Zinkjungen

Zinkjungen von Alexijewitsch,  Swetlana, Braungardt,  Ganna-Maria, Kolinko,  Ingeborg
Zinkjungen: So wurden im sowjetischen Afghanistankrieg die gefallenen Soldaten genannt. Ihre Leichen durften den Angehörigen nur in zugeschweißten Zinksärgen übergeben werden. Das Wort steht exemplarisch für die Verschleierungspraxis der Sowjetunion, die alles dafür tat, die brutale Realität des zehnjährigen Krieges geheim zu halten. Swetlana Alexijewitsch hat mit Soldaten, Müttern, Witwen und Krankenschwestern gesprochen und verarbeitet die Augenzeugenberichte in ihrem »Roman der Stimmen« zu einem erschütternden Antikriegsbuch. Friedenspreisträgerin Swetlana Alexijewitsch dokumentiert den universellen Wahnsinn des Krieges und seine verheerenden Auswirkungen auf ihre Gesellschaft – in Zeiten von weltweit auflodernden Krisenherden ist dieses Buch aktueller denn je. »Beharrlich, furchtlos, ergreifend.« Karl Schlögel, Laudatio zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2013
Aktualisiert: 2023-05-31
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Der Krieg hat kein weibliches Gesicht

Der Krieg hat kein weibliches Gesicht von Alexijewitsch,  Swetlana, Braungardt,  Ganna-Maria
„Ganze Züge voller Frauen gingen an die Front“, erinnert sich eine ehemalige Rotarmistin im Gespräch mit Swetlana Alexijewitsch. „Es waren nicht mehr genug Männer da. Sie waren gefallen. Lagen unter der Erde oder waren in Gefangenschaft.“ Die Frauen waren „bereit, für die Heimat zu sterben. So waren wir erzogen.“ Sie waren nicht nur Ärztinnen und Krankenschwestern, sondern auch Fliegerinnen, weibliche Scharfschützen und Panzersoldaten. Und sie waren jung: „Ich war noch so klein, als ich an die Front ging“, erzählt eine ehemalige Scharfschützin, „dass ich im Krieg noch gewachsen bin.“ Und sie waren für ihr Leben traumatisiert. Sie erzählen der Autorin vom Tod und vom Töten, von Blut, Dreck und Läusen, von Kriegsverbrechen, von Verwundungen, Schmerzen, Hunger und miserabler Ausrüstung – und wie man sie vergessen hat, als es nach dem Krieg darum ging, die „Helden“ zu feiern. Das erschütternde Dokument einer ausgeblendeten Seite des Zweiten Weltkriegs: Rund eine Million Frauen haben in der Roten Armee gekämpft. Swetlana Alexijewitsch lässt sie zu Wort kommen.
Aktualisiert: 2023-05-31
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Secondhand-Zeit

Secondhand-Zeit von Alexijewitsch,  Swetlana, Braungardt,  Ganna-Maria
Gut zwanzig Jahre sind vergangen seit dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums, die Russen entdeckten die Welt, und die Welt entdeckte die Russen. Inzwischen aber gilt Stalin wieder als großer Staatsmann, die sozialistische Vergangenheit wird immer öfter, vor allem von jungen Menschen, nostalgisch verklärt. Russland, so Swetlana Alexijewitsch, lebt in einer Zeit des »Second-hand«, der gebrauchten Ideen und Worte. Die Reporterin befragt Menschen, die sich von der Geschichte überrollt, gedemütigt, betrogen fühlen. Sie spricht mit Frauen, die in der Roten Armee gekämpft haben, mit Soldaten, Gulag-Häftlingen, Stalinisten. »Historiker sehen nur die Fakten, die Gefühle bleiben draußen …, ich aber sehe die Welt mit den Augen der Menschforscherin.« Wer das Russland von heute verstehen will, muss dieses Buch lesen. Swetlana Alexijewitsch formt aus den erschütternden Erfahrungen von Menschen, die zwischen Neuanfang und Nostalgie schwanken, den Lebensroman einer noch nicht vergangenen Epoche.
Aktualisiert: 2023-05-31
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Sounding Archives – Poesie zwischen Experiment und Dokument

