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Botaniker, Künstler und Modelle des Wissens

Botaniker, Künstler und Modelle des Wissens von Vogel,  Gerd-Helge
Die Botanik als Wissenschaftsdisziplin und die botanische Illustration als künstlerisch-ästhetisches Konzept bilden eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst. Botanische Illustrationen vermitteln nicht allein phytologisches Wissen, sondern verfolgen ebenso ästhetische Strategien zur Generierung und zum Abbilden von botanischem Wissen. Der Autor untersucht verschiedene historische Modelle der botanischen Wissensvermittlung vor dem Hintergrund des geschichtlichen Wissenszuwachses, der im Laufe der Epochen innerhalb der Botanik auf dem Weg ihrer Emanzipation aus der Medizin und Pharmazie vor sich ging. Dank immer neuer wissenschaftlicher Untersuchungsmethoden entwickelten Botaniker und wissenschaftliche Illustratoren, die oft in Personalunion miteinander wirkten, verschiedenste botanische Wissensmodelle, deren methodische Strategien von anfangs einfachen zweidimensionalen Konstrukten schließlich bis hin zu vierdimensionalen Strukturen am Ende des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts reichten, um immer komplexer werdende Aussagen zu ermöglichen. Auf diese Weise wird zugleich ein Überblick über die historische Entwicklung der Botanik und der ästhetischen Vermittlung ihrer Erkenntnisse geboten, die von ihren Anfängen in der Antike über die Erfahrungen der „Väter der Botanik“ während der Aufbruchsphase des Renaissancehumanismus am Beginn der Neuzeit reicht, und in dieser Betrachtung an jenem Entwicklungsstand endet, an dem in der Moderne und Postmoderne neue Technologien der wissenschaftlichen Datenverarbeitung und Erzeugung bildgebender Verfahren im 20. Jahrhundert die bislang klassischen Wissensmodelle zu überwinden bzw. zu revolutionieren begannen.
Aktualisiert: 2020-11-30
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Ernst Moritz Arndt (1769–1860) Bilder aus seinem Leben und seiner vorpommerschen Heimat während der Franzosenzeit

Ernst Moritz Arndt (1769–1860) Bilder aus seinem Leben und seiner vorpommerschen Heimat während der Franzosenzeit von Albrecht,  Gerd, Vogel,  Gerd-Helge
Der 250. Geburtstag Ernst Moritz Arndts ist Anlass, dem volkstümlich gewordenen Dichter, Politiker, Historiker, Hochschullehrer und Agitator im Vineta-Museum Barth eine repräsentative Ausstellung zu widmen, in der dessen engagierter und aufopferungsvolle Einsatz für Freiheit, Gerechtigkeit und Einheit während der „Franzosentid“ in der Komplexität des damaligen Weltgeschehens beleuchtet wird. Im umfangreichen Begleitband zur Ausstellung wird aber nicht nur die schwere „Franzosentid“ der Unterjochung Schwedisch-Pommerns unter das machtvolle Zepter Napoleons thematisiert, sondern der gesamte Lebensabschnitt, den der aufrichtige Streiter für demokratische Freiheiten, gerechte Lebensverhältnisse und die Einheit Deutschlands ein halbes Leben lang in seiner Heimat Vorpommern als unerschöpfliche Kraftquelle durchlebt hatte. So richtet sich der Blick genauso auf die Kindheit und Jugend, die Arndt auf Rügen und Festlandrügen verbrachte. Unter dem Einfluss des Elternhauses, der Familie und Freunde schärften sich in diesen pommerschen Jahren gleichermaßen sein Gespür für die Widersprüche der Zeit wie sein Kampfgeist gegen jede Form von Unterdrückung und Ungerechtigkeit genauso wie seine unendliche Liebe zur Heimat mit ihrer einzigartigen Schönheit der Natur, den reichen kulturellen Schätzen und den wertvollen hier lebenden Menschen. Wie ein kaleidoskopartiges Panorama gewinnt der Leser anhand visueller wie sprachlicher Bilder Zeugnis vom vielgestaltigen Milieu in Schwedisch-Pommern vor dessen Übergang an Preußen 1815, als Arndt sich darauf vorbereitete, die Heimat für immer zu verlassen und mit den Aufgaben eines Geschichtsprofessors im Dienste einer gesamtdeutschen Zielsetzung neue Wurzeln im Rheinland zu schlagen.
Aktualisiert: 2021-01-08
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Pflanzen, Blüten, Früchte

