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Venezianische Malerei im 18. Jahrhundert

Venezianische Malerei im 18. Jahrhundert von Lausberg,  Michael
In diesem Buch geht es um einen Abschnitt der venezianischen Malerei, die eine große Rolle in der globalen Kunst weltweit spielt. Ihre erste große Glanzzeit hatte sie im späten 15. und 16. Jahrhundert mit den Künstlern Giovanni Bellini, Tizian, Giorgione, Veronese und Tintoretto, die mit ihrem malerischen Stil, der Betonung der Farbe im Gegensatz zum Zeichnerischen und dem modellierenden Gebrauch von Licht und Schatten einerseits im Gegensatz zu den Kunstzentren Florenz und Rom standen, andererseits international und auf Jahrhunderte hinaus einen starken Einfluss auf die Entwicklung der Kunst hatten. Eine spezielle venezianische Malerei von hoher und höchster Qualität entstand erst wieder um 1700 in Spätbarock und Rokoko, vor allem mit Berufung auf den lichterfüllten Stil von Paolo Veronese, aber auch auf die frühbarocken Koloristen Domenico Fetti und Johann Liss.
Aktualisiert: 2021-10-14
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Preußens Entwicklung zur Großmacht

Preußens Entwicklung zur Großmacht von Lausberg,  Michael
Preußens Entwicklung zu einer europäischen Großmacht hat eine längere Vorgeschichte, die schon mit dem Deutschen Orden und seiner Machtpolitik seinen Anfang nahm. Anfangs des 16. Jahrhunderts bildete sich unter habsburgischer kaiserlicher Protektion aus Ravensberg, Kleve, Mark und Jülich-Berg ein Territorialverband mit großen gewerblichen und später industriellen Fähigkeiten. Für den Kaiser und Spanien waren diese Territorien von immenser Wichtigkeit im Kampf gegen die niederländische Republik. Im Verlauf der Konflikte um diese Territorien zwischen Brandenburg und Pfalz-Neuburg gelangte das niederrheinisch-westfälische Gebiet Ravensberg, Kleve und Mark indirekt an Brandenburg unter Kurfürst Johann Sigismund. Der gesellschaftliche Unterschied zwischen der Mark Brandenburg und den neuen Territorien bestand darin, dass die Mark gutsherrschaftlich und die neuen Gebiete grundherrschaftlich geprägt waren. Die brandenburgischen Hohenzollern hatten ostelbische agrarische und niederrheinische gewerbliche Gebiete, von denen das erste lutherisch und das zweite konfessionell gemischt war, wobei der Kurfürst selbst Calvinist war, was die spätere Hohenzollernsche Toleranzpolitik gezwungenermaßen schon vorwegnahm. In diesem Buch werden Leitlinien der Entwicklung Preußens zur Großmacht dargestellt und dies mit den jeweiligen Herrschern, ihren Zielen und ihrer Politik in einen Zusammenhang gebracht. Dabei soll keine detaillierte Analyse aller Faktoren stattfinden, das Buch hat einer den Charakter eines Überblickswerkes.
Aktualisiert: 2021-08-25
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Geschichte und Kultur Äthiopiens