Sounding Archives – Poesie zwischen Experiment und Dokument von Alexijewitsch,  Swetlana, Bailey,  Ain, Blamberger,  Günter, Choi,  Don Mee, Jun,  Yan, Kebede,  Mihret, Mujila,  Fiston Mwanza, Predeick,  Michaela, Soto Román,  Carlos, Stepanova,  Maria, Utler,  Anja, Vicuña,  Cecilia, Wolf,  Uljana
Gedichte, Kurzessays und Berichte (zwei Berichte über das Leben im Krieg, einer davon von einem Kind) ... Schon immer haben Dichter:innen die Geschichte befragt und Quellenkunde betrieben, doch führten die politischen Umwälzungen der letzten dreißig Jahre, die Zunahme nationalistischer Abschottungen, Zerstörung von Ressourcen im Klimawandel und die gleichzeitige Orwellisierung unserer Datenströme vermehrt dazu, die Frage nach Zeugenschaft stärker ins Gedicht zu drängen.Das zwanzigste Jahrhundert sitzt im einundzwanzigsten Jahrhundert wie eine Matrjoschka, wispert aus dem Innern der Archive. Wo man sie öffnet und aufreiht, werden alte Leerstellen lesbar oder neue Lücken offenbar. Manches wird mutiert, chiffriert, als kleinere Matrjoschka zurücksortiert. Das Archiv, sagte Jacques Derrida, ist eine Frage der Zukunft, nicht der Vergangenheit. Poesie, schrieb die Lyrikerin Muriel Rukeyser, erweitert das Dokument. Wie erweitern Gedichte heute das Archiv? Und wenn vice versa Gedichte selbst opake, klingende Archive sind, wie erweitern sie unsere Vorstellung von Entzifferung der Wirklichkeit, vom Verstehen? Kann Klang als Kammer der Erinnerung retten, was in Archiven vergessen wird? – Uljana Wolf Poetica7, das siebte Festival für Weltliteratur, wird vom Internationalen Kolleg Morphomata der Universität zu Köln zusammen mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung vom 24. bis 29. Januar 2022 in Köln veranstaltet (wenn nicht wg. der Pandemie verschoben wird).
Aktualisiert: 2022-10-20
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Reportagen #61

Reportagen #61 von Abouissa,  Mona, Alexijewitsch,  Swetlana, Cheheltan,  Amir Hassan, Esswein,  Ann, Mian,  Marzio G., Müller,  Pascale, Vajda,  David
Reportagen schickt die besten Autorinnen und Autoren rund um den Globus. Für Geschichten, die bleiben. In dieser Ausgabe: - Meine Oma ist dein Job. Pflegerinnen aus Osteuropa arbeiten für wenig Geld rund um die Uhr. Von Ann Esswein, Pascale Müller. - Hundejagd in Teheran. Die Polizei ist hinter den Vierbeinern her. Jetzt wehren sich die Besitzer. Von Amir Hassan Cheheltan - Hexenwahn in Guatemala. Maya-Heiler oder Teufel? Gerüchte werden Don Domingo zum Verhängnis. Von David Vajda - AKW to go. Es schwimmt neben der Schule und garantiert Sibirien eine strahlende Zukunft. Von Marzio G. Mian - Kairo kann mich mal. Mubarak, Arabischer Frühling, Islamisten – die Autorin surft durch das Land am Nil. Von Mona Abouissa - Die historische Reportage: In der Zone 1986. Von Swetlana Alexijewitsch.
Aktualisiert: 2021-10-07
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Reportagen #56

Reportagen #56 von Alexijewitsch,  Swetlana, Humphreys,  Andrew, Kugler,  Olivier, Mian,  Marzio G., Mounzer,  Lina, Trapp,  Brian
Reportagen schickt die besten Autorinnen und Autoren rund um den Globus. Für Geschichten, die bleiben. In dieser Ausgabe: - Verführt Verwöhnt Verzockt. Campione am Luganersee: Erst kamen die Casino-Millionen, dann der Bankrott. Von Marzio G. Mian. - 12 Wörter. Das liebevolle Vokabular meines Zwillingsbruders Danny. Von Brian Trapp. - Shitstorm in Beirut. Marode Kanäle und Korruption: Beiruts Bewohnern steht die Scheisse bis zum Hals. Von Lina Mounzer. - Fish & Chips Englands bedrohte Art. Streicht Brüssel das Nationalgericht der Briten vom Menü? Von Andrew Humphreys, Olivier Kugler. - Die historische Reportage: Julia & Romeo 1991. Von Swetlana Alexijewitsch.
Aktualisiert: 2020-11-26
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Zinkjungen

