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Wiedergewonnene Geschichte – Zur Aneignung von Vergangenheit in den Zwischenräumen Mitteleuropas

Wiedergewonnene Geschichte – Zur Aneignung von Vergangenheit in den Zwischenräumen Mitteleuropas von Loew,  Peter O, Pletzing,  Christian, Serrier,  Thomas
Europa ist ein Kontinent der Zwischenräume, also von Regionen, die seit Jahrhunderten von ethnischen, kulturellen oder sprachlichen Überlegungen geprägt sind. Wie wurde die staatliche Inbesitznahme europäischer Grenzregionen historisch legitimiert? Wie setzen sich die Einwohner mit diesen „Zwischenräumen" auseinander? Vom Topos der „wiedergewonnenen Gebiete" bis hin zur „wiedergewonnenen Geschichte" reicht das Spektrum der Fragen, mit denen sich 20 Historiker, Soziologen, Literaturwissenschaftler und Ethnologen aus Frankreich, Polen, Deutschland und Russland in diesem Band beschäftigen. Im Mittelpunkt stehen die von vielfältigen Aneignungsprozessen geprägten Kontaktzonen Mitteleuropas: die deutsch-polnischen Grenzgebiete, Elsass und Lothringen, aber auch die Karpato-Ukraine, das nördliche Ostpreußen (Königsberg/Kaliningrad) und das Baltikum. „Europa als Patchwork der Regionen, als Collage vieler miteinander verflochtener Zwischenräume – diese gegen die nationalen Meistererzählungen gerichtete Konstruktion Europas „von unten" als Bestandteil einer neuen Sicht auf die Geschichte Europas bedarf einer intensiven, vergleichenden Aufarbeitung regionaler Geschichten, die sich bislang vielfach nicht oder nur unvollständig Gehör verschafft haben." (Aus der Einleitung)
Aktualisiert: 2020-01-29
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Die Destruktion des Dialogs

Die Destruktion des Dialogs von Bingen,  Dieter, Loew,  Peter O, Wóycicky,  Kazimierz
Gerade in den deutsch-polnischen Beziehungen kehrten negative Fremd- und Feindbilder zu Beginn des neuen Jahrtausends mit einer am Anfang der 1990er Jahre nicht mehr für vorstellbar gehaltenen Intensität in den politischen Diskurs zurück. Anstelle der Suche nach einem gemeinsamen verantwortlichen Umgang mit der Geschichte beobachten wir eine Rückkehr zu Nationenbildern und Emotionen, die wir in dieser Form seit zwei Jahrzehnten überwunden glaubten. Der vorliegende Tagungsband beleuchtet nicht nur die aktuellen Geschehnisse, sondern geht auch in zweifacher Hinsicht vergleichend vor: zum einen diachron durch den Rückblick auf die unterschiedlichen Epochen und politischen Systeme des 20. Jahrhunderts, und zum anderen synchron, indem auch das Verhältnis zwischen Deutschen und Tschechen sowie zwischen Deutschland und den Niederlanden in die Betrachtung einbezogen wird, um herauszufinden, ob es in diesen bilateralen Beziehungen im Laufe der letzten Jahrzehnte ebenfalls zu einer vergleichbaren innenpolitischen Instrumentalisierung und Destruktion des Dialogs gekommen ist. Zwei Leitfragen stehen im Vordergrund. Erstens: "Lohnt(e) sich" die negative Instrumentalisierung bilateraler Beziehungen, die Destruktion des Dialogs, für die destruierenden Akteure? Erreichten sie ihre kurzfristigen Ziele, und welche mittel- und längerfristigen Folgen hat(te) ihr Tun? Und Zweitens: Gibt es Möglichkeiten, die Kette immerfort neuer Instrumentalisierungen von Fremd- und Feindbildern zu durchbrechen? Neben Deutschland und Polen kommen als Vergleichsfälle Tschechien, die Niederlande und Israel zur Sprache.
Aktualisiert: 2020-01-29
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Musikalische Beziehungen zwischen Mitteldeutschland und Danzig im 18. Jahrhundert