Geschichte und Kultur Äthiopiens von Lausberg,  Michael
Äthiopien wird wie viele andere Gegenden oder Staaten Afrikas einseitig mit Hunger, Dürre, Krieg und Tod in Verbindung gebracht. Äthiopien blickt auf rund 3000 Jahre ununterbrochener Geschichte zurück. Es ist in seiner gesamten bekannten Geschichte nur einmal während des Zweiten Weltkrieges durch das Königreich Italien besetzt worden. Diese lange Zeitspanne einer von außen fast ungestörten Kultur- und Zivilisationsentwicklung macht das Land so besonders. Das älteste Kulturland Afrikas nimmt mit seinen christlichen Traditionen auch einen einzigartigen Platz in der Kulturgeschichte ein. Die reichhaltige Geschichte, Legenden und Traditionen sorgen für eine kulturelle Einmaligkeit. Äthiopien besitzt neun UNESCO- Weltkulturerbestätten wie die Stelen von Aksum und die Felsenkirchen von Labibela, die meisten in ganz Afrika. Die bislang ältesten Funde des archaischen Homo Sapiens stammen aus Äthiopien. Ab dem 5. Jahrtausend v. Chr. existieren Felsbilder von Tieren und Menschen und prähistorische Stelenfelder. Der Einfluss der arabischen Sabir-Kultur führte zur sabäischen Kultur, eine Hochzeit in der Geschichte Äthiopiens. Das Reich von Aksum entwickelte sich im Spannungsfeld zwischen den ländlich-bäuerlichen Strukturen des Landes und den Hochkulturen Ägyptens und Nubiens im Norden und sorgte für eine neue Blütezeit: Hier sind besonders die Gartenanlagen, das Stelenfeld als Begräbnisstätte, und die Palastanlage der Residenzstadt Aksum interessant. Die weitere Entwicklung machte Äthiopien hin zum multireligiösen Land mit Christentum, Judentum und Islam. Die Herrschaft Aksums weitete sich bis nach Südarabien aus, das Reich stand in seiner höchsten Blüte und erreichte seine größte Ausdehnung. Diese Periode wird als „Goldenes Zeitalter“ beschrieben. Mit dem Aufkommen des christlichen Mönchtums im frühen Mittelalter entstanden zahlreiche Kirchen und Klöster. Hier stehen vor allem die Felsenkirchen mit ihren Fresken im Mittelpunkt. Nach den dunklen Jahrhunderten entwickelte sich eine neue Blütezeit Äthiopiens unter Kaiser Fasilidas (1632-1667) in Architektur, Malerei und Dichtkunst Gondar wurde für mehr als zwei Jahrhunderte neues Zentrum des Reiches, deren Bauwerke heute noch teilweise erhalten sind. In dieser Forschungsarbeit werden die einzelnen Etappen der äthiopischen Geschichte von der Frühzeit bis in die Gegenwart herausgearbeitet. Die reiche Kultur und die Weltkulturerbestätten der UNESCO des aufstrebenden afrikanischen Landes werden ebenfalls ausführlich dargestellt.
Aktualisiert: 2021-10-05
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Kunst, Literatur und Pracht im Frankreich des 18. Jahrhunderts

Kunst, Literatur und Pracht im Frankreich des 18. Jahrhunderts von Lausberg,  Michael
Die Entwicklung Frankreichs im 17. und 18. Jahrhundert wurde maßgeblich vom Absolutismus geprägt. Alle Bereiche sowohl kulturell und künstlerisch als auch architektonisch und literarisch hingen im positiven oder im kritischen Bereich mit diesem zeithistorischem Phänomen zusammen. Der jeweilige Herrscher stützt sich auf sechs Machtsäulen: auf sein stehendes Heer, Justiz und Polizei, Verwaltung mit dem König an der Spitze, auf den Adel am Hof, die Staatskirche (Klerus) und den Merkantilismus, eine eigene Wirtschaftspolitik und -theorie des Absolutismus, deren Ziel das Wohl der Staatsfinanzen ist. Dabei waren fast alle Mittel recht. Michael Lausberg stellt die künstlerischen, literarischen und architektonischen Höhepunkte dieser Epoche ausführlich dar. Dabei bildet das repräsentative Schloss Versailles einen Schwerpunkt
Aktualisiert: 2021-07-22
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Preußens Herrscher vom „Großen Kurfürsten“ bis Friedrich Wilhelm IV.

