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Vom Nackt- zum Sicherheitsscanner

Vom Nackt- zum Sicherheitsscanner von Genner,  Julian
Ausgehend vom Fallbeispiel des »Nacktscanners« untersucht diese Ethnographie den Aufstieg neuer Überwachungs- und Sicherheitstechnologien seit dem Jahr 2000. Dabei zeigt Julian Genner, dass der Einsatz sowie die Entwicklung dieser Technologien nicht als Folge von Terroranschlägen zu sehen, sondern auf einen tiefgreifenden institutionellen Wandel seit dem Ende des Kalten Krieges zurückzuführen sind. Der Übergang vom Nackt- zum Sicherheitsscanner verweist zugleich auf ein gewandeltes Verständnis von Sicherheit, wie es dem Department of Homeland Security in den USA und der Europäischen Sicherheitsstrategie sowie der zivilen Sicherheitsforschung in der EU zugrunde liegt. Es entsteht ein Kontext, der das bisherige Verhältnis von äußerer und innerer Sicherheit bzw. das Verhältnis von militärischen und zivilen Bereichen infrage stellt. Dieses neue Verständnis begreift Sicherheit primär als Frage der Technologie und ermöglicht so die Entwicklung, die Vermarktung und den Einsatz von vormals militärischen Technologien im zivilen Bereich. Die Art und Weise, wie Sicherheit zu einer Ware wird, zeichnet Julian Genner nicht nur auf der Makro-Ebene, sondern auch anhand der Entwicklung eines neuartigen Körperscanners nach. Datenschutz und Ethik bilden dabei keinen Gegenpol zur Warenwerdung von Sicherheit, sondern leisten einen Beitrag zur Regulierung und damit auch zur Etablierung eines neuen zivilen Marktes für diese Technologien.
Aktualisiert: 2020-01-01
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Auf den Spuren der Klassiker

Auf den Spuren der Klassiker von Witte,  Daniel
Die Theorie Pierre Bourdieus wird häufig als eine Synthese klassischer Ansätze bezeichnet, wobei typischerweise Weber, Durkheim und Marx als zentrale Referenzfiguren benannt werden. Kontextualisierenden Aussagen dieser Art kommt jedoch nicht lediglich ein disziplinhistorischer, sondern vielmehr auch ein systematischer Wert für die Verortung von Theorien zu, und damit: für die Bestimmung ihrer spezifischen Perspektivität und Anwendbarkeit. Worin genau die jeweiligen Anleihen zu sehen sind, in welchem Verhältnis sie zueinander stehen und inwieweit eine Fokussierung auf die genannten Autoren überhaupt gerechtfertigt ist, bleibt allerdings in der Regel unklar. Daniel Witte rekonstruiert die zentralen Erbstücke Max Webers, Emile Durkheims und Georg Simmels in Pierre Bourdieus Werk. Hierzu wird Bourdieus Ansatz in einem ersten Teil als Feldtheorie, d. h. mit Blick auf seinen differenzierungs- und gesellschaftstheoretischen Anspruch gelesen. In einem zweiten Teil werden die genannten Klassiker auf drei zentrale Aspekte der soziologischen Theorie hin befragt: die kategoriale Fundierung ihrer soziologischen Analytik, ihre Konzeptualisierung von Macht und Herrschaft sowie ihren differenzierungstheoretischen Gehalt. In der theorievergleichenden Zusammenschau ergibt sich mit dieser Studie das Bild Bourdieus als das eines modernen Klassikers, der fest auf den Schultern der Riesen des Faches steht, sich gegenüber einer oft unterstellten Nähe zu Marx jedoch als heimlicher Nachfolger Simmels erweist. Seine Gesellschaftstheorie zeigt sich vor diesem Hintergrund von neuen Seiten.
Aktualisiert: 2020-01-01
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Waffenbrüder im Streit

