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Mehr als die Summe seiner Symptome

Mehr als die Summe seiner Symptome von Prosetzky,  Ingolf
Das Williams-Beuren-Syndrom (WBS) ist eine seltene neuropsychologische Entwicklungsstörung, die zumeist mit einer geistigen Behinderung einhergeht. Ausgangspunkt des veränderten Entwicklungspfades sind Genverluste auf dem Chromosom 7. Seit über 30 Jahren haben das neurokognitive Profil (hohe sprachliche Flüssigkeit und Kompetenz, große Probleme beim räumlichen Denken und Handeln) und das rätselhafte Sozialverhalten zu intensiver disziplinübergreifender Forschungstätigkeit angeregt. Die Identifizierung des genetischen Markers und die Aufdeckung der hirnfunktionellen Ursachen für die räumlich-konstruktiven Denk- und Handlungsprobleme gelten als Meilensteine der WBS-Forschung. Dennoch ist Ernüchterung eingetreten, denn die erhofften einfachen Rückschlüsse vom Geno- zum Phänotyp erweisen sich erkenntnistheoretisch als illusorisch und lebensweltlich fragwürdig: Es gibt kaum Nutzen aus der Grundlagenforschung, das Syndrom erscheint nur als Summe von Symptomen, die Eltern finden in der defektorientierten Literatur wenig Subjektbezug. Ursächlich hierfür ist der gegenwärtig dominierende Forschungsansatz, die Quellen bewusster psychischer Prozesse und des Verhaltens – sowie deren mögliche Störungen unter den Bedingungen des WBS – entweder in den Tiefen der Gene, des Gehirns oder des Geistes zu suchen. Dieser Reduktionismus von oben bzw. von unten lässt jedoch außer Acht, was für Eltern und Pädagogen im Zentrum des Interesses steht: das fühlende, denkende und widersprüchlich handelnde Subjekt. Mithilfe der kulturhistorischen Theorie (VYGOTSKIJ, LEONT’EV, LURIJA und JANTZEN) und deren Ansatz, die Quellen der bewussten Tätigkeit und des Verhaltens in den äußeren Lebensbedingungen des gesellschaftlichen Lebens zu identifizieren, schließt Ingolf PROSETZKY diese Lücke. Seine methodologische Arbeit verbindet das 'zersplitterte' Forschungsfeld, ermöglicht durch den subjekt- und entwicklungsorientierten Zugang ein ganzheitliches Syndrombild und zeigt pädagogische Handlungsperspektiven auf.
Aktualisiert: 2021-03-13
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»Es kommt darauf an, sich zu verändern …«

»Es kommt darauf an, sich zu verändern …« von Feuser,  Georg, Jantzen,  Wolfgang, Lanwer,  Willehad, Prosetzky,  Ingolf, Rödler,  Peter, Stinkes,  Ursula
In der von Wolfgang Jantzen entwickelten rehistorisierenden Diagnostik geht es um eine erklärende und verstehende Bearbeitung von diagnostischen Daten. Dementsprechend werden behinderte und psychisch kranke Menschen nicht als Objekt der Behandlung sondern als Subjekt der Anerkennung begriffen. Insofern zielt sie daher auf die Wiedergewinnung der biografischen Dimension. Einerseits ist die Rekonstruktion der verschiedenen Ebenen des ganzheitlichen Menschen (körperlich, psychisch, sozial) der Schlüssel zu einem Neuverständnis. Andererseits kommt – im Übergang zum Verstehen – der Reflexion des Diagnostizierenden hohe Bedeutung zu.
Aktualisiert: 2022-02-15
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Empowerment und Exklusion

Empowerment und Exklusion von Diep,  Lucie, Feuser,  Georg, Herzog,  Günter, Hillbrecht,  Andreas, Hoffmann,  Thomas, Jantzen,  Wolfgang, Köbsell,  Swantje, Kraft,  Kristina, Lanwer,  Willehad, Mendoza,  Breny, Prosetzky,  Ingolf, Rödler,  Peter, Schädler,  Johannes, Sierck,  Udo, Stinkes,  Ursula, Stosiek,  Daniel, Vidal Fernández,  Fernando, von Daniels,  Susanne, Weiß,  Hans, Wolbring,  Gregor, Ziegler,  Jean
Ein kritisches Bewusstsein für Ausgrenzung und Verletzbarkeit von marginalisierten Gruppen ist für den deutschen Diskurs um Empowerment von zentraler Bedeutung. Zum ersten Mal beziehen die AutorInnen in diesen Diskurs auch die Debatte um Exklusion und Alterität mit ein und lassen die von Diskriminierung, Armut und Ausgrenzung betroffenen Menschen, deren Stimmen in der Gesellschaft weder Gehör finden noch eine politische Bedeutung haben, selbst zu Wort kommen. Sie plädieren für eine Ethik der Befreiung als Antwort auf Unterdrückung und Ausschließung.
Aktualisiert: 2022-02-15
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Sozialisation und Behinderung

