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Pöppinghausen

Pöppinghausen von Huerkamp,  Josef
Vor achthundert Jahren bereits schriftlich erwähnt, ist Pöppinghausen ein kleines Dorf an der Emscher (seit 1926 Stadtteil von Castrop-Rauxel). Über die Jahrhunderte hinweg schien es zwar immer ‚am Rande' zu liegen, aber dennoch hat die Große Geschichte hier Spuren aller Art hinterlassen. Das gilt wortwörtlich schon für die Steinzeit, von der Pöppinghauser Funde zeugen, genauso wie für die Epoche des Römischen Reichs in Westfalen. Im frühen 19. Jhd. gehörte das Dorf einige Jahre zum Kaiserreich Napoleons; im Gefolge des Ersten Weltkriegs war es von französischen Truppen besetzt; am Ende des Zweiten Weltkriegs marschierten hier amerikanische Soldaten durch die Emscher-Furt. Das nachrückende britische local command beschlagnahmte dann mehrere Häuser im Ort ... Nicht nur von außerordentlichen Ereignissen berichtet die Chronik, sondern sie stellt die Entwicklung von der Bauerschaft zum Stadtteil dar und schildert die Umstände, warum Pöppinghausen inmitten des Ruhrreviers eine grüne Insel blieb, auf der dennoch die Industriearbeiterschaft bald die überwiegende Mehrzahl der Einwohner ausmachte. Von den Pöppinghausern also erzählt die Chronik, von den Alteingessenen zunächst, sodann von den neu Hinzugekommenen, die in mehrfachen Schüben seit den 1930er Jahren sich hier ansiedelten und das Dorfbild gründlich veränderten. Zu berichten ist von der Ausgestaltung des Dorflebens durch Schulen, Kirchen und Parteien, durch zahlreiche Vereine und nicht zuletzt durch viele bemerkenswerte Personen. Ihr Wirken für den dörflichen Zusammenhalt kommt ebenso zur Sprache wie manche Krisen und Konflikte. Wie die Pöppinghauser es vermochten, sich gerade wegen der Randlage ihres Ortes stets aufs Neue mit ihm zu identifizieren, davon handelt diese Chronik.
Aktualisiert: 2018-07-20
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»Die große Kartei«

»Die große Kartei« von Huerkamp,  Josef
"Die große Kartei" ist das Projekt des Roman-Erzählers Walter Eggers. Er will darin Namen und Daten sämtlicher Bewohner des alten Königreichs Hannover erfassen und sammelt zu diesem Zweck Staatshandbücher sowie einschlägige statistische Werke. Dazu muss er sich auf Reisen begeben, zunächst nach Ahlden in der Lüneburger Heide, dann nach Ostberlin. So wird der Reisende auch zu einem Sammler anderer Art: In konzentrierter Beobachtung des Details registriert er unablässig die Gegenwart der beiden Teile Deutschlands, fügt die Partikel seiner Impressionen aneinander. Für die sprachliche Bewältigung solcher "Mosaikarbeit" (A. S.) greift der Wörter-Sammler tief ins kulturgeschichtliche Repertoire und liefert so die imponierende Enzyklopädie eines "Historischen Romans". Frappierend daran ist vor allem, dass die ins Weite zielende künstlerische Darstellung äußerst gedrängt ausfällt und die unerhörte Verdichtung der Prosa wenig Rücksichten auf die Leser nimmt. Der Kommentar entfaltet so den Zitatismus des "steinernen Herzens", zeigt aber zugleich, dass sich das "Dechiffrieren" allenfalls der halben Aufgabe stellt. Neben den Herkunftsnachweisen werden daher unter je zwei weiteren, gesondert dargestellten Aspekten Hinweise auf die Verortung im Bildungskosmos Arno Schmidts gegeben, und zwar nach den von ihm selbst erteilten Auskünften als auch nach der Bearbeitung desselben Zitatcorpus in seinen Erzählwerken. Ergänzt werden die Erläuterungen ferner um zeitgeschichtliche und andere Informationen, die ein besseres Verstehen des mittlerweile über 50 Jahre alten Romans erleichtern.
Aktualisiert: 2020-01-28
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Toreutische Arbeit