Waffenbrüder im Streit von Winkelkotte,  Manuel
Im Nahostkonflikt wurden verhandlungsbereite Fraktionen auf der arabischen Seite von radikalen Störern aus den eigenen Reihen an einer Konfliktlösung mit Israel gehindert. Diesen internen Streit untersucht Manuel Winkelkotte anhand der palästinensischen Nationalbewegung als einen Kampf um die Vorherrschaft von einer Fraktion. In seiner historisch-vergleichenden Studie zeigt er, dass dieser symbolische Kampf vorrangig von der Akkumulation und Monopolisierung von Kriegercharisma bestimmt wurde. Dabei wird die Nationalbewegung nach Pierre Bourdieu als ein politisches Feld definiert, auf dem die Fraktionen dazu bereit waren, sich gegenseitig als Waffenbrüder anzuerkennen, und die mutigste Fraktion konnte für sich hierdurch den Rang eines Vorkämpfers beanspruchen. Herausforderer inszenierten sich jedoch regelmäßig als Avantgarde im Kampf, um dieser Fraktion ihren Rang streitig zu machen, wohingegen der etablierte Vorkämpfer nach einem Ausstieg aus dem Konkurrenzkampf um Kriegercharisma suchte. Die Strategien der Monopolisierung von Kriegercharisma des Vorkämpfers und die Gegenstrategien der Herausforderer mündeten dabei in eine Eigendynamik der Gewalteskalation, deren Mechanismen im Buch aufgedeckt werden. Mit dieser Formalisierung einer Eigendynamik von Gewalt erbringt die Studie einen wichtigen Beitrag zur Konflikt- und Gewaltforschung und behandelt die Frage nach den Möglichkeiten einer Beendigung des Nahostkonfliktes unter einer völlig neuen Perspektive.
Aktualisiert: 2020-01-01
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»Und dann bin ich auch noch Hauptschule gekommen…«

»Und dann bin ich auch noch Hauptschule gekommen…« von Völcker,  Matthias
Die Hauptschule bzw. die Hauptschulbildung befindet sich noch immer in einer tiefen Krise – und das trotz unzähliger Reformbemühungen vonseiten der Bildungspolitik und bereits erfolgter Nachrufe. In der Forschungsliteratur wird die Hauptschule mittlerweile als ein Ort beschrieben, an dem Chancenungleichheit sukzessive produziert und reproduziert wird. Darüber hinaus finden sich Beschreibungen und Begriffe für diese Schulform, in denen implizit immer eine soziale Abwertung zum Ausdruck gelangt, wenn etwa von »Restschule«, »Verliererschule« oder gar von »Verwahranstalten für die Hoffnungslosen« die Rede ist. Matthias Völcker untersucht diese gesellschaftlich produzierte Verachtung und hinterfragt, wie die Schülerinnen und Schüler an Hauptschulen selbst mit dieser Stigmatisierung umgehen. Er befragte hierfür annähernd 1.300 Schülerinnen und Schüler und führte zahlreiche Gespräche, in denen die Schülerinnen und Schüler von ihren alltäglichen Erfahrungen und über das gesellschaftliche Bild einer entwerteten Schulform berichten. Es eröffnen sich damit Einblicke in einen Bildungsgang, der nicht nur gesellschaftlich weitgehend diskreditiert ist, sondern der gleichwohl diskreditierend wirkt und viele Benachteiligungen institutionell sogar noch verstärkt. Matthias Völcker zeigt sowohl theoretisch als auch empirisch, dass der Status »Hauptschüler« für die Betroffenen einen deutlichen sozialen Makel darstellt: »[…] dann bin ich auch noch Hauptschule gekommen und dann wars ja ganz vorbei – dann war ich dumm.« (Karina, 16 Jahre)
Aktualisiert: 2020-01-01
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Nationale Machtfelder und globalisierte Eliten

