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Stubai – schönes Tal

Stubai – schönes Tal von Klier,  Heinrich, Klier,  Walter, Mallaun,  Ludwig
Unten lieblich, oben wild, vorn die Autobahn und hinten die Einsamkeit der Eis- und Felsgebirge, dazwischen das grüne Tal, dicht besiedelt und genutzt: so abwechslungsreich präsentiert sich das Stubaital dem Betrachter. Und so haben es die Autoren Heinrich und Walter Klier, ausgewiesene Kenner des Gebietes, nun für den Leser zwischen zwei Buchdeckel gebracht. Zu Geschichte und Landeskunde und zu den vielfältigen touristischen Möglichkeiten erfährt man alles Wichtige in Kürze. Ludwig Mallaun, einer der besten Tiroler Fotografen, hat auf vielen Wanderungen durch das Stubaital dessen Schönheiten mit der Kamera eingefangen.
Aktualisiert: 2020-10-27
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Der längste Sommer

Der längste Sommer von Klier,  Walter
Er ist 24. Er fühlt sich als Dichter. Er schreibt ein Buch. Er sucht für das Buch einen Verleger. Er verliebt sich am laufenden Band. Er nimmt an einem literarischen Wettbewerb teil. Seine Großmutter stirbt. Er ist 28. Er stürzt beim Klettern ab. Er geht für ein Jahr nach Frankreich. Dreißig Jahre später sucht er seine Zettel von damals zusammen, versucht sich zu erinnern, aufzuschreiben: Wie es denn war, damals, als man gerade nicht mehr so richtig jung war. Walter Klier erzählt in Der längste Sommer vom Gefühl einer ganzen Generation, vom schwierigen Erwachsenwerden zwischen Anspruch und Wirklichkeit, von Liebesnöten und Selbstzweifeln, gewährt aber auch einen ironischen Blick auf einen Literaturbetrieb, der sich selbst oft allzu ernst nimmt.
Aktualisiert: 2020-01-01
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Grüne Zeiten

Grüne Zeiten von Klier,  Walter
Walter Klier erzählt in Grüne Zeiten die turbulente Geschichte des Erwachsenwerdens einer Generation. Die Wohngemeinschaft um Martin Rauch bildet die Kulisse zum studentischen Lebensgefühl der beginnenden achtziger Jahre: Man denkt grün, liebt sich und streitet - über Politik und Zukunft, über Mülltrennung und die Pieselfrage: Darf man als emanzipierter Zeitgenosse im Stehen pinkeln? Ein humorvoller und feinsinniger Roman über die Verführungskraft idealistischen Denkens und die Loslösung von der Schönheit der Illusion.
Aktualisiert: 2020-01-01
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Meine steinige Heimat

Meine steinige Heimat von Klier,  Walter
Wenn einer wie Walter Klier auszieht in die heimischen Berge der Ötztaler, Stubaier und Zillertaler Alpen, des Rofans oder Karwendelgebirges, darf sich der Leser freuen auf ein Bergerlebnis der besonderen Art. Inmitten dieser steinigen Heimat mit ihrer unüberschaubaren Vielfalt an Gipfeln, Graten und Karen ist er diesmal unterwegs, um - neben dem Ausüben des eigenen privaten Freizeitvergnügens - quasi in dienstlichem Auftrag von deren Beschaffenheit und ihrem Zustand zu berichten. Gleich ob er die den Einheimischen eigentümliche Liebe zum brüchigen Fels des Karwendels und der Kalkkögel thematisiert, über die Eigenheiten der Städter im Gebirge oder enthemmte Gämsen philosophiert oder kuriose Gegebenheiten der inneralpinen Täler beschreibt: Selten wird von den Tiroler Bergen und dem Besteigen derselben so kenntnisreich, unterhaltsam, witzig und klug erzählt wie in den Texten von Walter Klier. Nach dem großen Erfolg der von ihm herausgegebenen Anthologie "Wo die wilden Hunde wohnen. Klettergeschichten aus Tirol" (3. Auflage!) versammelt er nun in diesem Buch erstmals seine besten Berggeschichten aus Tirol - Reportagen, Erzählungen und Essays - in einem eigenen, mit farbigen Bergbildern des Malers Walter Klier illustrierten Band.
Aktualisiert: 2020-08-05
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Wo die wilden Hunde wohnen

