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Verzweiflung im 18. Jahrhundert

Verzweiflung im 18. Jahrhundert von Kauer,  Katja
Verzweiflung ist ein Thema, das für die Wende zur Moderne eine entscheidende Rolle spielt. Seit der Frühen Neuzeit wird ›Verzweiflung‹ als Krisensymptom neuzeitlicher Subjektivität in Philosophie, Anthropologie und Literatur kontrovers verhandelt. Unter Verzweiflung versteht man ganz allgemein einen ›Zustand der Hoffnungslosigkeit‹, von dem das Subjekt übermannt wird und der seine Handlungsfähigkeit stark beeinträchtigt und zu unterwandern droht. Diese allgemeine Definition ist jedoch historisch zu präzisieren: In dieser Studie soll gezeigt werden, wie sich im 18. Jahrhundert eine Umcodierung herausbildet, die dazu führt, dass Verzweiflung nicht mehr nur als eine rein negative, aktionshemmende Emotion verstanden wird. Die hier ins Zentrum der Studie gestellte Verzweiflung ist eine rationalistisch modernisierte Begriffsvariante, welche sich nicht als äquivalent zu der des Mittelalters oder der Frühen Neuzeit erweist. Sie weicht auch von unserem heutigen Begriffsverständnis ab, denn sie bezeichnet in vielen Texten des 18. Jh. keinen negativen Affekt bzw. ein unklares, lähmendes Gefühl, sondern zeigt sich dort als positiv bewertbare Verstandesleistung eines zum Handeln fähigen, vernünftigen Subjekts innerhalb einer rationalistisch geprägten Weltauffassung.
Aktualisiert: 2021-10-14
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Queer lesen

Queer lesen von Kauer,  Katja
Queer Reading macht Konstruktionen des Geschlechts und des Begehrens lesbar. Es öffnet etwa den Blick dafür, wie ‚Heterosexualität‘ als postulierte soziale Norm in Texten stetig untergraben wird, und ermöglicht die Entdeckung homoerotischer Subtexte. Die Methode legt ein ‚anderes Begehren‘ offen, das nicht den Äußerungen der Figuren und unseren Erwartungen entspricht. Sie erweitert so unseren Horizont und bedeutet damit eine Bereicherung jeder literaturwissenschaftlichen Arbeit. Das Studienbuch zeigt am Beispiel ganz unterschiedlicher Prosa, wie ein Text queer gelesen werden kann, und will zu eigenen queeren Lektüren ermutigen.
Aktualisiert: 2021-10-04
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Frauen in Sachsen-Anhalt

Frauen in Sachsen-Anhalt von Albrecht,  Ruth, Bagge,  Maren, Ball,  Gabriele, Bechler,  Katharina, Bense,  Lieselotte, Berg,  Urte von, Berretz,  Julia, Bethge,  Steffi, Brademann,  Jan, Carius,  Hendrikje, Classen,  Albrecht, Conrad,  Anne, Conrad,  Sophie, Ditzhuyzen,  Reinildis van, Erben-Grütz,  Patricia, Fabian,  Stefanie, Fingerhut-Säck,  Mareike, Gäde,  Katrin, Gerlinghoff,  Peter, Giesbach,  Agnes-Almuth, Hagemann,  Alfred P., Hawicks,  Heike, Horn,  Katrin, Jan,  Jutta, Kauer,  Katja, Keul,  Hildegund, Kobelt-Groch,  Marion, Krämer,  Sabine, Kunde,  Holger, Labouvie,  Eva, Lorenz,  Maren, Lück,  Heiner, Magner,  Inge, Marlow,  Christian, Matthias,  Markus, Nenon,  Monika, Pott,  Ute, Prieur-Pohl,  Jutta, Reeb,  Alena, Richter,  Erik, Ringler,  Siegfried, Schaller,  Sabine, Schleinert,  Dirk, Schliephacke,  Oliver, Schneider-Böklen,  Elisabeth, Schuhmann,  Romina, Schuster,  Susanne, Steinhorst,  Heike, Tempelhoff,  Jana, Tullner,  Matthias, Wehser,  Astrid, Witt,  Ulrike, Wustmann,  Claudia
Das Lexikon stellt Frauen vom Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert vor, die sich im Raum des heutigen Sachsen-Anhalts und über ihn hinaus durch ihr Können, ihr Engagement und ihre gestalterische Kraft in besonderer Weise verdient gemacht haben, darunter Berühmtheiten wie Zarin Katharina, Kaiserin Theophanu, Katharina von Bora oder die Dichterin Anna Louisa Karsch. In über 120 biographisch-bibliographischen Porträts werden die Lebenswege und Leistungen von Kaiserinnen, Fürstinnen, Schriftstellerinnen, Musikerinnen, Patrizierinnen, Äbtissinnen, Reformatorinnen oder Mystikerinnen neuartig präsentiert. Aber auch bislang unbekannte Bürgerinnen, Mägde, Ökonominnen oder Dichterinnen werden erstmals biographisch erfasst und als gesellschaftliche, soziale, unternehmerische, künstlerische oder kulturelle Akteurinnen vorgestellt. Der Band verbindet den wissenschaftlichen Blick auf Berühmtheiten mit der Erinnerung an das bedeutsame Wirken heute vergessener Frauen und der erstmaligen Vorstellung besonderer Frauenpersönlichkeiten.
Aktualisiert: 2021-09-28
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Banaler und dämonischer Sex in der Literatur um 1900 und um 2000