Preußens Herrscher vom „Großen Kurfürsten“ bis Friedrich Wilhelm IV. von Lausberg,  Michael
Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620–1688) aus dem Haus Hohenzollern war ab 1640 Markgraf von Brandenburg, Erzkämmerer und Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches, Herzog in Preußen, zu Pommern, Kleve und Magdeburg sowie Fürst in Minden und Halberstadt. Seine pragmatisch-entschlossene und reformfreudige Regierungspolitik ebnete den Weg für den späteren Aufstieg Brandenburg-Preußens zur Großmacht und der Hohenzollern zu einem der führenden deutschen Herrscherhäuser. Nach dem 30jährigen Krieg verfolgte er eine vorsichtige Schaukelpolitik zwischen den Großmächten, um seine wirtschaftlich und militärisch schwachen Länder zu entwickeln. Als infolge des Nordischen Kriegs von 1656 bis 1660 Polen-Litauen geschwächt war, konnte der Kurfürst 1657 im Vertrag von Wehlau das Herzogtum Preußen aus der polnischen Oberhoheit lösen. Im Frieden von Oliva von 1660 wurde die Souveränität des Herzogtums endgültig anerkannt. Nach der Schlacht von Fehrbellin am 18. Juni/28. Juni 1675 erhielt er den Beinamen Großer Kurfürst. Die ersten Könige trugen die Bezeichnung „König in Preußen“, zu dem sich als erster der Kurfürst Friedrich III: der Mark Brandenburg und gleichzeitige souveräne Herzog des Herzogtums Preußens am 18. Januar 1701 krönte. Die einschränkende Titulatur „in Preußen“ war notwendig, weil die Bezeichnung „König von Preußen“ als Anspruch auf das gesamte Herrschaftsgebiet dieses Souveräns hätte verstanden werden können. Die Mark Brandenburg lag aber innerhalb des Heiligen Römischen Reiches, in dem es keine Krone außer der des Kaisers geben durfte. Zudem wurden auf diese Weise Konflikte mit der polnischen Krone (außerhalb des Heiligen Römischen Reiches) vermieden, unter deren Hoheit sich das Ermland und das westliche Preußen (Pommerellen) befanden. Deren Herrscher beanspruchten noch bis 1742 den Titel „König von Preußen“. Kaiser Leopold I. stimmte zu, dass Friedrich I. für das nicht zu seinem Reich gehörende Herzogtum Preußen den Königstitel König in Preußen annahm. Friedrich I. musste akzeptieren, dass sein neuer Titel nicht für den eigentlich wichtigeren Landesteil – die Mark Brandenburg – galt. Das Herzogtum, jetzt Königreich Preußen (später Ostpreußen) wurde erst im Laufe der Zeit namengebend für alle Territorien der preußischen Monarchie. Es bürgerte sich im deutschen Sprachgebrauch bald die Landesbezeichnung Königreich Preußen für alle von den Hohenzollern regierten Gebiete ein – ob innerhalb oder außerhalb des Heiligen Römischen Reiches gelegen. Nach der Annexion Polnisch-Preußens 1772 wandelte sich auch der Titel deren Herrscher offiziell zu „König von Preußen“. Die Krönungen fanden aber immer in Königsberg statt, während Berlin (Hauptstadt) und Potsdam (Sommerresidenz) immer die Zentren des Hohenzollernstaates waren. Seit 1848/50 war der König infolge des Erlasses einer Verfassung ein konstitutioneller Monarch. Er wählte die Minister aus; ohne seine Zustimmung konnte kein Gesetz zustande kommen. Nach dem Kaiser von Österreich war der König von Preußen der bedeutendste Monarch im Deutschen Bund ab 1815. Im Jahr 1867 erhielt der König durch die Verfassung des Norddeutschen Bundes das Bundespräsidium im neugegründeten Bundesstaat. Somit war er in Personalunion stets König und gleichzeitig Staatsoberhaupt des deutschen Bundesstaats. Zusätzlich gab ihm am 1. Januar 1871 die neue Verfassung den Titel „Deutscher Kaiser“. Einen amtierenden König gab es bis zum 9. November 1918, als Reichskanzler Max von Baden eigenmächtig die Abdankung des Kaisers und Königs Wilhelm II. (sowie des Kronprinzen) verkündete. Wilhelm selbst dankte tatsächlich erst am 28. November ab. Preußen wurde spätestens mit der neuen republikanischen Verfassung von 1920 zum Freistaat Preußen. In diesem Buch werden die Herrscher der brandenburgischen Hohenzollern ab dem „Großen Kurfürsten“ bis Friedrich Wilhelm IV. präsentiert. Neben der Person stehen die jeweilige Regierungszeit, Kriege, Reformen, Innen- und Außenpolitik sowie ihre Wirkung über den Tod hinaus im Mittelpunkt. Vorangestellt wird eine Vorgeschichte bis 1620, die die wichtigsten Etappen der Machtpolitik der brandenburgischen Hohenzollern aufzeigt sowie die Verhältnis Macht und Religion bestimmt.
Aktualisiert: 2021-10-05
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Deutsche Kolonialpolitik in Afrika

