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Wandlungen

Wandlungen von Bornewasser,  Ulrike, Dederichs,  Michael, Gerges,  Dr.med. Christian, Jüsten-Mertens,  Margrit, Kammann,  Dr. Bruno, Lewejohann,  Stefan, Schloßmacher,  Dr.,  Norbert, Schmelzer,  Dr. Monika, Struth,  Helene
WANDLUNGEN Auf einem Grundstück, das für den Bau einer Kirche vorgesehen war, entstand 1940 am Handweiser in Düsseldorf-Heerdt ein Hochbunker, der im Zweiten Weltkrieg vielen Menschen Zuflucht bot. Nach dem Krieg erfolgte auf Initiative des tatkräftigen Pfarrers Dr. Carl Klinkhammer der Umbau des Bunkers zur katholischen Kirche St. Sakrament, die fast 70 Jahre das Zentrum einer sehr lebendigen Gemeinde war. 2015 wurde die sogenannte Bunkerkirche der koptisch-orthodoxen Gemeinde übertragen. Menschen, die aus ihrer Heimat vor Krieg und Terror flüchten mussten, haben hier einen Ort für den Gottesdienst gefunden. Die Geschichte von Heerdt, der Bau des Bunkers, seine Umwandlung zur Kirche St. Sakrament, die Ausstattung der Bunkerkirche, aber auch ein Überblick über kulturelle Veranstaltungen, die dort stattgefunden haben und einen Ausblick auf die Zukunft als koptisch-orthodoxe Kirche St. Maria, sind in diesem Buch dokumentiert. Die Bunkerkirche ist ein Bauwerk, das viele Wandlungen erfahren hat.
Aktualisiert: 2020-07-17
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„Mit Lärmen und mit Prassen“

„Mit Lärmen und mit Prassen“ von Schloßmacher,  Dr.,  Norbert
Die Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung folgt den Spuren studentischen Lebens im 19. Jahrhundert in Bonn, und zwar außerhalb der Hörsäle. Auf 60 Seiten wird anhand zahlreicher Grafiken und Fotografien insbesondere das Freizeitverhalten der Studenten thematisiert. Beliebte Gaststätten in Bonn und dem Umland, nicht zuletzt die Lindenwirtin Aennchen Schumacher als „Mutter der Studenten“, werden ebenso abgebildet wie bislang ungezeigte Semesterbilder aus der Grafischen Sammlung von Stadtarchiv und Stadthistorischer Bibliothek sowie Szenen aus dem studentischen Leben, darunter eine Bildfolge zum Bonner Karzer.
Aktualisiert: 2019-08-18
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Der erste Weltkrieg in Bonn

Der erste Weltkrieg in Bonn von Schloßmacher,  Dr.,  Norbert
Zur Einführung D O M I N I K G E P P E R T und N O R B E R T S C H L O S S M A C H E R Traditionell stellt in Deutschland die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg das Gedenken an den Ersten Weltkrieg in den Schatten. Wenn vom „Krieg“ die Rede ist, steht einem hierzulande, anders als etwa in Großbritannien, Belgien oder Frankreich, normalerweise nicht der Große Krieg der Jahre 1914 bis 1918 vor Augen. Man denkt vielmehr an den von Hitler-Deutschland entfesselten Zweiten Weltkrieg, der gerade im Osten Europas als ein Vernichtungskrieg in bis dahin unbekannten Dimensionen und mit unvorstellbarer Grausamkeit auch gegen die Zivilbevölkerung geführt worden ist. Die überragende Bedeutung des Zweiten Weltkriegs für das deutsche (und für das europäische) Selbstverständnis ist geblieben. Dennoch haben sich in jüngster Zeit die Akzente auf eine bemerkenswerte Weise verschoben. 2014, als man in Europa den 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs und den 75. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs beging, hat in Deutschland die Debatte über die Ursprünge des Ersten Weltkriegs erstmals seit vielen Jahrzehnten das Gedenken an den Zweiten Weltkrieg überlagert. Zwar ist die öffentliche Aufmerksamkeit mit dem Ende des Jubiläumsjahres 2014 fast schlagartig wieder verebbt. An das Massensterben an der Somme oder vor Verdun, das sich 2016 jährte, ist bereits wieder in eher routiniert-distanzierter Art erinnert worden. Dennoch ist der Erste Weltkrieg uns Zeitgenossen zu Beginn des 21. Jahrhunderts auf eine Weise näher gerückt, die noch vor wenigen Jahren unvorstellbar erschien. Die Zeit vor 1914 wird in vielen neueren Untersuchungen nicht mehr als überwundene „schlechte“ Vergangenheit