Sozialisation und Behinderung von Feuser,  Georg, Jantzen,  Wolfgang, Lanwer,  Willehad, Prosetzky,  Ingolf, Rödler,  Peter, Stinkes,  Ursula
Bis heute besitzt Wolfgang Jantzens Sozialisation und Behinderung (1974), mit dem ihm eine sozialwissenschaftliche Fundierung der Behindertenpädagogik gelang, Aktualität. Behinderung kann seines Erachtens nicht bloß individualistisch gesehen werden. Daher legt er den Fokus auf die soziale Konstruktion von Behinderung, historische und sozialepidemiologische Befunde, die Diskussion des Verhältnisses von Klasse und Schicht sowie die Auswertung von Vorurteilsstudien.
Aktualisiert: 2022-02-15
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Blick zurück nach vorn – WegbereiterInnen der Inklusion

Blick zurück nach vorn – WegbereiterInnen der Inklusion von Bernhardt,  Christoph, Deppe,  Helga, Dreher,  Walther, Feuser,  Georg, Hömberg,  Nina, Jantzen,  Wolfgang, Lanwer,  Willehad, Müller,  Frank J., Podlesch,  Wolfgang, Prengel,  Annedore, Prosetzky,  Ingolf, Rödler,  Peter, Schnell,  Irmtraud, Schönwiese,  Volker, Stinkes,  Ursula, Wocken,  Hans
Im Rahmen des Projekts Blick zurück nach vorn werden führende WissenschaftlerInnen aus dem Bereich Integrationspädagogik zu ihren persönlichen Erfahrungen, zu ihrem eigenen Zugang zum Themenfeld Inklusion, zu ihren Forschungsschwerpunkten sowie zu künftigen Herausforderungen befragt. Die Interviewten zeichnen dabei die Entstehungsgeschichte des Gemeinsamen Unterrichts vor dem Hintergrund ihrer eigenen biografischen Entwicklung nach und skizzieren in der Zusammenschau die Entwicklung bis zur Gegenwart. Ergänzt werden die jeweiligen Interviews durch je einen repräsentativen Artikel des Interviewten und durch ausgewählte Literaturlisten.
Aktualisiert: 2022-02-15
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Seelenwissenschaft von der Antike bis zur Gegenwart

Seelenwissenschaft von der Antike bis zur Gegenwart von Feuser,  Georg, Jantzen,  Wolfgang, Jungblut,  Tatjana, Lanwer,  Willehad, Prosetzky,  Ingolf, Rödler,  Peter, Stinkes,  Ursula
Tatjana Jungblut erinnert an die Rolle des Seelischen bei psychischer Erkrankung und Behinderung und tritt der Reduktion des Psychischen auf Bewusstseinsvorgänge entgegen. In Analysen von über 115 DenkerInnen begibt sie sich schrittweise von der Antike bis zur Gegenwart und schafft damit die Grundlagen für eine historisch fundierte moderne Konzeption von Körper, Seele und Geist.
Aktualisiert: 2022-02-15
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Mehr als die Summe seiner Symptome