Deutsche Kolonialpolitik in Afrika von Lausberg,  Michael
Der deutsche Imperialismus und der Wunsch nach einem „Platz an der Sonne“ in der Weltpolitik führten zu Kolonialismus, Ausbeutung, Chauvinismus, gelebtem Sozialdarwinismus und Morden an unzähligen Unterdrückten. Die deutsche Kolonialpolitik wurde 1884/85 ein wesentlicher Bestandteil der Politik und Wirtschaft. Bismarck verlieh mehreren afrikanischen Gebieten (Deutsch-Südwestafrika, Deutsch-Ostafrika, Kamerun, Togo) sowie Deutsch-Neuguinea den Status deutsches „Schutzgebiet“. Innerhalb weniger Jahre wurden diese Gebiete in formelle Kolonien umgewandelt. Die Erschließung von Absatzmärkten, aber auch die Absicherung von Rohstoffquellen, und damit die Zukunft der Wirtschaft und des Wohlstands hingen, so meinten viele Entscheidungsträger, von der Expansion Deutschlands nach Übersee ab. Die damit verbundene Missachtung der Kolonialgesellschaften kulminierte 1905/06 im ersten Völkermordversuch des 20. Jahrhunderts, als deutsche Kolonialtruppen die aufständischen Gesellschaften der Nama und Herero nicht nur militärisch besiegten, sondern auch in der Wüste dem Hungertod preisgaben. Die Verbrechen der deutschen Kolonialherren in Kamerun werden nur mit halbherzigen Lippenbekenntnissen entschuldigt, wenn es dazu überhaupt kommt. Die rücksichtslose Landpolitik mit Zwangsumsiedlungen der deutschen Kolonialherren, die „Pazifizierung“ des Gebietes um den Kamerunberg, die Revolte mehrerer Ewondo- und Bane-Gruppen sowie die „Dahomey-Meuterei“ gelten als Chiffren der rassistischen Ausbeutungs- und Hegemonialpolitik mit oft mörderischen Folgen für die einheimische Bevölkerung. Der Anyangkrieg und der Mpawmankukrieg gegen die indigene Bevölkerung war ein weiteres grausames Kapitel der deutschen Kolonialpolitik. 1906 und 1910 kam es im Gebiet des oberen Nyong zu den beiden sogenannten Maka-Aufständen, die ebenfalls blutig niedergeschlagen wurden und teilweise genozidähnlichen Charakter besaßen. Die Kolonialvergangenheit Deutschlands ist niemals richtig aufgearbeitet worden, wahrscheinlich sollte sie es auch nicht. In dieser Forschungsarbeit von Michael Lausberg sollen Grundzüge der deutschen Kolonialpolitik in Afrika herausgearbeitet und analysiert werden. Die mörderischen Folgen dieser chauvinistischen Politik, dessen Folgen afrikanische Gegenden bis heute immer noch prägen, stehen ebenfalls im Mittelpunkt der Untersuchung genauso wie eine Darstellung der Geschichte der kolonialen Bestrebungen und den wichtigsten Figuren und Organisationen.
Aktualisiert: 2021-10-05
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Höhepunkte der spanischen Malerei

Höhepunkte der spanischen Malerei von Lausberg,  Michael
Die spanische Kunst ist sehr vielfältig und traditionsreich. Es ist nicht möglich, in einem Buch alle Epochen der reichhaltigen spanischen Kunst darzustellen. Es ist ebenfalls unmöglich, alle international bekannten Künstler und Künstlerinnen vorzustellen. Von daher beschränkt sich hier die Auswahl auf fünf Künstler, die die spanischen Kunst geprägt haben und ihr zu Weltgeltung verholfen hat. Dies sind El Greco, Velasquez, Picasso, Dali und Miró. Diese werden nun mit ihren wichtigsten Werken, in biografischen Schilderungen mit den wichtigsten Merkmalen und Entwicklungslinien ihrer Kunst vorgestellt. Außerdem wird noch deren Wirkungsgeschichte und Rezeption näher beleuchtet.
Aktualisiert: 2020-07-01
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Peter Kropotkin

Peter Kropotkin von Lausberg,  Michael
Peter Alexejewitsch Kropotkin war wahrscheinlich der einflussreichste Theoretiker und Aktivist des kommunistischen Anarchismus und eine beeindruckende Persönlichkeit. Trotz seiner adeligen Herkunft und der damit verbundenen gesellschaftlichen Privilegien verzichtete Kropotkin auf eine vorgezeichnete Karriere im Staatsdienst und beschloss, sein Leben der revolutionären Sache zu widmen. Kropotkin propagierte eine herrschaftsfreie, egalitäre und selbstverwaltete Gesellschaftsordnung ohne hierarchische Strukturen, in der durch die freiwillige und solidarische Form des Wirtschaftens eine gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums erreicht werden sollte. Er sah die Abschaffung des Staates, der zentralisierten Verwaltung und der Regierung als notwendige Voraussetzung für die Freiheit der Menschheit an. Gegenseitige Hilfe, Solidarität und freie Entfaltung der einzelnen Individuen sollten stattdessen das Zusammenleben in libertären Zusammenschlüssen regulieren. Auch im 21. Jahrhundert sind seine Ansichten immer noch aktuell. In Zeiten des entfesselten Turbokapitalismus, wachsender sozialer Ungleichheit weltweit, autoritärem Etatismus, Nationalismus und Rassismus bieten die Freiheitsideen und der antiautoritäre Sozialismus Kropotkins, der auf die Bedingungen der Gegenwart angepasst werden muss, Antworten auf drängende Fragen und Probleme sowie eine sinnstiftende Vision im gleichberechtigten Zusammenleben der Menschen. Kropotkins Primärtexte vor Augen stellt Michael Lausberg in seiner Denkbiografie einen engen Zusammenhang her zwischen dem eigenen Erleben und den Themen, die Kropotkin behandelt.
Aktualisiert: 2019-10-02
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Erich Mühsam und sein Verständnis von Anarchismus

