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Selbsterkenntnis in der Geschichte – Anthroposophische Gesellschaft und Bewegung im 20. Jahrhundert (Bd. 2) von Ravagli,  Lorenzo

Selbsterkenntnis in der Geschichte – Anthroposophische Gesellschaft und Bewegung im 20. Jahrhundert (Bd. 2)

Vom Bücherkonflikt zur Konsolidierung des Gründungsmythos 1953–1982

Die vorliegende Studie unternimmt den Versuch, eines der aufregendsten spirituellen Experimente des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive eines teilnehmenden und zugleich kritischen Beobachters im Kontext der zeitgenössischen Geschichte nachzuzeichnen und zu interpretieren. Diese Geschichte ist in dieser Form bisher noch nicht erzählt worden.

Den Schwerpunkt der Untersuchung bilden nicht Institutionen oder Organisationen, sondern die Debatten, die zwischen den Anthroposophen über ihr Selbstverständnis geführt wurden. Die Anthroposophische Gesellschaft soll, zumindest in ihrem Kern, eine Gemeinschaft von Geistesschülern sein.

So wie der einzelne Mensch ein persönliches Unbewusstes besitzt, besitzt eine Gemeinschaft oder Gesellschaft ein kollektives Unbewusstes, einen kollektiven Doppelgänger, der nicht nur aus den Doppelgängern der einzelnen Menschen besteht, die diese Gemeinschaft bilden, sondern eine »eigenständige Wesenheit« darstellt. Der spirituelle Leib des Hüters der Anthroposophischen Gesellschaft ist zusammengesetzt aus ihrer Geschichte, aus den Folgen ihrer Handlungen, Gefühle und Gedanken. Diese sind zu Ursachen des Schicksals und des Charakters dieser Gesellschaft geworden. Durch die Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Geschichte kann der Gesellschaft klar werden, wie sie in der Vergangenheit selbst die Grundlagen für ihre Gegenwart gelegt hat. Eine Gesamtdarstellung der Geschichte der anthroposophischen Bewegung im 20. Jahrhundert von diesem Gesichtspunkt aus ist bis heute nicht vorhanden.

Zu Band 2:
In der von 1966 bis 1984 dauernden Ära unter dem Vorsitz Rudolf Grosses versuchte die Gesellschaft, diesen Konflikt beizulegen. Der eingeschlagene Lösungsweg führte jedoch zu einer weiteren Sezession. Trotz ihrer internen Konflikte entfaltete die Anthroposophische Gesellschaft im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts eine zunehmende Breitenwirkung. Die Kehrseite dieser Wirkung war die Frage, ob und wie die ihr anvertraute spirituelle Substanz bewahrt werden konnte. Sie löste eine Suche nach der eigenen Identität aus. Diese führte ab der Mitte der 1970er Jahre zur Konsolidierung des Gründungsmythos. Im Zentrum dieses Mythos standen die Erzählungen über die Stiftung der Gesellschaft durch die Weihnachtstagung 1923/24, das Fortwirken Rudolf Steiners in ihr und die Heilung des Karmas ihrer Mitglieder.

Aus dem Inhalt von Band 2:
1953–1963: Ausbruch aus dem Elfenbeinturm
1964–1968: Von der »Bücherfrage« zum »Bücherbeschluss«
1969–1972: Fundamentalisten und Realisten
1973–1979: Anthroposophie im Aufschwung
1979–1982: Die Konsolidierung des Gründungsmythos

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Die Publikation Selbsterkenntnis in der Geschichte - Anthroposophische Gesellschaft und Bewegung im 20. Jahrhundert (Bd. 2) - Vom Bücherkonflikt zur Konsolidierung des Gründungsmythos 1953–1982 von ist bei Glomer.com erschienen. Die Publikation ist mit folgenden Schlagwörtern verschlagwortet: Anthroposophie, Anthroposophische Gesellschaft, Rudolf Steiner. Weitere Bücher, Themenseiten, Autoren und Verlage finden Sie hier: https://buchfindr.de/sitemap_index.xml . Auf Buch FindR finden Sie eine umfassendsten Bücher und Publikationlisten im Internet. Sie können die Bücher und Publikationen direkt bestellen. Ferner bieten wir ein umfassendes Verzeichnis aller Verlagsanschriften inkl. Email und Telefonnummer und Adressen. Die Publikation kostet in Deutschland 58 EUR und in Österreich 59.7 EUR Für Informationen zum Angebot von Buch FindR nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf!