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»Wie die Großen mit den Menschen spielen«

»Wie die Großen mit den Menschen spielen« von Krippendorff,  Ekkehart
Die so oft beschworene Einheit von Theorie und Praxis – Goethe hat sie in seinem öffentlichen Wirken als vielfacher Ressortchef in Weimar verwirklicht. Und er hat zeit seines Lebens – immerhin die Zeit der größten europäischen und außereuropäischen Umwälzungen – über die Politik und das Politische reflektiert. Nur scheinbar nehmen bei ihm die Politik seiner Zeit und das Nachdenken über Herrschaft, Krieg und Macht einen untergeordneten Rang ein. Tatsächlich war Goethe als Angehöriger der politischen Klasse nicht nur politisch höchst interessiert und bestens informiert, sondern auch ein ebenso unaufdringlicher wie grundsätzlicher Kritiker der Politik. »Weimar« war für ihn eine Art Experiment, ein Modell für mögliches gutes Regieren und eine Alternative zu jener historisch unvernünftigen Machstaaten-Politik, die sich dann doch durchsetzte. Aber das, wofür Goethe und Weimar stehen, ist, auch wenn sich »die Scheißkerle auf dem Fasse« behauptet haben, damit noch keineswegs widerlegt.
Aktualisiert: 2023-01-26
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Staat und Krieg

Staat und Krieg von Krippendorff,  Ekkehart
Trotz der dramatischen Erfahrungen von zwei Weltkriegen und der dabei eingesetzten Atombomben sind wir aus dem klassischen Teufelskreis des Wettrüstens, womit der Friede angeblich allein gesichert werden kann, nicht herausgekommen. »Si vis pacem para bellum« – Sartre nannte das die jahrtausendealte Dummheit. Aber sie hat Methode und vor allem Logik: es ist eine Logik, die sich aus der staatlichen Organisation von Gesellschaft ergibt, die ihrerseits jene politische Form ist, durch die Menschen über Menschen herrschen. Die Herrschenden – die politischen Klassen, die Staatsmänner – handeln »verantwortungsethisch«, nehmen für sich das Recht in Anspruch, nicht nach den Kriterien von Vernunft und Moral der Beherrschten (der »Gesinnungsethik«) beurteilt zu werden. Und sie haben es fertiggebracht, diesen, den Regierten, uns, ihre Logik von Politik – die einer übergeordneten »Staatsraison« – so ins Bewußtsein zu pflanzen, daß auch noch das Unvernünftigste und Absurdeste – wie neuerdings Hochrüstung und ›overkill‹ – als vernünftig und rational auf dem Markte der öffentlichen Meinung verkauft werden kann. Das hat eine lange Geschichte. Man muß sie kennen, um sie zu überwinden. Es ist die Geschichte des Zusammenhanges von Staat und Gewalt, von Staat und Militär. Es ist eine aufregende Geschichte, die im vorliegenden Band nicht chronologisch, sondern im Krebsgang, von der Gegenwart her zu lesen vorgeschlagen wird. Es ist die Geschichte der Herausbildung von herrschender Unvernunft, die nicht nur die Unvernunft der Herrschenden in der Form des Staates und seiner Militärapparate ist, sondern auch die der Einübung der Beherrschten, der Regierten in pathologisches, verdummtes Denken. Wesentliche Teile dieses Textes wurden im WS 1984/85 als »Universitätsvorlesung« an der FU vorgetragen.
Aktualisiert: 2023-01-26
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„Ich werde nicht sterben, sondern leben“

„Ich werde nicht sterben, sondern leben“ von Krippendorff,  Ekkehart, Marquardt,  Friedrich W, Pangritz,  Andreas, Wielenga,  Bastiaan
Die vorliegende Sammlung vereinigt Beiträge von Freunden und Kollegen, die in Erinnerung an Helmut Gollwitzer, den radikalen Linksprotestanten und Theologen, wachhalten. Es handelt sich überwiegend um Vorträge, die auf einer Gedenkveranstaltung im Dezember 1993 an der Freien Universität vorgetragen wurden. Sie werden ergänzt durch die Dokumentation eines Rundfunkgesprächs mit dem Journalisten E. Pohlmann über Tod und Auferstehung, in dem Gollwitzer selbst zu Wort kommt.
Aktualisiert: 2020-11-17
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Lebensfäden