Wo die wilden Hunde wohnen von Klier,  Walter, Köhler,  Anette
Sie waren jung und wild und hatten für nichts Zeit - außer zum Klettern. Erst später kommt der eine oder andere ins Erzählen und schreibt auf, was er erlebt hat: Davon handelt dieses Buch. Personen der Handlung und Erzähler sind Tiroler Kletterer, die in den siebziger bis neunziger Jahren ihre Sturm- und Drangzeit gelebt haben. Die Namen der Autoren bürgen für die Qualität der Touren und der Texte: Walter Klier, Stefan Kranebitter, Heinz Mariacher, Rudolf Alexander Mayr, Andreas Orgler, Robert Renzler, Darshano Rieser, Reinhard Schiestl, Ulrich Wörz, Heinz Zak u. a. Diese Generation markiert den Übergang vom klassischen alpinen Klettern zum modernen Freiklettern, umfasst oft beides, und nicht zuletzt wegen der Beschaffenheit der Tiroler Berge - viel senkrechter Schotter! - herrschte hier ein besonders kecker Stil des Felsgehens. Es sind lauter wahre Geschichten, so unglaublich sie manchmal klingen mögen, und es sind Geschichten, die nicht nur von brüchigen Griffen, ungeheuren Überhängen und vertikalen Abenteuern handeln, sondern auch vom unkonventionellen Leben, das diese Kletterer führten.
Aktualisiert: 2020-08-05
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Ein Patagonier in Berlin

Ein Patagonier in Berlin von Bachmann,  Ingeborg, Balmes,  Hans-Jürgen, Berressem,  Hanjo, Bondy,  François, Burger,  Hermann, Busch,  Günther, Conrad,  Jan, Dedecius,  Karl, Franz,  Norbert, Hädecke,  Wolfgang, Hamm,  Peter, Hammerschmid,  Beata, Harpprecht,  Klaus, Hartung,  Rudolf, Ingold,  Felix Philipp, Jelenski,  Konstantin A., Jenny,  Urs, Kellner,  Rolf, Kesting,  Marianne, Kliemann,  Peter, Klier,  Walter, Klotz,  Volker, Konjetzky,  Klaus, Kreuder,  Ernst, Krzywon,  Ernst Josef, Kühl,  Olaf, Kunstmann,  Heinrich, Langer,  Gudrun, Manthey,  Jürgen, Mayer,  Hans, Raddatz,  Fritz, Reich-Ranicki,  Marcel, Ritz,  German, Schmid,  Herta, Scholze,  Dietrich, Schuh,  Franz, Schultze,  Brigitte, Ulrich,  Helmut, vom Hove,  Oliver, Wirpsza,  Witold, Wuthenow,  Ralph-Rainer, Zybura,  Marek
Die Ursprünge deutscher Rezeption des Schaffens von Witold Gombrowicz (1904–1969) und ihr Verlauf im 20. Jahrhundert entziehen sich heute breiterer Kenntnis, obwohl das Werk selbst dem interessierten Lesepublikum zugänglich ist wie noch nie zuvor. Dies betrifft insbesondere die frühe Phase, die mit der Werkausgabe im Neske Verlag (Pfullingen) verbunden war, aber auch die Reaktion auf die zweite Werkausgabe im Carl Hanser Verlag. Deshalb verfolgt die vorliegende Dokumentation das Ziel, dem an Gombrowicz interessierten Leser die markantesten Zeugnisse jener Rezeption an die Hand zu geben. Auf die Theaterkritik wird bewußt verzichtet. Sie bleibt einer separaten Bestandsaufnahme vorbehalten, weil sie in der Regel (so auch im Falle der Gombrowicz’schen Stücke) vorzüglich an den Aufführungen, am Theater also und nicht an genuinen Originaltexten, geübt wird. In chronologischer Hinsicht beinhaltet der Band Texte aus einem knapp halben Jahrhundert der Gombrowicz-Rezeption im deutschsprachigen Raum – von 1960 (deutsches Buchdebüt des Autors mit Ferdydurke) bis 2003. Das Schlußdatum erklärt sich aus dem nachfolgenden Gombrowicz-Jahr 2004, das über den konkreten Anlaß (100. Geburtstag des Autors) hinaus eine Zäsur im Rezeptionsprozeß bildete. Legitimiert wird eine Dokumentation zur deutschen Gombrowicz-Aufnahme durch die Tatsache, daß seinem Schaffen in der Rezeptionsgeschichte der polnischen Literatur im deutschsprachigen Raum und speziell in Deutschland ein besonderer Rang zukommt. […] Ich überreiche das Buch den ‚Ferdydurkisten‘ in Deutschland, Österreich und der Schweiz (aus diesen drei Ländern stammen seine Autoren) in der Hoffnung, ihnen damit ein willkommenes Kompendium der deutschsprachigen literaturkritischen, essayistischen und wissenschaftlichen Reflexion über das Werk von Gombrowicz an die Hand zu geben. Die Kenner mögen daraus neue Impulse für ihre Gombrowicz-Lektüre schöpfen (oder darin diese Lektüre bestätigt finden); den mit Gombrowicz noch nicht vertrauten, aber willigen Lesern möge dieses Buch einen ersten Zugang zu seinem Werk verschaffen. Aus dem Vorwort des Herausgebers
Aktualisiert: 2020-01-07
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Die Stadt und die Berge