Nationale Machtfelder und globalisierte Eliten von Schneickert,  Christian
Die kapitalistische Globalisierung führte zu einer historisch einmaligen Konzentration von Macht und Reichtum in den Händen weniger. Die öffentliche Diskussion hierüber wird dabei meist von Verschwörungstheorien einer angeblich omnipotenten globalen Elite bestimmt. Eine kritische sozialwissenschaftliche Theorie von Macht und Eliten im Kontext der Globalisierung fehlte jedoch bislang. Christian Schneickert stellt nun eine empirisch fundierte Aktualisierung der sozialwissenschaftlichen Elitentheorie vor. Er analysiert in seiner international vergleichenden Studie die Sozialstruktur und Globalisierung politischer und wirtschaftlicher Eliten in vier sehr unterschiedlichen Staaten des globalen Nordens und Südens: Brasilien, Deutschland, Indien und den USA. Die Studie umfasst eine umfassende Darstellung der elitentheoretischen Debatten im 20. Jahrhundert und führt diese bis zu ihrer Erneuerung. Diese theoretischen Neuerungen wendet er sodann an umfangreichem empirischen Material an, indem er biografische Daten von 336 Spitzenpolitikern sowie Vorständen von Global 2000-Unternehmen als Analyse nationaler Machtfeldern konzipiert. Christian Schneickert verknüpft damit bisher nicht verfügbare empirische Daten mit Bourdieus Feldtheorie, welche in der deutschsprachigen Soziologie gegenwärtig große Bedeutung erlangt. Aber auch methodisch ist die Studie innovativ, indem neben klassischen statistischen Verfahren insbesondere multiple Korrespondenzanalysen zum Einsatz kommen.
Aktualisiert: 2020-01-01
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Auf den Spuren der Klassiker

Auf den Spuren der Klassiker von Witte,  Daniel
Die Theorie Pierre Bourdieus wird häufig als eine Synthese klassischer Ansätze bezeichnet, wobei typischerweise Weber, Durkheim und Marx als zentrale Referenzfiguren benannt werden. Kontextualisierenden Aussagen dieser Art kommt jedoch nicht lediglich ein disziplinhistorischer, sondern vielmehr auch ein systematischer Wert für die Verortung von Theorien zu, und damit: für die Bestimmung ihrer spezifischen Perspektivität und Anwendbarkeit. Worin genau die jeweiligen Anleihen zu sehen sind, in welchem Verhältnis sie zueinander stehen und inwieweit eine Fokussierung auf die genannten Autoren überhaupt gerechtfertigt ist, bleibt allerdings in der Regel unklar. Daniel Witte rekonstruiert die zentralen Erbstücke Max Webers, Emile Durkheims und Georg Simmels in Pierre Bourdieus Werk. Hierzu wird Bourdieus Ansatz in einem ersten Teil als Feldtheorie, d. h. mit Blick auf seinen differenzierungs- und gesellschaftstheoretischen Anspruch gelesen. In einem zweiten Teil werden die genannten Klassiker auf drei zentrale Aspekte der soziologischen Theorie hin befragt: die kategoriale Fundierung ihrer soziologischen Analytik, ihre Konzeptualisierung von Macht und Herrschaft sowie ihren differenzierungstheoretischen Gehalt. In der theorievergleichenden Zusammenschau ergibt sich mit dieser Studie das Bild Bourdieus als das eines modernen Klassikers, der fest auf den Schultern der Riesen des Faches steht, sich gegenüber einer oft unterstellten Nähe zu Marx jedoch als heimlicher Nachfolger Simmels erweist. Seine Gesellschaftstheorie zeigt sich vor diesem Hintergrund von neuen Seiten.
Aktualisiert: 2020-01-01
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Waffenbrüder im Streit