Pflanzen, Blüten, Früchte von Vogel,  Gerd-Helge
Seit jeher ist der Mensch von der Wunderwelt der Pflanzen fasziniert. Sie sind ihm nicht nur Nahrung und Rohstoff zahlreicher Produkte, sondern er bedient sich ihrer auch als Quelle künstlerischer Inspirationen. Schon in den ältesten Kulturen begegnen uns Pflanzen und ihre Teile – vor allem die Blüten und Früchte – als ästhetisches Objekt, sei es als Ornament oder als realistisches Abbild. Und bereits in der Antike, vor allem aber seit der Renaissance zeigt sich auch zunehmend ein wissenschaftliches Interesse an der Flora in ihrer schier unerschöpflichen Vielfalt. So legten im 16. Jahrhundert die Pioniere der Botanik den Grundstein zur enzyklopädischen Erfassung und Erforschung der Vegetation, indem sie die bislang ungeordnete Pflanzenwelt klassifizierten, deren Familien und Arten bestimmten sowie ihre Nutzbarkeit analysierten. Dieser Prozess ist sogar heute noch nicht abgeschlossen und hatte immer auch Rückwirkungen auf die Kunst. Die in der Blütezeit der botanischen Illustration im 18. und 19. Jahrhundert entstandenen wissenschaftlichen Porträts von Pflanzen, Blüten und Früchten etwa waren ästhetisch derart anspruchsvoll, dass sie sich in prachtvollen Arrangements der Malerei, Graphik oder Bildhauerkunst und nicht zuletzt in der Mode, dem Kunsthandwerk und dem Design wiederfanden. Der Begleitband einer Ausstellung im Neuen Museum Biel (Schweiz) will an ausgewählten Beispielen die enge Wechselwirkung zwischen botanischer Wissenschaft und den verschiedenen Kunstgattungen beleuchten. Und weil sie hier einen Sammlungsschwerpunkt bildet, steht die botanische Illustration mit ihren verschiedenen Anwendungsbereichen im Zentrum der Betrachtung.
Aktualisiert: 2020-01-06
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Fritz von Uhde 1848–1911

Fritz von Uhde 1848–1911 von Vogel,  Gerd-Helge
Fritz von Uhde (1848–1911) ist die bedeutendste Künstlerpersönlichkeit, die im erzgebirgischen Wolkenburg geboren wurde. Er gehört zu den Klassikern des deutschen Impressionismus und Realismus und verdient deshalb internationale, nationale und vor allem auch regionale Aufmerksamkeit in seiner Heimat. Deshalb sah sich sein Geburtsort verpflichtet, aus Anlass des 100. Todestages Uhde mit der dritten Ausstellung seit seinem Tode überhaupt sowie mit einer internationalen Fachkonferenz zu würdigen, an der rund fünfzig Wissenschaftler und acht Fachreferenten, darunter aus Polen und Japan, teilnahmen. Das Symposium leistete einen wichtigen Beitrag zur Forschung und Aufarbeitung des Uhdeschen Erbes. Der darauf basierende Tagungsband fasst die Ergebnisse zusammen und versteht sich als Auftakt zu ähnlichen Veranstaltungen und Publikationen, die die Große Kreisstadt Limbach-Oberfrohna für die Zukunft plant.
Aktualisiert: 2020-01-06
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Joseph Mattersberger

Joseph Mattersberger von Vogel,  Gerd-Helge
Nach seiner Schulung in Salzburg, Passau und Mailand kam 1784 der aus Osttirol stammende klassizistische Bildhauer Joseph Mattersberger (1755–1825) nach Sachsen, wo er im Konferenzminister und Unternehmer Detlev Carl Graf von Einsiedel (1737–1810) einen potenten Förderer fand. In dessen Diensten führte er für das gräfliche Hüttenwerk in Lauchhammer gemeinsam mit Thaddäus Ignatius Wiskotschill (1753–1795) die Technologie des Eisenkunstgusses von Hohlfiguren zur Produktionsreife ein und schuf zahlreiche realistische Porträtbüsten. Mattersbergers Wirken blieb freilich keineswegs auf Sachsen beschränkt, sondern betraf unter anderem auch die Lombardei, Russland, Österreich und Schlesien. Der Begleitband einer auf Schloss Wolkenburg veranstalteten ersten Personalausstellung Joseph Mattersbergers enthält die in Vorbereitung seines 260. Geburtstages auf dem 2. Internationalen Wolkenburger Symposium zur Kunst gehaltenen Vorträge. Sie vermitteln einen fundierten Einblick sowohl in das Leben und Schaffen des Künstlers als auch in die lokalgeschichtlichen Hintergründe seines Wirkens vornehmlich in Sachsen und Schlesien. Darüber hinaus wird Mattersbergers Beitrag für die Entwicklung der Bildhauerausbildung ebenso beleuchtet wie die Distribution und der 'Gebrauch' der antikisierenden realistischen Eisenkunstgussplastik in Parks und öffentlichen Räumen um 1800.
Aktualisiert: 2020-01-06
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SOLI DEO GLORIA