im Gegensatz zu einer besseren, klügeren und moralisch überlegenen Gegenwart dargestellt.1 Vielmehr erhalten diese Studien gerade dadurch ihren Reiz, dass sie Ähnlichkeiten mit unseren Tagen akzentuieren und uns als „Erben dieses Krieges“ beschreiben.2 Die Jahre vor 1914 treten uns als eine Epoche forcierter Globalisierung und Modernisierung entgegen, als eine Zeit hochkomplexer europäischer Krisen, in der es Selbstmordattentäter und Terroranschläge gab. Damit erleben wir anstatt eines Verfremdungseffekts die relative Vertrautheit einer eigentlich doch recht fernen Vergangenheit. Das gewachsene Interesse am Ersten Weltkrieg beschränkt sich nicht auf den Kriegsbeginn und das Geschehen an der Front. Auch die Auswirkungen des Krieges auf das Alltagsleben in der Heimat findet größere Aufmerksamkeit. Die neuere Forschung betont als wesentliches Charakteristikum der industriellen Kriege des 20. Jahrhunderts, dass sie zunehmend als totale Kriege geführt wurden. Die Grenzen zwischen militärischer und ziviler Sphäre, zwischen Kombattanten und Nichtkombattanten, ja sogar zwischen privatem und öffentlichem Bereich lösten sich zusehends auf. Insofern verbietet es der Charakter des modernen Krieges, die historische Untersuchung auf die Ebene der großen Politik und das militärische Geschehen an der Front zu beschränken. In dem Maße, in dem die Bedeutung der sogenannten Heimatfront für den Ausgang des Krieges zunahm, wächst auch deren Relevanz für die historische Forschung. Wer den alle Dimensionen von Politik, Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft durchdringenden Charakter eines totalen Krieges historiographisch erfassen will, der muss sich geographisch beschränken. Diese forschungspraktische Notwendigkeit hilft zu erklären, warum gerade Stadtgeschichten zu den fruchtbarsten und innovativsten Beiträgen der neueren Geschichtsschreibung über den Ersten Weltkrieg zählen. Eine Stadt, so hat es Jay Winter in der vergleichend angelegten Studie über „Capital Cities at War“ ausgedrückt, nehme eine Mittelposition zwischen der „erlebten“ Gemeinschaft der unmittelbaren Nachbarschaft und der „vorgestellten“ Gemeinschaft der Nation ein. Diese Zwischenstellung ermögliche es, sowohl die imaginierte als auch die sichtbare Existenz eines Gemeinwesens im Detail zu analysieren.3 Die Stadt, schrieb Roger Chickering in seinem Meisterwerk über „Freiburg im Ersten Weltkrieg“, sei klein genug, um „eine bestimmte Anzahl ihrer Bürger für die Zeit des Krieges mit einem gewissen Vertrauen in die Statistik verfolgen“ zu können. Freiburgs Erfahrungen im Ersten Weltkrieg seien vielleicht weder typisch noch repräsentativ; sie seien aber doch so umfassend, dass sie eine Reihe komparativer Verallgemeinerungen stützen.4 Gleiches gilt für Bonn, das wie Freiburg und alle anderen Städte im Deutschen Reich, zunächst mit den Herausforderungen der Mobilmachung, später mit den Belastungen durch den Ressourcenmangel – von der Nahrungsmittelknappheit bis zur Erschöpfung der Arbeitskräfte – und schließlich mit den Folgewirkungen des militärischen, politischen, sozio-ökonomischen und kulturellen Umbruchs am Kriegsende zu kämpfen hatte.5 Zur Bewältigung der kriegsbedingten Notlagen waren nicht nur die kommunalen Verwaltungen aufgerufen (in Bonn unter der Leitung des langjährigen Oberbürgermeisters Wilhelm Spiritus), sondern auch das, was wir heute Zivilgesellschaft nennen würden: Unternehmer, Arbeiter, Handwerker, die Professorenschaft und allgemein das Bildungsbürgertum, die in Bonn besonders zahlreichen wohlhabenden Rentiers und pensionierten Beamten sowie nicht zuletzt die zahlreichen Frauen in ihren Zirkeln und Verbänden, die Wollsachenspenden oder Liebesgabensendungen organisierten und vorübergehend die Rolle der Männer übernahmen bzw. übernehmen mussten. Zu den Besonderheiten der Bonner Erfahrung des Ersten Weltkriegs gehörte die Tatsache, dass die Stadt als Standort der zweitgrößten preußischen Universität – und noch dazu als akademische Ausbildungsstätte des