Die Stadt und die Berge von Klier,  Walter
Die Stadt und die Berge – malerische Ansichten Seit Jahren kennt man Walter Klier als versierten Autor mehrerer Romane, zahlreicher Essays und unzähliger Kolumnen und Rezensionen; seit Jahren malt Walter Klier aber auch großformatige Bilder im Spannungsfeld Stadt und Berge, Motive aus einem Grenzbereich zwischen Natur und Kultur, die einen ganz anderen Blick auf die Welt ermöglichen. Dieses Postkarten-Set mit einer Auswahl aus Walter Kliers malerischem Schaffen bietet einen spannenden Einblick.
Aktualisiert: 2020-02-14
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Novotnys Mumie

Novotnys Mumie von Bittner,  Alfred, Klier,  Walter
Alfred Bittner (1914-1989) lebte in Wien. "Novotnys Mumie" führt zurück in die letzten Kriegsjahre in Wien. Die Lebensbedingungen in der bombardierten Stadt bilden die Folie für eine grotesk-skurrile Erzählung. Im Mittelpunkt steht die Geschichte eines arisierten Chemiebetriebes, in dem der neue Inhaber ein Rezept seines jüdischen Vorgängers entdeckt, das nicht nur für die SS, sondern auch für den alliierten Geheimdienst von höchstem Interesse ist. Leseprobe: Nach den Schilderungen jener Einwohner von Neulengbach, die bei der Auffindung von Nathan und von Nora Nachtmann zugegen gewesen waren, mußten die Leichen des jüdischen Ehepaares, wie sie da friedlich in den Ehebetten gelegen hatten, genauso ausgesehen haben: ausgezeichnet konserviert, wie lebendig, doch wenn man sie anfaßte, beinhart, wie aus Holz. Nathan Nachtmann in einem hellblau-dunkelblau gestreiften Pyjama, Nora Nachtmann in einem langärmeligen rosa Flanell-Nachthemd mit kleinem Blumenmuster - als könnten sie jeden Augenblick gähnend und blinzelnd aufwachen und nach dem Wecker tasten, um ihn zum Schweigen zu bringen, oder auch nach dem Porzellan-Nachttopf unter dem Bett (ebenfalls mit kleinem Blumenmuster) - doch hölzern starr, wie gesagt, wenn auch etwas elastisch, leicht federnd zum Beispiel die Arme, die Hände und die Finger. Dementsprechend soll es dann auch bei der Ein-äscherung ungewöhnlich zugegangen sein. Nämlich hätten sich die Leichen nicht wie üblich aufgebäumt, aufgebläht oder überhaupt bewegt, sondern wären ohne sich zu rühren mit ruhiger, gleichmäßiger Flamme verbrannt - eben wie Holz. Genauso, genauso also sahen die Flöhe, Läuse und Wanzen aus, deren Kadaver - aber wie noch lebendig, als könnten sie jederzeit davonkriechen oder -hüpfen - auf den weißen Karton hinter der Glasscheibe geklebt waren; geklebt, weil sie dem usuellen Aufgespießtwerden starken Widerstand geleistet hatten und dabei vielleicht zersplittert wären. Stolz und zufrieden hielt Novotny die kleine Vitrine, den kleinen Schaukasten hoch und betrachtete noch einmal die toten Insekten, ehe er den Schaukasten einpackte. Beim Einpacken überlas er auch noch einmal die Beschriftung, die aussagte, daß die - mit ihren wissenschaftlichen Namen angeführten - Insekten durch eine nur sekundenlange Einwirkung der Dämpfe von Rigorin getötet worden waren. In Ordnung. Den verpackten Schaukasten stellte er dann in eine Ecke des stillen Labors, wo auch schon ein verpackter 10-Liter-Kanister mit Rigorin stand. Hübsch, wie die milden Strahlen der frühherbstlichen Morgensonne auf die beiden Pakete fielen. Danach kratzte Novotny sich das sorgfältig rasierte