fragt, hat es darum mit Grundkonstellationen im Werk beider Dichter zu tun. Dieser Band versammelt die Beiträge zu einer von der Deutschen Thomas-Mann-Gesellschaft und der Theodor-Storm-Gesellschaft gemeinsam veranstalteten Tagung im September 2015, die unter dem Titel "Bürger auf Abwegen" in Lübeck und Husum stattfand. Inhalt: Katrin Max: Fern von „Bürgerwonne und Goldschnittgemüt“. Theodor Storm, Thomas Mann und die Schwierigkeit, das ‚Bürgerliche‘ zu definieren Jens Ole Schneider: Bürgerlichkeit als semantische Konstruktion. Zur narrativen Inszenierung moderner Identitäten in Thomas Manns "Buddenbrooks" und Theodor Storms "Die Söhne des Senators" Heinrich Detering: „Nicht ganz korrekt“. Thomas Mann und Theodor Storm als entlaufene Bürger Malte Denkert: „Herrlichkeit und Schande“ – Versuche der Selbstfindung jenseits bürgerlicher Vorstellungen bei Theodor Storm, Thomas und Heinrich Mann Ole Petras: Machtlose Kraft, kraftlose Macht. Raum und Bürgertum in Storms "Sylter Novelle" und Thomas Manns "Der kleine Herr Friedemann" Maren Ermisch: Die Kontrafaktur des buckligen Männleins. "Eine Malerarbeit" und "Der kleine Herr Friedemann" Karl Ernst Laage: Storm-Spiegelungen in Thomas Manns "Buddenbrooks" und in "Tonio Kröger" Eckart Pastor: Abwege, Abwärtswege: Verfallsgeschichten auf dem Staatshof, in der Mengstraße und Fischergrube Philipp Theisohn: Der Sohn der Danaë. Manns "Buddenbrooks", Storms "Carsten Curator" und der Mythos der Spekulation Andrea Bartl: Von der Eigendynamik der Dinge. Eine vergleichende Lektüre von Theodor Storms und Thomas Manns Novellen Nadja Reinhard: Der experimentelle Blick des Jünglings – Inszenierung eines Wagnisses unbefangen-befangener Sinnlichkeit bei Theodor Storm und Thomas Mann Yahya Elsaghe: Theodor Storm und Thomas Mann als Zeitgenossen des medizinischen Fortschritts Birte Lipinski: Theatrale Ausflüge zweier Epiker. Rolle und „unmaskierte Wirklichkeit“ bei Thomas Mann und Theodor Storm Bernd Hamacher: „Was wollte er? Das ist der Norden“. Zur literarischen Topographie Thomas Manns und Theodor Storms Andreas Blödorn: Meeresrauschen: Immanente Transzendenz und anti-bürgerliche Fluchtimpulse bei Theodor Storm und Thomas Mann
Aktualisiert: 2020-01-01
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Korrigierte Körper

Korrigierte Körper von Ramsbrock,  Annelie
Was verbindet bürgerliche Frauen des 19. Jahrhunderts mit den Verstümmelten des Ersten Weltkriegs? Was hat die "Neue Frau" der Weimarer Republik mit den Patienten der Sozialmedizin gemein? Sie alle waren Teil einer Debatte, die um kosmetisch korrigierte Körper kreiste und von Gesellschaft handelte. Annelie Ramsbrock schreibt eine Geschichte der künstlich gestalteten Schönheit vom Ende der Aufklärung bis zum Beginn des Nationalsozialismus. Dabei verdeutlicht sie, dass die Ausbildung von Schönheitsidealen immer grundlegenden gesellschaftlichen Ordnungsmustern unterlag. Zum einen zeigt sich in Bereichen wie der Transplantationsmedizin oder der Herstellung von Kosmetika die Entwicklung des naturwissenschaftlichen Wissens. Zum anderen boten korrigierte Körper eine Projektionsfläche für soziale Ordnungsvorstellungen. Indem die Geschichte der Schönheit sowohl als eine Geschichte des Wissens als auch des Wertens gedacht wird, stellt die Autorin nicht zuletzt den "Mythos Schönheit" zur Disposition.
Aktualisiert: 2020-01-01
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Die Villen von Pötzleinsdorf

Die Villen von Pötzleinsdorf von Arnbom,  Marie-Theres
Sommerfrische in Wien Um 1850 lockt der nahe Wienerwald mit seiner herrlichen Natur zahlreiche Wiener nach Pötzleinsdorf. Anfangs kommen sie nur zur Sommerfrische, doch bald suchen die illustren Gäste dauerhaft Erholung am Stadtrand. Die Geymüllers erbauen bereits Anfang des 19. Jahrhunderts das gleichnamige Schloss, das später in den Besitz der Industriellenfamilie Mautner übergeht, die Familien Spiegler und Regenstreif, der Staatsanwalt und Generalprokurator Robert Winterstein sowie zahlreiche Bankiers, Verlagsbesitzer, Rechtsanwälte und Unternehmer lassen sich in repräsentativen Villen nieder. Künstler wie die Bildhauer Franz Barwig oder Josef Heu lassen sich hier zu neuen Werken inspirieren. Doch das Jahr 1938 wird vielen Villenbesitzern zum Schicksal … Mit dem ihr eigenen Gespür für besondere Lebensgeschichten gibt Marie-Theres Arnbom so manchem Bewohner seine Geschichte zurück. Ihre historische Entdeckungsreise führt sie nicht nur zu bekannten und vergessenen Häusern, sondern diesmal auch tief in ihre eigene Familiengeschichte, die eng mit Pötzleinsdorf verbunden ist.
Aktualisiert: 2020-01-17
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