Mehr als die Summe seiner Symptome von Prosetzky,  Ingolf
Das Williams-Beuren-Syndrom (WBS) ist eine seltene neuropsychologische Entwicklungsstörung, die zumeist mit einer geistigen Behinderung einhergeht. Ausgangspunkt des veränderten Entwicklungspfades sind Genverluste auf dem Chromosom 7. Seit über 30 Jahren haben das neurokognitive Profil (hohe sprachliche Flüssigkeit und Kompetenz, große Probleme beim räumlichen Denken und Handeln) und das rätselhafte Sozialverhalten zu intensiver disziplinübergreifender Forschungstätigkeit angeregt. Die Identifizierung des genetischen Markers und die Aufdeckung der hirnfunktionellen Ursachen für die räumlich-konstruktiven Denk- und Handlungsprobleme gelten als Meilensteine der WBS-Forschung. Dennoch ist Ernüchterung eingetreten, denn die erhofften einfachen Rückschlüsse vom Geno- zum Phänotyp erweisen sich erkenntnistheoretisch als illusorisch und lebensweltlich fragwürdig: Es gibt kaum Nutzen aus der Grundlagenforschung, das Syndrom erscheint nur als Summe von Symptomen, die Eltern finden in der defektorientierten Literatur wenig Subjektbezug. Ursächlich hierfür ist der gegenwärtig dominierende Forschungsansatz, die Quellen bewusster psychischer Prozesse und des Verhaltens – sowie deren mögliche Störungen unter den Bedingungen des WBS – entweder in den Tiefen der Gene, des Gehirns oder des Geistes zu suchen. Dieser Reduktionismus von oben bzw. von unten lässt jedoch außer Acht, was für Eltern und Pädagogen im Zentrum des Interesses steht: das fühlende, denkende und widersprüchlich handelnde Subjekt. Mithilfe der kulturhistorischen Theorie (VYGOTSKIJ, LEONT’EV, LURIJA und JANTZEN) und deren Ansatz, die Quellen der bewussten Tätigkeit und des Verhaltens in den äußeren Lebensbedingungen des gesellschaftlichen Lebens zu identifizieren, schließt Ingolf PROSETZKY diese Lücke. Seine methodologische Arbeit verbindet das 'zersplitterte' Forschungsfeld, ermöglicht durch den subjekt- und entwicklungsorientierten Zugang ein ganzheitliches Syndrombild und zeigt pädagogische Handlungsperspektiven auf.
Aktualisiert: 2021-03-13
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Seele, Sinn und Emotionen

Seele, Sinn und Emotionen von Feuser,  Georg, Jantzen,  Wolfgang, Lanwer,  Willehad, Prosetzky,  Ingolf, Rödler,  Peter, Stinkes,  Ursula
Indem er Emotionen und Seele als raumzeitliche Vorgänge von Oszillation und Resonanz beschreibt, ermöglicht Wolfgang Jantzen ein vertieftes Verständnis von Pädagogik und Psychotherapie sowie der Bedeutung von Kunst und Musik für Prozesse der Inklusion. Darüber hinaus regt er ein Neudenken von Metaphysik in den Traditionen von Marx und Spinoza an. Mit den hier versammelten Essays zu Basisproblemen der Humanwissenschaften im Kontext kulturhistorischer Theorie und zu Möglichkeiten einer dialektisch-materialistischen Metaphysik entwickelt der Autor eine Theorie mit hoher Praxisrelevanz.
Aktualisiert: 2022-02-15
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Intersubjektivität, soziale Exklusion und das Problem der Grenze

Intersubjektivität, soziale Exklusion und das Problem der Grenze von Feuser,  Georg, Jantzen,  Wolfgang, Lanwer,  Willehad, Prosetzky,  Ingolf, Rödler,  Peter, Steffens,  Jan, Stinkes,  Ursula
Intersubjektive Begegnung und soziale Sinnbildung gehen in der Moderne durch soziale Exklusion, Diskriminierung und Verdinglichung zunehmend verloren. Jan Steffens’ interdisziplinäres Projekt zielt entgegen dieser Entwicklung auf eine neue Kultur des »In-Beziehung-Tretens« ab, die mehr soziale Gerechtigkeit ermöglicht.
Aktualisiert: 2022-04-21
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Inklusive Kulturschöpfung

Inklusive Kulturschöpfung von Feuser,  Georg, Jantzen,  Wolfgang, Kessler-Kakoulidis,  Lucia, Lanwer,  Willehad, Prosetzky,  Ingolf, Rödler,  Peter, Soulis,  Spyridon-Georgios, Stinkes,  Ursula
Auch Menschen mit Behinderungen tragen zur Kultur bei. Soulis und Kessler-Kakoulidis zeigen, dass Behinderung ein soziales Konstrukt ist, wodurch Betroffene benachteiligt und daran gehindert werden, gleichberechtigt an der Gesellschaft teilzunehmen. Um Ausgrenzung, Isolation und Stigmatisierung vorzubeugen, plädieren sie für mehr Toleranz gegenüber den individuellen Ausdrucksmöglichkeiten anderer Menschen. Anhand von Fallbeispielen verdeutlichen sie, wie Lehrerin und Lehrer den kulturellen Beitrag ihrer Schülerinnen und Schüler mit einer Behinderung wahrnehmen und fördern können.
Aktualisiert: 2022-06-16
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