Doppelkinn und überlegte, welchen Anzug er anziehen sollte - oder gar keinen Anzug, sondern besser die schwarze SS-Uniform? Er entschied sich für die Uniform, denn schließlich war das heute ein hochpolitischer Anlaß. Schon möglich, daß die Herren im Generalkommando XVII keine besondere Vorliebe für SS-Uniformen hatten, aber er brachte durch die Uniform zum Ausdruck, daß er nicht als irgendein Geschäftemacher zur Besprechung kam, welcher der Wehrmacht irgendwas andrehen wollte, sondern als Gefolgsmann des Führers, der sein Scherflein zum Endsieg beitragen wollte. Scherflein? Das war wohl allzu bescheiden ausgedrückt. Während Novotny zu seiner Privatwohnung hinaufstieg, festigte sich in ihm noch die Überzeugung, daß dieser Sonntag, der 10. September 1944, ausersehen war, zu einem bedeutenden Tag in seinem Leben zu werden. Ausersehen, ganz richtig. Wenn sich die Vorsehung des Führers bediente, um ihre Absichten zu verwirklichen - und erst vor knapp zwei Monaten, am 20. Juli, hatte sie ihn wieder einmal vom Tode errettet, um ihn weiter für Deutschland tätig sein zu lassen -, warum sollte sie dann ihr Auge nicht auch auf die Getreuen des Führers haben? Befreite sich die Wehrmacht mit seiner, Novotnys, Hilfe von den Flöhen, Läusen, Filzläusen und Wanzen, die in einem nicht zu unterschätzenden Ausmaß ihre Kampfkraft lähmten, und zog sie so wieder das Kriegsglück auf sich, dann reihte er sich unter die großen Wehrwirtschaftsführer ein. Aber wollte er sich auch - mit einiger Mühe - in die Gedankengänge der Zweifler und Miesmacher versetzen und den Endsieg für unsicher halten - was für enorme Märkte würden sich nach dem Krieg auf jeden Fall für Rigorin eröffnen! Bei den Abermillionen rassisch Minderwertigen nämlich, in Ost und Süd und weißgott wo noch, die ihre Sauwirtschaft notorisch dem Ungeziefer auslieferten. Und sollte das Großdeutsche Reich auch leider darniederliegen und eine Zeit lang als Kreditgeber ausfallen, die Amerikaner würden ihm, Novotny, mit Kreditofferten nachlaufen, damit er sie am gigantischen Rigorin-Geschäft mit den Bloßfüßigen mitnaschen ließe. Novotny hielt schon die schwarze Hose in der Hand, zögerte aber, sie anzuziehen, weil er, den Vorhang zur Seite geschoben, noch kurz auf den Fabrikshof hinuntersehen wollte. Da wuschen und polierten Wassili und Pjotr, die Ostarbeiter, den schwarzen Horch. Das war von ihnen auch zu verlangen, wenn er, Novotny, schon wie ein Vater zu den Leuten in der Russenbaracke war. Außerdem wurden die beiden von Herrn Stejskal beaufsichtigt. Aber Stejskal hätte nicht Sonntag früh im weißen Mantel dastehen müssen, um Ostarbeiter zu beaufsichtigen. Immerhin stand die Rote Armee schon in Ungarn, und der Stejskal hätte, als weniger korrekter Mensch, schon übermütig sein können. Nein, er wars nicht. Er hatte sogar die Holzgasanlage hinten am Horch, die so leicht rostig wurde, frisch mit Aluminiumbronze anstreichen lassen. Ein Arier eben, Treue um Treue! Es war schon ein richtiger und sehr feiner Schachzug gewesen, den Stejskal, den Spanien-kämpfer und Erzroten, in den Betrieb hereinzunehmen und ihn gegen die Gestapo abzusichern. Der würde einem die humane Gesinnung, die auch in der schwarzen Uniform bewahrte humane Gesinnung bezeugen - im Falle des Falles, bei einer eventuellen Wendung des Blattes, und sollten gar