Musikalische Beziehungen zwischen Mitteldeutschland und Danzig im 18. Jahrhundert von Ahrens,  Christian, Dierke,  Sven, Gudel,  Joachim, Januszajtis,  Andrzej, Keil,  Klaus, Koch,  Klaus-Peter, Kostka,  Violetta, Langrock,  Klaus, Loew,  Peter O, Michalak,  Jerzy M, Neschke,  Karla, Niemöller,  Klaus W, Nowak,  Zbigniew, Ogonowska,  Ewa, Popinigis,  Danuta, Schiwietz,  Lucian, Szlagowska,  Danuta
Im Jahr 2000 erklangen zum ersten Mal nach über 200 Jahren in Danzig wieder Kantaten von Johann Theodor Roemhildt. Man hörte Musik, wie sie einst in der Stadt von der Kapelle der Katharinenkirche aufgeführt worden war. An dieser Musik läßt sich heute noch ablesen, welch intensiver musikalischer Austausch zwischen Mitteldeutschland und Danzig im 18. Jahrhundert stattfand. Diese Kontakte spiegeln sich auch in dem musikalischen Repertoire der Danziger Kirchenbibliotheken wider, so beispielsweise in den über 250 Werken des aus Thüringen stammenden, lange Jahre in Danzig und später in Merseburg wirkenden Roemhildt. Zwar ist dieser Quellenbestand von schweren Kriegsverlusten betroffen, doch ist es einem glücklichen Umstand zu verdanken, dass sich Kopien der Originalhandschriften Roemhildts in Bochum erhalten haben. Mit der Überreichung dieser Quellen an die Danziger Bibliothek der Polnischen Akademie der Wissenschaften erhält die Zusammenarbeit von Musikforschern aus Ost und West neue Impulse - und musikkulturelle Beziehungen, wie sie vor über 200 Jahren intensiv gepflegt wurden, werden in neuer Form wieder aufgenommen und fortgeführt. Neben philologischen und biographischen Studien enthält der Band auch zwei Beispieleditionen von Kantaten (hg. von S. Dierke und K. Langrock) sowie als Anhang ein von P. O. Loew erstelltes Lexikon Danziger Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts.
Aktualisiert: 2019-01-03
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Die reglementierte Feier

Die reglementierte Feier von Kizik,  Edmund, Loew,  Peter O
Die Arbeit rekonstruiert und untersucht das strenge Reglement familiärer Feiern am Beispiel der frühneuzeitlichen Hansestädte. In den entsprechenden Ordnungen der Städte waren z.B. bei einer Hochzeit die Stunde der Eheschließung, Länge und Dauer des Hochzeitsumzuges, die Dauer des Festes und der Zeitpunkt für das Abräumen der Tische und die Beendigung des Mahles in allen Details geregelt. Gefragt wird nach der Bedeutung, die Hochzeit, Taufe und Begräbnis für das Wirtschafts- und Kulturleben in der vorindustriellen Gesellschaft hatten. Ferner geht es um eine Erklärung der gesellschaftlichen Rolle und Funktion städtischer Anti-Luxus-Gesetzgebungen, der Hochzeits-, Tauf- und Begräbnisordnungen. Diskutiert werden Fragen der gesellschaftlichen Disziplin sowie der moralischen Funktion von Gesetzgebungen im religiösen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben der Neuzeit überhaupt. Quellengrundlage des Werkes sind die Antiluxusgesetzgebungen der Städte im Königlichen Preußen - Danzig, Elbing und Thorn. Sie werden mit Verordnungen über die "Gute Polizey" ausgewählter Städte in Nord- und Mitteldeutschland verglichen. Als Quelle dienen auch Rechnungen, die Ausgaben für familiäre Feierlichkeiten dokumentieren, um den Ablauf der Familienfeste und den Personenkreis, der mit ihrer Durchführung betraut war, zu rekonstruieren. Auf die Darstellung der Formen zeremonieller familiärer Feiern folgt die Untersuchung der (Selbst-)Disziplinierung der Bevölkerung in der neuzeitlichen Hansestadt. Daran schließt sich die Analyse der Rolle an, die Luxus im gesellschaftlichen System der neuzeitlichen Stadt spielte. Dabei stehen die Aspekte "Sünde" und "Wirtschaft", das Verhältnis zwischen Reichtum und Konsumtion sowie die Festschreibung der sozialen Stratifizierung im Mittelpunkt.
Aktualisiert: 2020-02-13
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Interesse und Konflikt