Banaler und dämonischer Sex in der Literatur um 1900 und um 2000 von Kauer,  Katja
Die Autorin befasst sich mit der Diskursivierung des sexuellen Aktes in der Literatur um 1900 und um 2000. Den Schwerpunkt der Untersuchungen bildet die kritische Auseinandersetzung mit dem "banalen Sex", der in Teilen der Gegenwartsliteratur um 2000 als ein von jeglicher emotionaler Bindung losgelöster Akt dargestellt wird. Die Vorstellung von banalisierter Sexualität hängt mit dem von der Sexualwissenschaft etablierten Begriff der "neosexuellen Revolution" zusammen, der die Überflutungen mit sexuellen Reizen in der Gegenwartskultur sowie deren Übertreibung und Kommerzialisierung benennt. Der sexuelle Akt erstarrt zu einer Sache, die ihren Reiz nur noch aus zusätzlichen Thrills ziehen kann. Natürliche Sexualität wird durch den "neosexuellen Leistungsdruck" auf die sexuellen Subjekte wirksamer verhindert als es Verbote je vermochten. Um augenscheinlich werden zu lassen, wie sich Sex innerhalb der Literatur als Gegenstand konstituiert wird der gegenwärtigen Erscheinungsweise von Sex um 2000 eine um 1900 virulente Vorstellung von Sex gegenübergestellt. Das damalige Bild von Sex ist zwar keineswegs trist, jedoch wird innerhalb der sexualwissenschaftlichen Diskurse der Epoche des Fin de siècle Sex und Leidenschaftlichkeit als etwas Dämonisches, Verheerendes gezeichnet, vor dem es sich zu schützen gilt. Beide Vorstellungen von Sex, sowohl die banalisierte als auch die dämonisierte, greifen das Ideal der romantischen Liebe an, das bekanntlich von einer harmonischen, Glück verheißenden Synthese zwischen physischer Leidenschaft und psychischer Geneigtheit ausgeht. Sowohl voneinander Besitz ergreifen, also den körperlichen Aspekt zu Lasten einer seelischen Vereinigung zu betonen als auch einfach kopulieren, d.h. etwas wie tiefere Emotionen gänzlich zu negieren, sind Entwürfe von Sexualität, die mit dem wirkungsmächtigen Ideal der romantischen Liebe nicht vereinbar sind. Die Verfasserin macht jedoch unter dekonstruktivistischem Blickwinkel deutlich, dass hinter der Verleugnung der romantischen Liebe durch die Dämonisierung und Banalisierung von Sex nur eine Scheinnegation steckt. Sie geht in dieser Studie nicht so weit zu behaupten, dass banaler oder dämonischer Sex in keinem gesellschaftlichen Zusammenhang denkbar oder thematisierbar wäre. Doch die Analysen zeigen, dass Literatur sexuelle Akte nicht auf der Ebene reiner Körperlichkeit beleuchten kann. Dann nämlich, wenn die traditionellen Signifikate - zu denen feststehende Genderkonzepte auch gehören - bei der Thematisierung der körperlichen Liebe auf das Strengste vermieden werden, wird das 'Sexuelle' selbst destruiert. Mit Foucault muss 'Sex' als ein Diskurs beschrieben werden, der keineswegs eine 'natürliche' Gegebenheit darstellt. Den tradierten Vorstellungen des sexuelles Aktes, die mit der romantischen Liebe im Zusammenhang stehen und die immer wie eine Folie aufscheinen, lässt sich im Medium der Literatur nicht entkommen, dann nämlich verlöre der Begriff der Sexualität/des Sexes an Sinn und würde ausgelöscht werden. 'Sex' im Medium der Literatur schöpft seine Kraft aus dem Anschein, eine auf der Ebene der Körper stattfindende Handlung zu vermitteln. Die Darstellung von 'Sex' ist allerdings immer an etwas gebunden, das streng analytisch betrachtet gar nicht zum Begriff des "rein körperlichen" Sexes gehört. Neben einer systematischen Auseinandersetzung mit dem in den 1990 Jahren auftretenden Phänomen "Popliteratur" liefert dieses Buch Beiträge zu kulturwissenschaftlichen Debatten um Gender und Sexualtheorie sowie prägenden kulturphilosophischen Phänomenen der Gegenwart.
Aktualisiert: 2019-12-20
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