Waffenbrüder im Streit von Winkelkotte,  Manuel
Im Nahostkonflikt wurden verhandlungsbereite Fraktionen auf der arabischen Seite von radikalen Störern aus den eigenen Reihen an einer Konfliktlösung mit Israel gehindert. Diesen internen Streit untersucht Manuel Winkelkotte anhand der palästinensischen Nationalbewegung als einen Kampf um die Vorherrschaft von einer Fraktion. In seiner historisch-vergleichenden Studie zeigt er, dass dieser symbolische Kampf vorrangig von der Akkumulation und Monopolisierung von Kriegercharisma bestimmt wurde. Dabei wird die Nationalbewegung nach Pierre Bourdieu als ein politisches Feld definiert, auf dem die Fraktionen dazu bereit waren, sich gegenseitig als Waffenbrüder anzuerkennen, und die mutigste Fraktion konnte für sich hierdurch den Rang eines Vorkämpfers beanspruchen. Herausforderer inszenierten sich jedoch regelmäßig als Avantgarde im Kampf, um dieser Fraktion ihren Rang streitig zu machen, wohingegen der etablierte Vorkämpfer nach einem Ausstieg aus dem Konkurrenzkampf um Kriegercharisma suchte. Die Strategien der Monopolisierung von Kriegercharisma des Vorkämpfers und die Gegenstrategien der Herausforderer mündeten dabei in eine Eigendynamik der Gewalteskalation, deren Mechanismen im Buch aufgedeckt werden. Mit dieser Formalisierung einer Eigendynamik von Gewalt erbringt die Studie einen wichtigen Beitrag zur Konflikt- und Gewaltforschung und behandelt die Frage nach den Möglichkeiten einer Beendigung des Nahostkonfliktes unter einer völlig neuen Perspektive.
Aktualisiert: 2020-01-01
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Sozioanalyse als ‚epische Methode‘

Sozioanalyse als ‚epische Methode‘ von Brauneis,  Adrian
Ernst Weiß (1882-1940), highly regarded by his contemporaries, is nowadays unknown to most readers of literature. Less deplorable but overall nonetheless unsatisfactory is the current state of research on Weiß. Commendable efforts notwithstanding we still lack a comprehensive study of the whole body of work. This book shall close the gap. For the first time the evolution of Weiß’ Œuvre is traced in its entirety. The endeavor itself as well as its object of analysis are to be conceived as socio-analysis as defined by Pierre Bourdieu. Making the novels of Ernst Weiß the object of a socio-analysis it will be shown how the author takes his position within the literary field by means of as socio-analysis of bourgeois culture.
Aktualisiert: 2020-01-01
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Reproduktion sozialer Ungleichheit in Deutschland

Reproduktion sozialer Ungleichheit in Deutschland von Rehbein,  Boike
Boike Rehbein und sein Forschungsteam legen mit dieser Untersuchung die konstitutiven Mechanismen der sozialen Ungleichheit und die dadurch geschaffenen Trennlinien innerhalb der deutschen Gesellschaft frei. Für diese großangelegte Studie führten sie zwischen 2010 und 2015 über 300 qualitative Interviews zu Lebensläufen und erfassten eine repräsentative Stichprobe. Die Analyse dieser empirischen Daten zeigt, dass die Sozialstruktur Deutschlands durch das Zusammenspiel jahrhundertealter Traditionslinien, der Weitergabe von Habitus und Kapital an die jeweils nächste Generation und die unbewusste symbolische Klassifikation erklärt werden kann. Damit einhergehend wird in diesem Buch die deutsche Sozialstruktur Schritt für Schritt aufgefächert und erläutert, von historischen Klassenstrukturen über Gender, Migration und institutionelle Selektion bis zur Konstitution von Lebensläufen und Lebensstilen. Der Forschungsansatz basiert im Kern auf der Soziologie Pierre Bourdieus, wurde aber im Zusammenhang mit parallelen Untersuchungen in Brasilien, Indien und Südostasien weiter ausgearbeitet und im Hinblick auf internationale Vergleichbarkeit verallgemeinert.
Aktualisiert: 2020-01-01
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Soziale Ungleichheit und ständische Gesellschaft

Soziale Ungleichheit und ständische Gesellschaft von Füssel,  Marian, Weller,  Thomas
Thomas Weller: Soziale Ungleichheit und ständische Gesellschaft Marian Füssel: Die feinen Unterschiede in der Ständegesellschaft. Der praxeologische Ansatz Pierre Bourdieus Rudolf Schlögl: Hierarchie und Funktion. Zur Transformation der stratifikatorischen Ordnung in der Frühen Neuzeit Achim Landwehr: Foucault und die Ungleichheit. Zur Kulturgeschichte des Sozialen Claudia Ulbrich: Ständische Ungleichheit und Geschlechterforschung
Aktualisiert: 2020-01-01
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