SOLI DEO GLORIA von Vogel,  Gerd-Helge
Johann Böhm, der in Schneeberg eine über drei Generationen hinweg florierende eigene Werkstatt begründete, war einer der einflussreichsten Bildhauer des Frühbarocks im westsächsischen Raum. Anlässlich seines 350. Todestags fand in Böhms Geburtsstadt Hartenstein im Erzgebirge ein Symposium zu seinem Leben und Wirken statt. In dem daraus hervorgegangenen Tagungsband betrachten sechs namhafte Kunstwissenschaftler aus unterschiedlichen Blickwinkeln Persönlichkeit und Schaffen dieses Schöpfers zahlreicher Werke hauptsächlich der Sakralkunst. Sie beleuchten das familiäre Umfeld am Geburtsort sowie die soziokulturellen Bedingungen seiner Lehr- und Ausbildungszeit in Magdeburg, Leipzig und Dresden, aber auch die honorigen Auftraggeber aus der westsächsisch-ostthüringischen Region, die sich der Werke Johann Böhms zur Selbstrepräsentation und zu ihrem Nachruhm bedienten: Die im »SOLI DEO GLORIA« zum Ausdruck gebrachte »Gottesehre« war immer auch mit weltlichen Interessen verknüpft. Versucht wird nichts weniger als eine Neubewertung von Johann Böhms künstlerischem Werk. Die erste monographische Publikation illustriert zugleich das seinerzeit hohe Niveau der westsächsischen Bildhauerkunst. Hier entfaltete sich ein neben Magdeburg, Leipzig oder Dresden unabhängiges künstlerisches Zentrum, das eigene ästhetische Akzente zu setzen vermochte.
Aktualisiert: 2020-01-06
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Rudolf Nehmer

Rudolf Nehmer von Vogel,  Gerd-Helge
Rudolf Nehmer (1912–1983) gehörte zu den bedeutendsten Dresdner Malern in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als Spezialist von Porträts, Stillleben, als Graphiker, Zeichner und Illustrator, dessen Schaffen sich an der deutschen Renaissance und der Neuen Sachlichkeit orientierte, war er in doppelter Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung, weil er sich sowohl stilistisch als auch inhaltlich nicht an die Prinzipien des sozialistischen Realismus hielt bzw. diese subversiv ausnutzte, um in doppelbödiger Aussage den Betrachter seiner Werke zum kritischen Denken anzuregen. Als unangepasster Künstler mit christlichen und gesellschaftskritischen Themen erfuhr Nehmer in DDR-Zeiten nur bedingt Förderung, gleichwohl konnte seine künstlerische Bedeutsamkeit nicht verschwiegen werden, zumal sein Hauptwerk 'Orbis pictus' auf der VII. Kunstausstellung der DDR zum Besuchermagneten wurde. Der Titel begleitet eine Ausstellung, die aus Anlass des 100. Geburtstags des Künstlers zunächst in Wolkenburg und später in Barth gezeigt wird.
Aktualisiert: 2020-01-06
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CATHAI UND NIPPON IM GARTEN ODER AUF DER SUCHE NACH GLÜCK

CATHAI UND NIPPON IM GARTEN ODER AUF DER SUCHE NACH GLÜCK von Vogel,  Gerd-Helge
Ostasien galt über viele Jahrhunderte als Projektionsfläche der europäischen Sehnsuchtskultur. Die Suche nach Glück ist eine der großen Triebkräfte des Menschen in seinem kulturellen Handeln. Aus der Misere der Gegenwart wird das Hoffen auf Besserung der Welt in einem Glücksverlangen oft auf ferne Zeiten und Räume projiziert. Mit der Kritik an der Wirklichkeit des Hier und Heute wird ein idealer Gegenentwurf geschaffen, der z. B. im Wunschbild „Wunderland Cathay“ eine entsprechende Folie zur Verwirklichung in der Gartenkunst findet. Beflügelnd wirkten dabei die zunehmenden Kenntnisse über die Welt Ostasiens, die seit den Zeiten Marco Polos über den Handel, Gesandtschaftsreisen und die Chinamissionen nach Europa gelangten und aufgrund der Berichte über weise Herrscher und luxuriöse Produkte die Länder China und Japan in den Augen der Europäer als Glücksländer erschienen ließen. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich mit dem Trianon de porcelaine am französischen Hofe Ludwig XIV. eine europäische Chinabegeisterung, die von 1670 bis ca. 1820 über drei Phasen hinweg anhielt. Es entstanden in nahezu allen Gärten Europas Nachahmungen chinoiser Bauten, in denen sich das exotische Wunschbild eines fernen Glückslandes manifestierte. Dabei spielte Sachsen vor allem unter der Herrschaft Augusts des Starken in der Ausprägung der Chinamode eine entscheidende Rolle in Europa.
Aktualisiert: 2020-11-19
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