Interesse und Konflikt von Bingen,  Dieter, Loew,  Peter O, Wolf,  Nikolaus
Die deutsch-polnischen Beziehungen haben sich im vergangenen Jahrhundert vielfach gewandelt bevor der politische Umbruch von 1989 eine ungeahnte Intensivierung mit sich brachte. Während die gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Kontakte häufig Gegenstand wissenschaftlicher Darstellungen gewesen sind, gibt es bislang nur wenige Arbeiten über die ökonomische Dimension des nachbarschaftlichen Miteinanders. Insbesondere fehlt es an Untersuchungen, welche die gegenwärtigen wirtschaftlichen Beziehungen in eine weitere historische Perspektive stellen. Der Sammelband, Ergebnis einer Tagung vom Frühjahr 2007, ist eine Bestandsaufnahme gesicherten Wissens aber auch aktueller Forschungsgegenstände über ein Jahrhundert wirtschaftlicher Relationen zwischen Deutschland und Polen. Diskutiert werden die Entwicklungen von Außenhandel, Kapitalströmen und Arbeitsmigration im politischen und gesellschaftlichen Kontext, aber auch das Verhältnis zwischen Ökonomie, Ideologie, Moral und Ethik in der Beziehungsgeschichte. Der gewählte Zeitraum umfasst dabei absichtlich die großen Zäsuren des 20. Jahrhunderts, um in einem möglichst systematischen Zugriff Aufschlüsse über langfristige Entwicklungen zu erlauben.
Aktualisiert: 2020-01-29
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Macht, Privilegien, Korruption

Macht, Privilegien, Korruption von Jarosz,  Maria, Loew,  Peter O
Macht, Privilegien, Korruption ist die erste komplexe Analyse der Schattenseite der polnischen Wirklichkeit nach 1989. Welche negativen Folgen hatte die Systemtransformation? Wie entwickelten sich die Gesellschaft und das politische System? Zu welchen Gefahren führt die Desorganisation zentraler Strukturen des Staates? Die polnische Soziologin Maria Jarosz stellt in ihrem Buch, das in Polen heftige Debatten ausgelöst hat, die Probleme des heutigen Polen anschaulich und unverblümt dar. „Wir leben in einem recht merkwürdigen Staat. Das Phänomen ist kompliziert. Ein Teil funktioniert in Eintracht mit dem klassischen marktwirtschaftlichen Modell, ein Teil dagegen weicht davon ab und funktioniert nach den längst vergangenen Mustern der Staatsverwaltungswirtschaft.“ (Maria Jarosz) Die Soziologin Maria Jarosz ist Professorin am Institut für Politische Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Zu ihren zahlreichen Buchveröffentlichungen zählen Arbeiten wie Selbstmorde. Die Flucht der Verlierer (2004) und Soziale Ungleichheiten (1984).
Aktualisiert: 2020-01-29
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Ungleiche Freundschaft

Ungleiche Freundschaft von Loew,  Peter O, Maczak,  Antoni
Das Klientelsystem als eine informelle Struktur von Herrschaft ist in der gesamten Geschichte präsent. Dieses Phänomen tritt in ganz verschiedenen kulturellen und geschichtlichen Zusammenhängen in unterschiedlich starker Ausprägung auf, es kann politische, wirtschaftliche und soziale Strukturen sowohl stabilisieren als auch zerstören. Antoni Maczak untersucht und diskutiert nach einer weitgespannten begrifflichen und theoriegeschichtlichen Erörterung das Klientelverhältnis in verschiedenen geographischen und zeitlichen Kontexten: von der Antike und den Mittelmeerländern, über Afrika, die "Dritte Welt" und die Sowjetunion bis in die Gegenwart globaliserter Klientelsysteme und des Klientelverhältnisses in den postkommunistischen Ländern.
Aktualisiert: 2019-01-16
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