Lebensfäden von Krippendorff,  Ekkehart
Ekkehart Krippendorff, emeritierter Professor der Politikwissenschaften der Freien Universität Berlin, Mitbegründer der deutschen Friedensforschung und Autor des für die Friedensbewegung der Achtzigerjahre wichtigen Buches „Staat und Krieg. Die historische Logik politischer Unvernunft", hat sein Leben exemplarisch entflochten. Zeitgeschichtlich bedeutsame Fäden hat er thematisch herausgezogen und erzählt exemplarisch und kulturgeschichtlich von den Lebensfäden Krieg, Theater, Universitäten, Nazismus, Amerika, Juden, Italien, DDR, Musik und Religion.
Aktualisiert: 2021-11-25
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Goethe – Theaterarbeit

Goethe – Theaterarbeit von Krippendorff,  Ekkehart
Kaum hatte Goethe sich im amerikanischen Revolutionsjahr Jahr 1776, diesem Aufbruch zu angewandter Aufklärung, entschlossen, in Weimar zu bleiben und selbst dort aufklärend zu "regieren!!!" wie er ins Tagebuch schrieb, da gehörte sogleich auch das Theater zu seinem ehrgeizigen Bildungsprojekt. Zunächst als "Liebhabertheater", für das er verschiedene Stücke schrieb und aus Leipzig eine Star-Schauspielerin, Corona Schröter, engagierte, dann wurde das Theater einer privaten Schauspieltruppe übertragen und 1791 schließlich das Herzogliche Hoftheater gegründet. Direktor: Geheimrat Goethe. Er blieb es für 26 Jahre - länger als jeder deutsche Intendant vor oder nach ihm - und war in dieser Zeit für mehr als viertausend Aufführungen verantwortlich, einschließlich Opern, wobei er besonders die seines berühmten Zeitgenossen Mozart förderte: 82 mal wurde in Weimar die Zauberflöte, 68 mal Don Giovanni, 49 mal die Entführung gegeben, teilweise sogar in der Originalsprache. Und Goethe war, wie diese Textsammlung u.a. aus den "Tag- und Jahresheften" und Tagebüchern dokumentiert, alles andere als ein über der praktischen Bühnenarbeit stehender Direktor, vielmehr leitete er direkt und oft bis ins Detail der Kostümierungen, bearbeitete populäre Stücke, kümmerte sich aktiv um eine professionelle, nicht zuletzt sprecherzieherische Schauspielerausbildung, schrieb zur Eröffnung oder auch zum Abschluß der Saison sowie zu einzelnen Stücken Prologe und Epiloge, die "Theaterreden", von denen einige hier vorgestellt werden, er fertigte Theater-Architekturzeichnungen an und probte intensiv mit seinen Schauspielern - kurz: Goethes gesellschaftspolitisches Engagement beschränkte sich mitnichten nur auf die (noch immer viel zu wenig be- und anerkannte) Ministerrolle, sondern dazu gehörte auch ganz zentral eine "theatralische Sendung." Theater hieß für Goethe Aufklärung und Bildung eines öffentlichen Bewußtseins in dem Sinne, wie im klassischen Griechenland die Tragödie zur Schulung politisch selbstbestimmter Bürger erziehen wollte: "Der höchste Vorteil des Theaters bleibt die Ausbildung des Urteils indem jeder Zuschauer unbewußt als Mitglied eines geschwornen Gerichtes da zugegen sei." Das schrieb er in einem Entwurf zur Eröffnung des neuen Hamburger Schauspielhauses. Es gibt vieles, man kann auch sagen: alles neu zu entdecken in diesen aus sehr unterschiedlichen Anlässen geschriebenen und hier erstmals systematisch zusammengestellten Aufsätzen, epischen Gedichten, Reden, Gesprächen zum Theater, den Berichten von der Probenarbeit (auch mit Schiller), den Regeln für Schauspieler, der Chronik der Weimarer Bühne unter Goethes Direktion. Sie sind angesichts der heutigen Identitätskrise des Theaters und der Regie ob ihrer herausfordernden Normativität und den hohen Ansprüchen, die Goethe sowohl an die Theatermacher als auch an ein zu erziehendes Publikum stellt, von großer Aktualität (wobei er in der Praxis immer darauf bestand, daß ‚die Kasse stimmen' müsse und die Menschen auch ein Recht auf vergnügliche Unterhaltung hätten): "Man kann dem Publikum keine größere Achtung bezeigen, als, indem man es nicht wie Pöbel behandelt." Die Texte werden abschnittsweise kommentiert und ihnen vorangestellt ist eine Einleitung über "Goethes theatralische Sendung". Peter Stein hat zu dem Buch ein Geleitwort geschrieben.
Aktualisiert: 2022-01-20
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