Erich Mühsam und sein Verständnis von Anarchismus von Lausberg,  Michael
Erich Mühsam war ein anarchistischer deutscher Schriftsteller, Publizist und Antimilitarist. Er war Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts einer der wichtigsten Theoretiker und Aktivisten des Anarchismus in Deutschland. Als politischer Aktivist war er maßgeblich an der Ausrufung der Münchner Räterepublik beteiligt. In der Nacht des Reichstagsbrandes wurde er von den Nationalsozialisten verhaftet und am 10. Juli 1934 von der SS-Wachmannschaft des KZ Oranienburg ermordet. In diesem Buch geht es um sein Verständnis von Anarchismus, seinen politischen Werdegang und seine Rolle in der Münchener Räterepublik. Mühsam entwickelte ein Verständnis für die Zusammengehörigkeit von Freiheit und Gemeinschaft und baute darauf seinen solidarischen Anarchismus auf, nach dem sich die Individuen auf freiwilliger Basis in kleinen sozialistischen Gemeinden zusammenschließen sollten, um diese dann schließlich frei assoziierend zu einer freien Gesellschaft zusammenzufügen. Ziel war für ihn immer die Emanzipation von staatlicher, kirchlicher oder sonstiger gesellschaftlicher Bevormundung und die Suche nach einer Möglichkeit zur Entfaltung des Einzelnen in dem allein sinngebenden Zusammenhang der Gemeinschaft auf freiwilliger Basis. Es ging ihm um die Entwicklung eines eigenständigen und selbstständigen Individuums, das sich freiwillig in solidarischen Gemeinschaften zusammenschließt. Neben literarischer Arbeit agitierte Mühsam immer wieder für den Anarchismus. In seiner Münchener Zeit entstand unter seinem maßgeblichen Einfluss eine Gruppe des von Gustav Landauer propagierten „Sozialistischen Bundes“, die Gruppe „Tat“. Sein politisches Wirken zielte auf die Staats- und Herrschaftslosigkeit, das Ende aller Ausbeutung des Menschen durch den Menschen sowie das freie Ausleben der Individuen. Auf der Grundlage freier Vereinbarung genossenschaftlicher Lebensform wollte er Hierarchie und Autorität verschwinden lassen. Für Mühsam gehörte zu wahrer Freiheit aber vor allem die Möglichkeit der Übernahme von individueller Mitverantwortung für das politische Gemeinwesen und die soziale Organisation, die persönliche Mitbestimmung über Erzeugung und Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums. Dies bedeutet, dass die Organisation des Sozialismus selbst nur freiheitlich sein kann und ein zentralistischer, staatstreuer, politischer Sozialismus ein Widerspruch in sich ist.
Aktualisiert: 2021-10-05
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Hugenotten in Deutschland

Hugenotten in Deutschland von Lausberg,  Michael
Rund eine Viertelmillion protestantischer Hugenotten trieben Frankreichs absolutistischer Sonnenkönig Ludwig XIV. und seine Vorgänger im Namen des Katholizismus in die Flucht. Ihr Exodus wurde nach Jahrzehnten der Glaubenskriege unauslöschbarer Fixpunkt der Migrationsgeschichte in der Frühen Neuzeit. Im protestantischen Preußen waren die reformierten Glaubensbrüder willkommen, aber auch in Württemberg, Hessen-Kassel oder Mecklenburg. Bis zu 50.000 Menschen kamen allein um das Jahr 1680. Sie züchteten Seidenraupen und entwickelten die Textilindustrie. Sie forcierten den Tabakanbau und belebten den ländlichen Raum. Sie brachten Kenntnisse in der Schmuckherstellung mit und trieben das Kunsthandwerk zu neuer Blüte. Doch ihre Privilegien fanden unter den Einheimischen keineswegs nur Zustimmung. Dieses Buch stellt die Ansiedlung der hugenottischen Glaubensflüchtlinge in den deutschen protestantischen Territorien exemplarisch dar anhand von Städten und Dörfern Brandenburg-Preußens, Hessen-Kassels und der Markgrafschaft Brandenburg-Bayreuth. Der Autor berichtet, warum man sie aufnahm und zu welchen Bedingungen. Er beschreibt das religiöse Leben in den neuen Gemeinden und ihr zwiespältiges Verhältnis zu den Eingesessenen.
Aktualisiert: 2021-09-25
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