Kasachstan als postsowjetischer Wohlfahrtsstaat von Scharff,  Roland, Umland,  Andreas

Kasachstan als postsowjetischer Wohlfahrtsstaat

Die Transformation des sozialen Schutzsystems

In der öffentlichen Meinung steht Kasachstan dem Bild eines Petrostaates näher als dem eines potentiell neuen Typs von Wohlfahrtsstaat. Zu Unrecht. Fortschritte und Misserfolge der Systemtransformation dieses Landes spiegeln sich im Konzept seiner Sozialpolitik und dessen Leistungen wider. Übergeordnetes Ziel ist dabei die anhaltende Verbesserung des Wohlfahrtsniveaus und des sozialen Schutzes für alle Bürger. In einen derartigen Prozess bringt jede Gesellschaft ihre spezifischen Hypotheken institutioneller, normativer und habitueller Art ein. Dies gilt in besonderem Maße für Kasachstan mit seinen vielfältigen Dualismen.
Roland Scharff präsentiert in seiner vorliegenden Studie das kasachische Wohlfahrtsregime als work in progress – und zwar nach folgenden Aspekten: Ausgangslage, normative Grundlagen, politisches und institutionelles Design, die Inputs, die Produktion von Wohlfahrt in ihren operativen Abläufen und das vorläufige Ergebnis (Outcome). Über dieses Gerüst hinaus geht er einer Reihe von Fragestellungen nach: Welche sozialstrukturellen Eigenheiten, insbesondere demographischer Art, und welche Dualismen (formell/informell) sind bei der Ausformung des Wohlfahrtsmix zu berücksichtigen? Welche Ressourcen werden mobilisiert? Verfügt die Regierung über ausreichend ‚governance‘ für deren optimalen Einsatz? Ist der Kapitalmarkt angemessen entwickelt? Welchen global wirkenden Anpassungszwängen unterliegt das Land?
Antworten auf diese Fragen finden sich in einer Fülle internationaler Einzelstudien, deren Ergebnisse hier auf den roten Faden zur Entwicklung des sozialen Schutzsystems gereiht werden. Der empirisch interessierte Leser kann Ansätze zur Gewinnung relevanter Daten in spezifischen Exkursen nachvollziehen. Wie die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, die Reform des Rentensystems und die vorzeitige Einlösung von Milleniumszielen als Outcome belegen, hat Kasachstan entgegen seinem Ruf als autokratischer Petrostaat viele Punkte der Schutz- und Wohlfahrtsagenda zielstrebiger eingelöst als das Gros der GUS-Partner.

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