Toreutische Arbeit von Huerkamp,  Josef
Was Arno Schmidt gelegentlich über Werke seiner Schriftsteller-Kollegen äußerte, wäre durchaus auch auf "Das steinerne Herz" zu münzen, lässt es sich doch keineswegs "so gemütlich wie gewohnt 'vom Blatt lesen'", was indes nur die negative Formel dafür ist, dass es sich hier um eine "nicht=auszulesende Dichtung" handelt. Dieser Band ist eine Erweiterung der Enzyklopädie zum "steinernen Herz". Der frühere Kommentarband befördert den Eindruck des Eklektischen oder gar Disparaten und er muss seinem Charakter nach die Vielfalt über die Einheit stellen. Umgekehrt werden hier Bezüge geschaffen und Zusammenhänge aufgezeigt. Daher wird zunächst erörtert, wie der "Zitatismus" sowohl nach Schmidts poetologischen Einlassungen als auch in den verschiedenen Phasen der Rezeptionsgeschichte des Romans zur unabdingbaren VorausSetzung reflektierter Lektüre werden konnte. Unter dem Aspekt des jeweiligen Verhältnisses von Leserbeteiligung und -distanzierung folgen eingehende Analysen von Zitaten, Paraphrasen und Anspielungen. Ergänzt werden sie zum einen durch Typologien des Zitierens (Quellentreue und Entstellungen; reflexive "Zitatzitate"; Kontexte bildende und lösende Tendenzen), zum anderen durch das "Repertoire" aus literargeschichtlichen Anleihen und das "Reservoir" aus darüber hinaus zielenden Zitatbezügen. Zuletzt geht es dann um die auktoriale Basis des "Zitatismus", entwickelt an dem von Arno Schmidt vorgegebenen Zentralbegriff des "gußeisernen Gedächtnisses", das eine Prosa hervorbringt, welche bei aller imponierenden Souveränität im Umgang mit der Tradition doch nicht minder durch ihr Ausgeliefertsein zu charakterisieren ist.
Aktualisiert: 2020-02-15
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Erläuterungen, Materialien & Register zu Arno Schmidts „Sitara und der Weg dorthin“

Erläuterungen, Materialien & Register zu Arno Schmidts „Sitara und der Weg dorthin“ von Huerkamp,  Josef
"Sitara und der Weg dorthin", Arno Schmidts psychoanalytische Studie zum Werk und zur Person Karl Mays, ist eines seiner umstrittensten Bücher, doch zugleich eine wichtige Studie zu der in "Zettels Traum" dargelegten "Etym"-Theorie über das Verhältnis von Sprache und Unbewusstem. Josef Huerkamp schlüsselt das kauzig-unübersichtliche Buch mit einer Vielzahl an Namens- und Begriffsregistern, Motivverzeichnissen und einem Index der darin enthaltenen Verweise auf andere Bücher Arno Schmidts sowie der Erwähnung Mays in diesen anderen Werken auf. Damit wird "Sitara" schneller überschaubar und leichter zu handhaben für den Arno-Schmidt-Leser und -Forscher, der sich mit diesem quasi-wissenschaftlichen und zugleich wissenschafts-satirischen Buch eingehender beschäftigen will.
Aktualisiert: 2019-06-15
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„Gekettet an Daten & Namen“