Zinkjungen von Alexijewitsch,  Swetlana, Braungardt,  Ganna-Maria, Kolinko,  Ingeborg
Der Krieg, den die UdSSR 1979–1989 in Afghanistan führte, gilt als das "sowjetische Vietnam". Eine Million Soldaten durchlebte das Grauen, mindestens 50.000 starben. Das Regime selbst verschwieg der Öffentlichkeit die brutale Realität des Kriegs. So wurden die verstümmelten Leichen der gefallenen Soldaten den Angehörigen nur in zugeschweißten Zinksärgen übergeben. Umso schockierter reagierte die Gesellschaft in Russland, als Anfang der 1990er Jahre das wahre Ausmaß der Tragödie bekannt wurde – auch durch Alexijewitschs mutiges Buch "Zinkjungen". Darin lässt sie überlebende Soldaten, Krankenschwestern, Witwen und Mütter von Gefallenen zu Wort kommen und führt uns so das Trauma einer ganzen Gesellschaft vor Augen.
Aktualisiert: 2020-01-01
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Der Krieg hat kein weibliches Gesicht

Der Krieg hat kein weibliches Gesicht von Alexijewitsch,  Swetlana, Braungardt,  Ganna-Maria
Rund eine Million Frauen haben im Zweiten Weltkrieg in der Roten Armee gekämpft, aber ihr Schicksal ist nirgendwo festgehalten. In diesem Buch sind nun ihre Erinnerungen aufgezeichnet. Die Frauen schildern die unheroische Seite des Krieges, die üblicherweise in Erzählungen und Erinnerungen ausgeblendet wird. Im Gegensatz zu den Männern, die aus dem Krieg zurückkehrten, galten die Soldatinnen keineswegs als Heldinnen, vielmehr begegnete man ihnen mit Misstrauen, ja mit Verachtung. Swetlana Alexijewitsch gibt den Frauen in diesem erschütternden Buch erstmals eine Stimme. Entstanden ist ein zutiefst bewegendes, unsentimentales und doch fast lyrisches Dokument, das nun in einer von der Autorin überarbeiteten Neuausgabe erscheint.
Aktualisiert: 2020-01-01
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Secondhand-Zeit

Secondhand-Zeit von Alexijewitsch,  Swetlana, Braungardt,  Ganna-Maria
Der Kalte Krieg ist seit über zwanzig Jahren vorbei, doch das postsowjetische Russland sucht noch immer nach einer neuen Identität. Während man im Westen nach wie vor von der Gorbatschow-Zeit schwärmt, will man sie in Russland am liebsten vergessen. Inzwischen gilt Stalin dort vielen, auch unter den Jüngeren, wieder als großer Staatsmann, wie überhaupt die sozialistische Vergangenheit immer öfter nostalgisch verklärt wird. Für Swetlana Alexijewitsch leben die Russen gleichsam in einer Zeit des "secondhand", der gebrauchten Ideen und Worte. Wie ein vielstimmiger Chor erzählen die Menschen in ihrem neuen Buch von der radikalen gesellschaftlichen Umwälzung in den zurückliegenden Jahren.
Aktualisiert: 2020-01-01
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Die letzten Zeugen

Die letzten Zeugen von Alexijewitsch,  Swetlana, Braungardt,  Ganna-Maria
Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sprechen Männer und Frauen, die beim Einmarsch der Deutschen in Weißrussland noch Kinder waren, zum ersten Mal darüber, woran sie sich erinnern. Ihre erschütternden Berichte vom Krieg machen "Die letzten Zeugen" zu einem der eindringlichsten Antikriegsbücher überhaupt. Oft sind diese Erinnerungen nur Bruchstücke, und doch haben diese Kinder Dinge gesehen und erlitten, die niemand, am allerwenigsten ein Kind, sehen und erleiden dürfte. Alexijewitsch erweist sich einmal mehr als begnadete Zuhörerin und große Chronistin, die es versteht, den Erfahrungen von Menschen in Extremsituationen, im Ausnahmezustand einen einzigartigen Resonanzraum zu verschaffen.
Aktualisiert: 2020-01-01
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