deutschen Kaisers und einiger seiner Söhne – zu Beginn des Krieges stärker als andere Orte in den Sog der mentalen Mobilisierung und Selbstmobilisierung geriet; auch hier wich jedoch anfänglicher Enthusiasmus bald der Ernüchterung und einem zähen Durchhaltewillen unter dem Eindruck immer größerer Zahlen von Gefallenen und Verwundeten, die in den verschiedenen Lazaretten der Stadt gepflegt wurden. Auch in Bonn litt man Hunger, wenn auch vielleicht wegen der relativ guten Versorgungslage in einem fruchtbaren agrarischen Umland nicht so sehr wie andernorts. Dafür wurden die grenznahen Städte im Westen des Reiches – neben Bonn beispielsweise auch Trier, Koblenz oder Köln – Opfer von Luftangriffen. Die Demobilisierung und der Übergang zur neuen Ordnung nach dem Kriege verliefen vergleichsweise glimpflicher und weniger anarchisch als anderswo. Nicht zufällig bildete sich in Bonn ein Arbeiter-, Bürger- und Soldatenrat (das proletarische und militärische Element wurde somit durch Einbeziehung bürgerlicher Kräfte ergänzt und entschärft). Die Plünderung eines Zigarrengeschäfts bildete bereits den Höhepunkt revolutionärer Gewalt. Die Quellenbasis zur Erforschung des Ersten Weltkriegs in Bonn ist sehr gut. Insbesondere die reichhaltige Kriegssammlung im Bonner Stadtarchiv bietet eine exzellente Grundlage für eine ebenso umfassende wie differenzierte Untersuchung der Bonner Heimatfront in den Jahren zwischen 1914 und 1918. Bemerkenswert sind gerade auch die Fotografien aus dem Bonn der Kriegszeit, von denen viele im Folgenden erstmals veröffentlicht werden.6 Hinzu kommen die Unterlagen des Archivs der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, die Bestände im Geheimen Staatsarchiv in Berlin-Dahlem mit den Akten zur preußischen Administration der Rheinprovinz sowie die einschlägige Memoiren- und Erinnerungsliteratur. Trotz dieser ungewöhnlich breiten und reichen Quellen liefern die 18 Beiträge dieses Bandes keine Bonner histoire totale. Wünschenswert wären beispielsweise eine Untersuchung der Rolle der Kirchen, eine Darstellung des Kulturgeschehens und den Sport sowie ein Blick auf die Finanzpolitik der Stadt in jenen Kriegsjahren, um nur diese wenigen Beispiele zu nennen. Auch sind aufgrund der ungleich besseren archivalischen Überlieferung die Verhältnisse in Alt-Bonn sehr viel besser zu rekonstruieren als die Entwicklungen im rechtsrheinischen Beuel oder im südlich gelegenen Godesberg; entsprechend weniger prominent kommen die erst später eingemeindeten Teile Bonns in den folgenden Beiträgen vor. In fast jedem Krieg kommt es schlimmer als von den Zeitgenossen erwartet, wird anfängliche Zuversicht enttäuscht und bange Befürchtung von der grausamen Realität der Kämpfe und ihrer Folgen noch übertroffen. Im Ersten Weltkrieg klafften Erwartung und Wirklichkeit, Hoffnung und Enttäuschung, Opfer und Ergebnis besonders dramatisch auseinander.7 Die historische Forschung hat das zur nationalen Sinnstiftung des Krieges stilisierte sogenannte Augusterlebnis enthusiastischer Kriegsbegeisterung im Sommer 1914 zwar – nicht zuletzt mit Hilfe regionalgeschichtlicher Untersuchungen – weitgehend als Mythos beziehungsweise als propagandistische Inszenierung enttarnt.8 Und wir wissen heute auch, dass die optimistische Vorstellung eines kurzen Krieges, der bis Weihnachten siegreich vorüber sein werde, von den militärischen Oberbefehlshabern schon im Sommer 1914 nicht so ohne weiteres geteilt wurde; sie wussten um die Zerstörungskraft und potenzielle Dauer eines modernen Massenkrieges. Dennoch kann man die desillusionierende und desorientierende Wirkung des Ersten Weltkrieges gar nicht hoch genug veranschlagen. Jörn Leonhard hat in diesem Zusammenhang von einem „Wirklichkeitsumbruch“ gesprochen, der im Sommer und Herbst 1914 stattfand.9 Mit diesem Wirklichkeitsumbruch, seinen Ursprüngen und Konsequenzen beschäftigen sich auch die folgenden Untersuchungen zur Bonner Heimatfront.
Aktualisiert: 2018-10-01
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