Nachtmann-Erben auftauchen und Verleumdungen auftischen. Novotny zog den Bauch ein, schnallte den Leibriemen um ein Loch enger, überprüfte den Sitz der Uniform vor dem Spiegel und wischte mit einem Zipfel des Bademantels noch einmal über die blank geputzten Stiefel. Dann ging er ins Schlafzimmer hinüber, um die Aktentasche zu holen; auf Zehenspitzen, denn Nelly schlief noch. Sie sah dabei, den Arm hinter dem Kopf, die rosige linke Brust entblößt, reizend aus. Novotny verstand nicht recht, warum er sich mit der Lukesch von der Füllmaschine etwas anfangen und sie zuguterletzt hatte schwängern müssen. Allerdings war die Lukesch jetzt erst im vierten Monat. In den weiteren fünf Monaten konnte noch viel passieren, und die Geburt des oder der kleinen Novotny (offiziell: des oder der kleinen Lukesch) hatte gute Aussicht, in den weltpolitischen Ereignissen - den erfreulichen oder notfalls auch den unerfreulichen - unterzugehen. Novotny klemmte die Aktentasche unter den Arm, holte Kanister und Schaukasten aus dem Labor und trat auf den Hof hinaus. Die Russen und Herr Stejskal waren nicht mehr da. Es war 7 Uhr 20. Brauchte er eine halbe Stunde nach Wien und sollte er um zehn im Generalkommando sein, so blieb noch genug Zeit für die Erledigung in der - wie hieß sie? - in der Kurrentgasse. Er sah zufrieden um sich, bevor er die Sachen in den Horch verlud. Sauber und ordentlich sah die Fabrik aus. Schön auch das Fabrikstor mit dem Emblem NNNN in schwungvollen Schmiedeeisen-Buchstaben: Neulengbacher Noricum-Werke Norbert Novotny. Ein ausgesprochener Glücksfall, daß der Vorbesitzer Nathan Nachtmann geheißen hatte. So hatte sich eine Änderung des einprägsamen Firmenzeichens erübrigt, nachdem der Betrieb in arischen Besitz übergegangen war. Dem alten Juden, wenn er jetzt vielleicht an der Seite von Moses oder David thronte, wäre zu vergönnen, die Fabrik in ihrem schmucken Zustand zu sehen; schon dafür, daß er sich anno 39 sang- und klanglos umgebracht und es zu keinerlei Peinlichkeiten und Komplikationen hatte kommen lassen. Novotny fuhr langsam auf die Allee hinaus, die bald in die Bundesstraße nach Wien einmündete. Sonnendurchleuchtete Nebelschwaden lagen über der Straße und den abgeernteten Feldern. Die Bundesstraße war dann schon nebelfrei, und kurz darauf kam das Schild, welches das Ortsende anzeigte. Novotny beschleunigte das Tempo. Unsichtbar fuhr die Vorsehung mit, er fuhr dem Erfolg entgegen.
Aktualisiert: 2020-05-20
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Stubai – schönes Tal

Stubai – schönes Tal von Klier,  Heinrich, Klier,  Walter, Mallaun,  Ludwig
Unten lieblich, oben wild, vorn die Autobahn und hinten die Einsamkeit der Eis- und Felsgebirge, dazwischen das grüne Tal, dicht besiedelt und genutzt: so abwechslungsreich präsentiert sich das Stubaital dem Betrachter. Und so haben es die Autoren Heinrich und Walter Klier, ausgewiesene Kenner des Gebietes, nun für den Leser zwischen zwei Buchdeckel gebracht. Zu Geschichte und Landeskunde und zu den vielfältigen touristischen Möglichkeiten erfährt man alles Wichtige in Kürze. Ludwig Mallaun, einer der besten Tiroler Fotografen, hat auf vielen Wanderungen durch das Stubaital dessen Schönheiten mit der Kamera eingefangen.
Aktualisiert: 2020-07-20
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