„Gekettet an Daten & Namen“ von Huerkamp,  Josef
Joseph Huerkamp geht in dieser Arbeit der Frage nach, wie die Werke Arno Schmidts zu lesen sind. Sein Ausgangspunkt ist der Wunsch Arno Schmidts, die Distanz zwischen der Vorstellungswelt des Autors und der des Lesers so weit wie möglich zu verringern. Die vorliegenden drei Untersuchungen ("Der 'offene Raum' als poetischer Ort", "Erzählen in der Zeit: Kalender und Struktur" und "Das epiasche Ich") rücken in durchgehaltener biografischer Logik den Autor als Inbegriff aller Authentizitätsbestrebungen des Werkes in den Vordergrund des Interesses. In den sich gegenseitig begründenden Relationen von Raum, Zeit und epischem Ich wird so das Individuum als Erzählmodell begriffen. Huerkamp strebt eine breite Inventarisierung des Gesamtwerks an. Er legt jenen Sockel von Autobiografie im Gesamtwerk frei, über dem die Authentizitätspoetik vom Autor Schmidt geschaffen wird.
Aktualisiert: 2019-06-15
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Der Landschafter auf der Höhe

Der Landschafter auf der Höhe von Huerkamp,  Josef
Das Begriffspaar "Arno Schmidt in der Lüneburger Heide" scheint unauflöslich. Doch war der Autor in dem rheinland-pfälzischen Dorf Kastel, unweit von Trier - "einer in Deutschland viel zu wenig bekannten prächtigen Gegend" (A.S.), wo sich der Vergleich mit der Sächsischen Schweiz geradezu aufdrängt - höchst produktiv. Er schrieb fünf Romane (Die Umsiedler, Aus dem Leben eines Fauns, Seelandschaft mit Pocahontas, Kosmas, Das steinerne Herz), mehrere große Aufsätze und eine Menge Beiträge für Zeitungen. Von ihrer "Bezugslandschaft", der Heide, wollten zwar weder Schmidt noch seine Stellvertreter-Figuren ablassen, aber erst eine genaue Lektüre seiner Texte aus dieser Zeit erlaubt höchst überraschende Einsichten. In Schmidts Gestaltung der Romanschauplätze wird gewissermaßen Kastel in die Heide transferiert, oder, umgekehrt, die Heide wird nach Kastel geholt. In diesen Überblendungen erst wird anschaulich, daß der "Landschafter (A.S. über A.S.) auf der Kasteler Berghöhe auch auf der Höhe seiner Prosakunst war.
Aktualisiert: 2019-01-02
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Bilderkacheln

Bilderkacheln von Hendricks,  Rainer, Huerkamp,  Josef, Krüger,  Wolf-Dieter, Ötztanil,  Guido Erol
"Sichtbarkeit ist VorausSetzung". So lautet einer der programmatischen Kernsätze zum realistischen Schreiben, wie ihn Arno Schmidt unmittelbar nach Vollendung seines Romans "Das steinerne Herz" formuliert hat. Mit seinen über 400 Bildern, Fotos, Faksimiles und Karten soll der Sammelband etwas von dem, was an zeitgeschichtlichem Material im Steinernen Herzen kunstvoll sedimentiert ist, vor die Augen der Leser-Betrachter bringen. Lokales und Weltgeschichtliches erscheinen hier dicht beieinander - wie im Roman - dazu Skurriles und zeitgeistig Exemplarisches. Bücher sind unvermeidlich dabei, Porträts von berühmten und ganz unscheinbaren Personen, deren Namen im Roman fallen. Die "nebensächlichen" kleinen Dinge, mit denen "Das steinerne Herz" den Alltag der 1950er Jahre reich ausstaffiert, dürfen genau so wenig fehlen wie zitierte Werbung mit ihren Markenprodukten oder die vom Erzähler Walter Eggers konsultierten Zeitungen. Was immer Arno Schmidt 1954/55 vorgefunden und der Beschreibung für wert gehalten hat, findet in diesem Album Platz: Ausschnitte aus einer Realität vor ihrer künstlerischen Umformung im Roman. Als nunmehr archivalische Dokumente spiegeln sie das Kolorit schmidtscher Zeitgenossenschaft und illustrieren derart, worauf der Untertitel des "steinernen Herzens" zielt: "Historischer Roman aus dem Jahre 1954 nach Christi".
Aktualisiert: 2019-06-15
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