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Jenseits aller Regeln

Jenseits aller Regeln von Denzler,  Martina, Landert,  Markus, Roethlisberger,  Rolf, Sedlmeier,  Astrid
Während über dreissig Jahren hat Rolf Röthlisberger, passionierter Sammler und ehemaliger Leiter des Psychiatrie-Museums der Klinik Waldau bei Bern, eine beeindruckende Sammlung von Aussenseiterkunst zusammengetragen, die von den 1920er- Jahren bis ins frühe 21. Jahrhundert reicht. Sie vereint Werke von künstlerisch tätigen Menschen, die wegen psychischer Krankheit, kognitiver Beeinträchtigung oder anderer widriger Umstände am Rand der Gesellschaft stehen. Mit den Künstlerinnen und Künstlern in engem Kontakt stehend, erwarb Röthlisberger die Werke bei persönlichen Besuchen in Kliniken, Ateliers oder Privatwohnungen direkt von ihnen. Dieses Buch, das anlässlich einer Ausstellung im Kunstmuseum Thurgau erscheint, präsentiert erstmals eine grosse Auswahl von Werken aus der Sammlung Rolf Röthlisbergers. Neben der Sammlung als solcher rückt die Theorieentwicklung rund um die Aussenseiterkunst in den Fokus. Markus Landerts Essay widmet sich dem Umgang mit der Kunst aus einer verrückten Welt. Kurztexte von Martina Denzler, Astrid Sedlmeier und Markus Landert untersuchen die Schwerpunkte der Sammlung anhand von Hauptwerken. Ein Interview mit Rolf Röthlisberger schliesslich gibt Einblick in die Entstehung seiner herausragenden Sammlung.
Aktualisiert: 2020-12-24
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Armand Schulthess

Armand Schulthess von Amslinger,  Tobias, Erdogan,  Hayat, Kneubühler,  Theo, Lüscher,  Ingeborg, Roeske,  Thomas, Szeemann,  Harald
Vor über fünfzig Jahren entdeckte die Künstlerin Ingeborg Lüscher in einem abgelegenen Tal des Tessin einen Einsiedler. Menschenscheu folgte er seiner Vision, in den Kastanienbäumen des Waldes, die sein Haus umgaben, unter freiem Himmel eine Enzyklopädie zu errichten, die alles Wissen dieser Welt versammeln sollte. Er hängte beschriebene kleine Tafeln, meist Deckel von Konservendosen in die Bäume. Mit dem vorliegenden Buch, der Arbeit, in der Lüscher Gespräche mit dem Künstler Armand Schulthess aufzeichnete, darunter auch von lebensbedrohlichen Situationen bei diesen Begegnungen berichtet, kam Lüscher auf die documenta 1972. Es wurde bald zum Kultbuch, der Einsiedler wurde nach seinem Tod berühmt und erhielt bisher 35 internationale Ausstellungen. Das Originalbuch erscheint jetzt als Faksimile in einem Schuber, in dem nachzulesen ist, wie es mit seinem Wald später weiterging. Man findet darin unveröffentlichte Fotos, und er enthält Texte u.a. von einer Philosophin, deren Überlegungen bis in heutige Pandemie-Zeiten reichen, von einem Kunsthistoriker, der Schulthess’ Werk – wie auch das der Autorin – einordnet, von einem Max-Frisch-Experten (denn der Einsiedler war massgeblich an der Gestaltung eines von dessen Büchern beteiligt) und von einem Psychoanalytiker, der erklärt, warum Schulthess, der Eremit, nicht geistesgestört war.
Aktualisiert: 2020-12-17
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